••• Während der letzen 36 Stunden war der Turmsegler mehrfach über längere Zeit nicht erreichbar, was ich erst gestern nacht – nach Ende der Pessach-Schlussfeiertage – bemerkt habe und untersuchen konnte. Inzwischen ist das Problem gefunden und beseitigt. Viel Spaß also wieder beim Turmsegeln.
Denkmal der Bücherverbrennung Berlin Bebelplatz • Foto: Daniel Neugebauer
Das war ein Vorspiel nur. Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.
Heinrich Heine
••• Diesem Heine-Zitat bin ich erst kürzlich wiederbegegnet — in Yad Vashem. Jene Bücherverbrennung ist nun bald 75 Jahre her. Was ich heute bei Szylla lese, war mir tatsächlich neu:
Im Mai 1933, wenige Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, kam es in fast allen größeren Städten Deutschlands zu organisierten und systematisch vorbereiteten Bücherverbrennungen. Sie wurden nicht von der NSDAP oder einem Ministerium organisiert, sondern von der Deutschen Studentenschaft.
••• In Bat Yam (Israel) verhaftete die Polizei am Montag Nachmittag einen 27jährigen Yeshiva-Studenten. Er hatte sich in einem Supermarkt entkleidet und trug schließlich nur noch einen Socken als notdürftigen Sichtschutz über seiner Scham. Der Student wollte mit seiner Aktion gegen eine jüngst gefällte Gerichtsentscheidung protestieren, der nach in einigen Geschäften der Verkauf von Chametz zu gestatten sei.
Vor einigen Wochen hatte das Jerusalemer Stadtgericht verfügt, dass das so genannte Matzot-Gesetz, das die Ausstellung von Chametz (Esswaren, die über Pessach für Verzehr und Besitz verboten sind) in öffentlichen Bereichen verbietet, nicht auf Supermärkte, Pizzerien und Restaurants anzuwenden sei, da man sie nicht als „öffentlich“ bezeichnen könne.