Archiv der Kategorie 'Ausser der Reihe'

Die Bücher der letzten Saison

Montag, den 8. Februar 2010

Library Vomit
via: adriess@tumblr

••• Aus verlässlicher Quelle habe ich erfahren, dass längst nicht alle in die Bibliotheken beförderten Pflichtexemplare dort auch verbleiben. In (vermeintlich) unbeobachteten Momenten erleichtern sich die Bibliotheken und geben einen Großteil der Bücher der letzten Saison unverdaut wieder von sich.

Hoch hinaus

Donnerstag, den 4. Februar 2010

Uptown Tower München
Uptown Tower München

••• Kisten packen. Morgen steht wieder mal ein ungewollter Umzug an. Ich bekomme ein neues Büro in lichter Höhe, im 35. Stock. Dann sitze ich auf schätzungsweise 130 Meter Höhe in der obersten Büroetage des höchsten Gebäudes Münchens. Wenn mir da mal nicht schwindlig wird!

Als das Hochhaus bezogen wurde, bot die Firma Höhenangstüberwindungskurse an. Die waren gut besucht. Der Abschlusstest bestand darin, im obersten Stockwerk ans Fenster zu treten. Die Fassade des Towers ist nämlich komplett verglast, die »Fenster« der Büros also gläserne Wände. Tritt man da heran, kann man über die Schuhspitzen die Autos auf der Straße anpeilen. Das sieht dann in etwa so aus …


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Der unbegangene Weg

Mittwoch, den 3. Februar 2010

Zwei Wege boten sich mir dar,
Ich nahm den Weg, der weniger begangen war,
und das veränderte mein Leben.

••• Letzte Woche stand ich in der Pause der Honing-Quartet-Session rauchend vor der »Unterfahrt« vor einem Plakat und blieb hängen bei den zitierten Zeilen von Robert Frost. Sie sind so manchem womöglich noch in Erinnerung aus dem Film »Der Club der toten Dichter«. In der deutschen Synchronisation wird eben diese Übersetzung bemüht, die … gefällig ist, sich bei genauerem Hinsehen aber doch ein gutes Stück vom Original entfernt.


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War es der Teufel selber?

Donnerstag, den 28. Januar 2010

Devil - © Kerstin S. Klein (2010)
Devil – © Kerstin S. Klein (2010)

••• Unter dem Titel »War es der Teufel selber?« berichtete Milos Vec am 13. Januar auf FAZ.net über ein vermutlich sehr spannendes juristisches Fachbuch von Eric Hilgendorf. Es trägt den Titel »Teufelsglaube und freie Beweiswürdigung. Zur Verarbeitung des ,Übernatürlichen‘ im Strafrecht am Beispiel des Exorzismus«, und es geht darin um die Frage, wie sich die heutige zivile Rechtssprechung gegenüber dem »Übernatürlichen« zu verhalten habe – etwa in dem Fall der Studentin Anneliese Michel…


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Argleton

Sonntag, den 24. Januar 2010

Argleton
Argleton auf Google Maps, Bild: Google

••• Von wegen Google-Maps-Recherchen … Da kann man sich ganz schön in die Nesseln setzen, wie Rebecca Lefort vor einigen Monaten im britischen Telegraph berichtete. Argleton in Großbritannien existiert – allerdings nur auf Google Maps. Unternimmt man einen Ausflug, um sich den Ort live zu besehen, findet man nichts als Felder weit und breit. Von Argleton keine Spur.


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Was ist Rot?

Freitag, den 15. Januar 2010

Was ist Rot? / What is Read?

••• Die Herzdame mag »Jahresprojekte«. Vorletztes Jahr war es ein Skizzen-Blog mit dem Titel »Ten Years Ago«. Letztes Jahr hat sie (fast) alle Münchner Kinos besucht und die Besuche mit Foto in ihrem Blog »snowflakes & blackvampires« dokumentiert. Dieses Jahr nun gibt es wieder ein künstlerisches Projekt in einem Weblog. Freunde und Bekannte und Freiwillige, die sich eine Teilnahme wünschen, beantworten auf »What is Red for you?« die Frage, was ihnen die Farbe Rot bedeutet.


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אבינו שבשמים

Freitag, den 1. Januar 2010

Chaim Adler und Yitzchak Meir Helfgot im Duett

••• In der DDR gab es fast nur uralte Gebetbücher, noch aus der Kaiserzeit. Darin abgedruckt war auch das »Gebet für das Heimatland und die Landesherren«, also Kaiser und Kaiserin. Nach der Gründung des Staates Israel schrieben Rav Yitzchak Halevi Hertzog und Rav Ben-Zion Uzi’el das im obigen Video von Chaim Adler und Yitzchak Meir Helfgot gesungene Gebet, das seither in aller Welt die jeweiligen »Gebete für die Landesherren« ersetzt. Die Fama behauptet, Shmuel Agnon, weltberühmter Romancier und Nobelpreisträger, hätte es verfasst. Das Gerücht hält sich so zäh, sogar seine Enkelin war felsenfest davon überzeugt. Tatsächlich wurde Agnon gebeten, bei der Erstellung des Textes behilflich zu sein. Es ist aber unklar, ob wirklich Teile des Textes von ihm stammen.


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