Replay

Benjamin Stein, »Replay«, Covergestaltung: Leander Eisenmann unter Verwendung eines Motivs von plainpicture, Thomas Adel

Covergestaltung: Leander Eisenmann
unter Verwendung eines Motivs von
plainpicture, Thomas Adel

Ich fürchte mich vor Erscheinungen, die ich nicht selbst erfunden habe. Und nun dieser Huf … Am Fußende lugt er im Dunkel unter der Bettdecke hervor. Das ist mir nicht geheuer. Ohne hinzusehen, decke ich ihn zu, lasse meinen Kopf zurück ins Kissen sinken und schließe die Augen wie ein Kind, das denkt, was es nicht sieht, ist nicht da. Das beruhigt mich. Dabei müsste ich wissen, dass es ein böses Omen ist.

Als Ed Rosen in der Morgendämmerung erwacht und mit den Zehen wackelt, steht eines fest: Der Huf, der am Fußende aus seinem Bett ragt, ist auf keinen Fall seiner. Aber da. Wie soll er sich das erklären? Rosen, ein Software-Experte, war Mitentwickler und erster Träger des UniCom, eines Kommunikationsmittels, das als Implantat weit mehr kann als ein Smartphone – es protokolliert die Sinneswahrnehmungen seines Besitzers und macht das, was wir Realität nennen, in »Replays« unendlich wiederhol- und veränderbar: Vor allem eine erotische Verlockung. Und es macht den Träger total kontrollierbar. Rosens Chef Matana und seine Firma treten einen weltweiten Siegeszug mit diesem Gerät an, und nur ein paar ewiggestrige Störenfriede mahnen. Bis sich unerwartet Widerstand gegen das digitale Arkadien regt, der vielleicht auch den Huf erklärt?

In Benjamin Steins neuem Roman geht es um Körper und Kontrolle, Erotik, Macht und Geheimnis und die Tyrannei totaler Transparenz.

»Replay«, Roman
C.H.Beck 2012, 176 Seiten
ISBN: 3406630057
EAN: 9783406630057
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  • 18.11.2013: Brüssel

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Reaktionen

  • Bonaventura, 17.01.2012

    Benjamin Stein ist es mit »Replay« nicht nur gelungen, einen würdigen Nachfolger für »Die Leinwand« zu schreiben, sondern auch ein zeitgemäßes und notwendiges Gegenstück zu Orwells »1984«.

  • literatwo, 17.01.2012

    Stein orwellt sich durch die selbst gewählte Zukunft des Menschen. Nicht absurd, nein, greifbar ist das Bild das er erzeugt. […] Er ist streng und verlangt viel. Wer ihm folgen will, sollte sich auf eine Reise in eine denkbare Zukunft vorbereiten und weiterdenken…

  • ausgelesen, 17.01.2012

    Für alle, die bei den Diskussionen um die Macht von Konzernen wie Google oder Apple, der Vorratsdatenspeicherung oder der Post Privacy Debatte interessiert dabei sind, sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre gehören. Allerdings denke ich, dass gerade all jene, die bei diesen Diskussionen gern gelangweilt abschalten, den Versuch unternehmen sollten sich mit Hilfe dieses Buches anzunähern. In kurzen, gut ausgebildeten Szenen beleuchtet Benjamin Stein in seinem Roman Fragestellungen der Mensch-Technik Beziehung und liefert damit ein gleichsam spannendes wie diskussionswürdiges Buch ab. Aus diesem Grund ist mein ganz klarer Tipp, dass Replay ein wichtiges Buch im Verlauf dieses Jahres wird.

  • Glanz & Elend, 18.01.2012

    »Replay« ist jenseits literarischer Aspekte ein Buch mit beachtlichem Diskussionspotential. Es wird interessant sein zu beobachten, ob diese Diskussionen vielleicht endlich einmal jenseits der üblichen Verdächtigen und Verdächtigungen geführt werden wird.

  • buchrezensionen.info, 21.01.2012

    Benjamin Stein legt eine »Reise nach Innen« vor, in der er fiktiv die Digitalisierung der Welt weiterdenkt und differenziert bildreich an seiner Hauptperson aufzeigt, welche inneren Entwicklungen eine zunehmende Transparenz nach sich ziehen kann (und fast logisch wird). Sprachlich wunderbar umgesetzt und daher gut zu lesen ist dies ein interessantes Thema für die Haltung und die Folgen immer stärkerer und fast vollständiger Digitalisierung der Welt.

  • Neue Westfälische, 21.01.2012

    Ein Jules Verne des 21. Jahrhunderts meldet sich unüberhörbar zu Wort.

  • FOCUS online (via DPA), 25.01.2012

    »Replay« ist ein ebenso faszinierendes wie beunruhigendes Gedankenspiel im Zeitalter von Google und Facebook.

  • »Jüdische Zeitung«, Januar 2012

    Dem schmeichelhaften, aber absolut zutreffenden Lob der Literaturkritik, mit Benjamin Stein habe eine Art neuer Leo Perutz die literarische Bühne betreten, bestätigt dieser in seinem neuen Buch mit traumwandlerischer Sicherheit: »Replay« ist ebenso mitreißende wie tiefsinnig-intelligente Science-Fiction, in der die menschliche Wahrnehmung durch ein elektronisches Implantat radikal verändert wird […] Benjamin Steins »Replay« steht in der Tradition von Philip K. Dick. Der Autor bestätigt damit seine Sonderstellung in der deutschen Literatur aufs eindrucksvollste.

  • »Tagesspiegel«, 28.01.2012

    Steins Roman bleibt technisch gut nachvollziehbar. Den Wattschen Dampfregler versteht man genauso gut wie von Stein geprägte Begriffe, das »Driften« oder die »Switchbox«. Das funktioniert so gut, dass stets offensichtlich wird, wie hier eine in ihrer Überforderung und trotzigen Hartnäckigkeit an Kafkas Helden gemahnende Figur wie Rosen von der Gegenwart komplett eingeholt wird, sich aber auch aus der »Zwischenwelt« nicht wirklich mehr zu befreien vermag.

  • »KulturSPIEGEL«, 02/2012

    »Replay« liest sich wie ein launiger Drogentrip, ist aber doch beängstigend unutopisch.

  • LiteraturBlog, 02.02.2012

    Ein futuristischer Roman, der zutiefst in der Gegenwart verwurzelt ist. Ein spannender Thriller über das Ausufern der Dinge. Ein beeindruckendes Bucherlebnis. Eine besondere Empfehlung.

  • Frankfurter Rundschau, »Alle kommen nach Arkadien« (Judith v. Sternburg), 11.02.2012

    Dass der Leser sich in dieser Welt erst nach und nach orientieren kann, verdankt sich einer erzählerischen Anpirschtechnik inklusive Rückblenden, Manipulationen, Täuschungen, die er zu schätzen wissen wird.

  • arabesken, »Mat(ur)ana« (Jürgen Lübeck), 13.02.2012

    Stein, von dem ich bisher nichts las, verblüfft mich mit knapper sprachlicher Präzision und fachlicher Exaktheit.

  • Deutschlandradio Kultur, »Gefährliche Operation« (Verena Auffermann), 13.02.2012

    Geschrieben wie ein Krimi ist der Roman sowohl Science Fiktion als auch ein Silicon Valley-Tatsachenbericht, hart an unserer Zeit, wird aber durch den Pan-Huf Rosens und die körperliche Missbildung Matanas in die Sphäre des Irrealen gerückt. Der transparente, von einer Zentrale überwachte Mensch leidet an seiner eigenen Geheimnislosigkeit. Schöne neue Welt, hier ist ein Versuch, wie es werden könnte. Der Autor ist fasziniert und berauscht von seiner Fantasie, und es graust ihm davor.

  • Financial Times Deutschland, »Highlights auf dem Buchmarkt« (Angelo Algieri), 14.02.2012

    Bedauerlich: Das Buch besitzt langatmige Passagen, und die Metaphern Arkadien, Pan und Kabbala sind der Story unerträglich künstlich aufgezwungen und bieten keinen literarischen Mehrwert!

  • Die Welt, »Im Auge des Betrachters« (Jakob Hessing), 25.02.2012

    Die Welt ist zum humanen Internet geworden, und das hat erschreckend inhumane Folgen. Nicht nur dem Erzähler Ed Rosen gehen seine Kommunikationskanäle durch Mark und Bein, sondern auch dem Leser. Der Roman beginnt und endet mit panischer Angst.

  • lesarten (Sasan Seyfi), 27.02.2012

    Ausgerechnet Lustgott & Zwitterwesen Pan sitzt dem Erzähler im Genick und beschert den UniCom-Trägern multiple, tranzendetale Orgasmen. Das digitale Arkadien heißt »driften« und ermöglicht Replays in den Orgasmen der anderen. In dieser fröhlich-düsteren Vision kommt auch der Erzählfigur jedes Bedürfnis abhanden, den wabernden Zustand seiner Metamorphose zu klären. Gelgentlich raunt es etwas zu laut in der mythologischen Kiste, einige Seiten wirken wie in Prosa gegossenene Medienkritk, doch Steins Roman funktionert und mündet folgerichtig in einem unauflösbaren Replay.

  • fritz.de, 03/2012

    Aber wie lebt es sich in einer Welt, in der alles auf »Replay« steht? […] Benjamin Stein schafft eine gefühlskalte Zukunftsvision, die erschreckend nah an uns dran ist. Faszinierend und gruselig, geschliffen und nüchtern erzählt.

  • fixpoetry.com, »Operation Unutopie« (Christoffer Kornils), 11.03.2012

    Die schwache Psychologisierung des Protagonisten, die steifen Dialoge, die unglaubwürdigen Emotionen – sie machen »Replay« zu einem schwachen Roman.

  • Franfurter Allgemeine Zeitung, »Ab sofort kann jeder Augenblick verweilen« (Christian Metz), 17.03.2012

    Wie könnte unsere Welt in Zukunft aussehen? Diese Frage beschäftigt die Literatur seit der Antike. Bereits Aristoteles hielt in seiner Poetik fest, »dass es nicht Aufgabe des Dichters ist, mitzuteilen, was wirklich geschehen ist, sondern vielmehr, was geschehen könnte«. Seither reißt die Flut literarischer Utopien nicht ab. Jetzt stellt sich Benjamin Steins Roman »Replay« dieser Herausforderung. Herausgekommen ist ein großartiges Buch – klug, glänzend erzählt, spannend. […] Im Resonanzraum von Prousts »Recherche«, Kafkas »Verwandlung« und Joyce‘ »Ulysses« widmet »Replay« sich der Schwelle zwischen Schlafen und Wachen, Traum und Realität. Das Bett fungiert als Ort, an dem das Fremde, Unfassbare die Vernunft überlagert. […] Keine Utopie also, außer der Leser glaubt, was bei Eds drittem Erwachen erzählt wird. Aber das könnte ebenso gut wahr wie ein manipuliertes »Replay« sein. Große Literatur ist es in jedem Fall.

  • buecher-magazin.de, März 2012

    Die oberflächlich als erotische Novelle getarnte Streitschrift warnt davor, uns mit einem »gefällt mir«-Button freiwillig nach »1984« zu klicken. Eine Warnung, die etwas subtiler besser angekommen wäre.

  • Saarbrücker Zeitung (Harald Loch), 29.03.2012

    Benjamin Stein, selbst Informationstechnologe, dekliniert die Möglichkeiten dieses UniCom und dieser neuen Gesellschaft am Genauesten in den traumhaften Möglichkeiten erotischer und sexueller „Replays“, die Ed Rosen mit seiner Geliebten Katelyn entdeckt und bis an Grenzen kultiviert, die er nicht mehr beherrscht. Das alles nimmt die literarische Gestalt einer ironischen Vision an – nicht ohne Warnfunktion, nicht ohne heimliche Sehnsucht nach der Zeit vor dieser Zukunft, vor allem aber voller Lust am gedanklichen Spiel mit vorstellbaren Möglichkeiten. […] Virtuos setzt Stein den von James Watt schon in die ersten Dampfmaschinen eingebauten Fliehkraftregler als Metapher für die auch in gesellschaftlichen Prozessen notwendige Regelung zur Gewährleistung konstanter Abläufe ein. Wenn er dabei kein technisches Vorwissen seiner Leser abrufen muss, so beweist dies nur einmal mehr seine sprachlichen Möglichkeiten, die der Kraft seiner utopischen Phantasien nicht nachstehen.

  • zuckerkick, 30.03.2012

    »Replay« ist ein außerordentlich verstörender Zukunftsroman. Er zeigt auf, was passiert, wenn die Grenzen zwischen Realität und Fiktion sich auflösen. Er macht deutlich, welche Macht wir den Herstellern zukunftsweisender Technologien in die Hände legen. Er erzählt die Geschichte von Selbstbestimmung und Kontrolle. Er wirft schlicht und ergreifend die Frage auf: wie wollen wir leben… frei oder fremdbestimmt?

  • literaturkritik.de (Thorsten Schulte), 02.04.2012

    Benjamin Stein verharrt leider zwischen Ambition und Oberfläche und schafft es nicht, den Konflikt zwischen Realität und virtueller Realität ausreichend zu vertiefen.

  • Volltext, »Des Teufels Labyrinth« (Alban Nikolai Herbst), 1/2012

    Dies ist keine Science Fiction. Gute Science Fiction ist das aber nie. Vielmehr gewandet sie die Gegenwart fremd, scheinfremd, um ihr so besonders nahe zu rücken. […] Das Buch trinkt sich wie an heißen Tagen Limonade, von einer »Anstrengung des Begriffs« keine Spur. Doch wer sich auf die maniera konzentriert, merkt schnell, wie viele doppelte Böden hier eingelassen sind, und wie radikal die Kritik ist, die sich von den liebevollen Schilderungen dieses, so kann man ihn ebenfalls interpretieren, Entwicklungsromans mittragen lässt.

  • EET, 06.04.2012

    Am größten wird »Replay« jedoch nicht in seinen dystopischen Darstellungen einer total vernetzten Welt, sondern in Momenten der Zärtlichkeiten […] Stein wird Schnitzler und »Replay« Traumnovelle, ein Fieberrausch aus Lust, ein Labyrinth aus Sex in einer Welt ungeahnter Möglichkeiten. Alleine dafür lohnt es sich dieses Werk zu lesen.

  • Hamburger Feuilleton, 14.05.2012

    Das Buch ist eine sprach­lich aus­ge­feilte Ver­suchs­an­ord­nung zur Wirk­lich­keit und deren Wahr­neh­mung, Texte, die mit »Ich fürchte mich vor Erschei­nun­gen, die ich nicht selbst erfun­den habe« begin­nen, und damit ihre Bedeutungs-Welt in einem Satz ein­krei­sen, gehö­ren nicht zu den schlech­tes­ten. Und der Autor ist alles andere als eine Leit­fi­gur des zur Zeit Modischen.

  • octopus – lesen & hören, 16.05.2012

    Wohin die Reise führt? Sicherlich nicht in die Unendlichkeit. Es ist eine grandiose Selbsttäuschung, eine Utopie, die bitter schmeckt, weil sie nicht wirklich utopisch zu sein scheint. Benjamin Stein hat mit »Replay« einen Roman geschrieben, der lange nachwirkt, der Angst macht, entsetzt. Und den man nicht aus der Hand legen kann, ehe man ihn zu Ende gelesen hat.

  • »phantastisch! #47« (Horst Illmer), 07/2012

    Benjamin Stein ist mit »Replay« ein glänzend geschriebenes Buch gelungen, das unaufgeregt und kenntnisreich die Möglichkeiten und Gefahren unserer digitalen Zukunft beschreibt und dabei den anti-utopischen Geist George Orwells und die psychologischen Schreckensvorstellungen Guillermo del Toros mit den erotischen Versprechen Anaïs Nins und den exakten Cyberweltentwürfen William Gibsons zusammenführt. Ein Buch zum Genießen – und zur Warnung!

  • Süddeutsche Zeitung, »Hölle ohne Feuer« (Lothar Müller), 27.08.2012

    Die »Replay«-Technologie verspricht die ungeheure Intensivierung sexueller Erfahrung durch Rückkoppelungs- und Verdoppelungseffekte, aber was Ed Rosen über die Sexspiele mit seiner Freundin (und Physio-Trainerin) Katelyn und zu dritt mit einer Asiatin berichtet, bleibt vollkommen innerhalb der sprachlichen Konvention eines gängigen realistischen Softpornos. Nicht nur in der Darstellung der Herrschaft Pans bleibt die Rollenprosa des Ich-Erzählers hinter seinen technologischen Innovationen beträchtlich zurück. Man begreift rasch, dass er jedes neue Level des »Replay« so gleichmütig-affirmativ betritt, damit der Leser an seiner Stelle zum Kritiker der totalitären Gefahr wird – aber für den ästhetischen Reiz des Romans wäre einiges gewonnen gewesen, wenn Benjamin Stein ihm mehr euphorisch-diabolische Sprachkraft gegeben hätte. Dass dieser Ed Rosen übrigens gelegentlich seine jüdische Herkunft und Identität hervorkehrt, bleibt ein müßiges Spiel. Es bringt den Helden etwas markenzeichenhaft der Website seines Autors näher, ohne dass der Roman viel davon hätte.

  • complete-review.com (M. A. Orthofer), 29.08.2012

    It’s fairly cleverly done, though the very personal vantage point leaves the true social and political consequences of the UniCom largely only hinted at and suggested, and not more closely explored. A slim fantasy of our wired-up world taken just to the next level, »Replay« is a decent dystopian work that builds rather slowly (it takes quite a while before the UniCom even comes into proper play) but at least ultimately packs a solid punch.

  • Cicero, »Spiel’s noch einmal, Implantat« (Fridtjof Küchemann), 30.08.2012

    Als gelernter Informatiker geht Benjamin Stein unaufgeregt mit den technischen Grundlagen seiner Geschichte um. Die Zukunftsvision aber nutzt er lediglich als Folie, um über Gefühle zu schreiben: über Herausforderungen und Grenzüberschreitung, über Gewissensbisse und Zynismus. Und über die Liebe, schließlich werden die Einsatzmöglichkeiten des Geräts auch mit erotischer Phantasie erprobt. Wenn dem Leser klar wird, dass der Unterschied zwischen Tagtraum, Halluzination und Manipulation verschwimmt, ist er schon tief in das Spiel mit eigentümlichen Wahrnehmungen verstrickt. Wir können von Glück sagen, dass unsere digitale Realität noch nicht ganz auf dem Stand von »Replay« ist.­

  • Neues Deutschland, »Vernetzt« (Harald Loch), 31.01.2013

    Ihre literarische Qualität erhält diese Fiktion durch die auf hohem Niveau unterhaltenden intellektuellen Experimente, durch die schönen augenzwinkernden Anspielungen an die klassische Mythologie und durch ein paar grundsätzliche Gedanken zu sich selbst steuernden technischen wie gesellschaftlichen Prozessen. Die sprachlichen Möglichkeiten des Autors stehen der Kraft seiner utopischen Phantasien nicht nach.­

  • Die Zeit, »Das Implantat, Benjamin Stein erfindet Arkadien neu« (Catharina Koller), Ausgabe 09/2013

    Ist das noch Science Fiction oder schon Tatsachenbericht?­

9 Reaktionen zu “Replay”

  1. Stefan

    Freue mich sehr auf „Replay“. Wird es auch eine Lesung in Düsseldorf geben?

  2. Benjamin Stein

    Wurde noch nicht angefragt. Aber das geht jetzt auch erst richtig los. Die Leute wissen ja noch nichts von dem Buch.

  3. [Buch] Replay – Benjamin Stein « ausgelesen

    […] Moment nicht sonderlich spannend klingt ist die Ausgangssituation in Benjamin Steins neuem Roman Replay. Ed Rosen heißt der Mann, der da aufwacht und, Kafka lässt grüßen, eine Mutation an seinem […]

  4. Weihrauch und Wein « Turmsegler

    […] vorgestellt. Auf diesem Weg kam ich 2010 mit der »Leinwand« nach Finnland und bin ich nun mit »Replay« in Georgien.In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und gefördert vom deutschen Auswärtigen […]

  5. Workshop zur Ausstellungsvorbereitung « Control: Selbstbestimmung in einer überwachten Welt?

    […] 18.30 – 19.30           Benjamin Stein liest aus seinem Roman „Replay“ http://turmsegler.net/replay/ […]

  6. Das optimierte Leben › Turmsegler

    […] 00:05 Uhr (also in der Nacht vom Samstag auf Sonntag) auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt. »Replay« soll darin eine gewichtige Rolle […]

  7. Infames Device › Turmsegler

    […] Björn Brodersen von areamobile.de hat vor einigen Tagen mit mir ein Gespräch über »Replay« und »Google Glass« geführt. Ein angenehmer Aspekt bei Online-Medien besteht darin, dass man sich […]

  8. Rezension: Benjamin Stein – Replay (dtv 2015 [2012]) | buecherrezension

    […] Weiterführend: Auf seinem Blog Turmsegler hat Benjamin Stein ab 2009 in der Kategorie ‘Replay’ Materialien, die in direktem Zusammenhang mit dem Roman und seinen Themenfeldern stehen, gesammelt. Ausserdem finden sich Links zu Interviews und etliche Auszüge aus Rezensionen. […]

  9. [Gastrezension: Christina] “Replay” von Benjamin Stein | Bibliophilin

    […] werden. Hatte es das jemals zuvor gegeben?” (109) Benjamin Stein macht es in seinem Roman “Replay” möglich. Mithilfe eines Chips, ein UniCom, kann man Erinnerungen, sogenannte Replays, […]

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