Favelas

Freitag, den 22. August 2008

Favela in Rio de Janeiro - © 2008 by JR
Favela in Rio de Janeiro - © 2008 by JR

••• JR ist ein Undercover-Fotograf in den Favelas von Rio de Janeiro. Er zeigt in seinen Bildern nicht nur die Gewalt, die dort allgegenwärtig ist. Darüber hinaus fängt er auch immer wieder Momente großer Poesie ein.

Der besondere Reiz an diesen Bildern von JR: Sie sind eigentlich Kollagen, in denen der Künstler eigene Bilder über die fotografierten Motive montiert.

Entdeckt von der Herzdame bei WoosterCollective mit speziellen Grüßen an , der gestern das Manuskript eines neuen wunderbaren Buches abgeschlossen hat, dessen Geschichte auch in Rio de Janeiro beginnt. Gratulation!

Die ersten Bücher

Mittwoch, den 25. Juni 2008

Die ersten Bücher der Edition

Andruck

Dienstag, den 24. Juni 2008

Andruck
Buchblock und Cover-Andruck von Perkampus’ »Geschichte des Uhrenträgers«

••• Morgen werden die Kisten mit der Erstausgabe von Markus A. Hedigers »Krötenkarneval« und der Nachauflage des »Anderen Blau« hier eintreffen. Heute kamen Cover-Andruck und Buchblock zur letzten Sichtung und Freigabe von »Geschichte des Uhrenträgers«. So hat also alles termingerecht geklappt, was man bei einem Verleger-Greenhorn, das ich ja nun einmal noch bin, nicht zwingend voraussetzen konnte. Alle Vertriebsvorbereitungen, die einem Kleinverlag möglich sind, sind ebenfalls getroffen, die Bücher im VLB verzeichnet und mit allem Schnickschnack bei amazon gelistet. Dem Erscheinen (offizieller Termin ist der 14. 7. 2008) steht also nichts mehr im Wege.


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Demontierte Identität

Montag, den 10. März 2008

Damit wir uns recht verstehen: Ich bin überzeugt davon, dass jede Autobiographie das Resultat fiktionalisierender Prozesse ist. Wir alle arbeiten ununterbrochen an unseren Erinnerungen, modifizieren, reevaluieren, korrigieren sie. Wo nötig, ergänzen wir sie, fügen sie zu einem Ganzen zusammen: Das bin ich. Doch in der Regel wirken Wirklichkeit und das, was wir von ihr und über sie wahrnehmen, als sanftes Korrektiv auf diese Prozesse ein: Überleg dir das noch mal. So kann’s ja nicht gewesen sein.

••• Mit großem Interesse und anhaltender Freude lese ich auf der “Veranda Perkampus” die Kolumnen von . Ich verstehe in ihnen den Autor durchaus als so etwas wie eine literarische Figur, die in einer - wenn auch entfernten - Verwandtschaft zu Amnon Zichroni steht. Hedigers Rückkehr nach Brasilien, das Land seiner Kindheit, führt ihn an das Thema Erinnerung heran, um das viele seiner neueren Kolumnen kreisen


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Literarische Weblogs

Freitag, den 18. Januar 2008

Literarische Weblogs - Sonderbuchausgabe spatien 5••• Die Sonderbuchausgabe spa_tien 5 — “Literarische Weblogs” — ist erschienen und seit heute via amazon und libri sowie über den Buchhandel zu bestellen. “Literarische Weblogs” ist eine Anthologie der Autoren, die auf dem Meta-Blog litblogs.net mit ihren literarischen Weblogs gelistet sind. In dieser Sonderbuchausgabe von spa_tien geben jene Autoren in Essays und Interviews Auskunft über ihre zum Teil sehr persönliche Sicht auf das Medium Weblog im Kontext von Literatur. Dazu bringen sie Exemplarisches aus den jeweiligen Blogs. Zwischen den Beiträgen protokolliert Kathleen York mit Ihren U-Bahn-Zeichnungen die verschlungenen Wege durch die literarischen, ästethischen und poetologischen Positionen der einzelnen Autoren. Sie war mit ihren Zeichnungen als Siegerin aus unserem öffentlichen Wettbewerb — ebenfalls via Weblog ausgeschrieben — hervorgegangen.


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Kathleen York

Dienstag, den 7. August 2007

NightRiders © Kathleen York (2007)
NightRiders © (2007)

Dear illustration contestants,

We, the publishers of spa_tien would like to thank you for your contributions and excellent work for the book (”what are literary weblogs?”). You are all highly talented artists.

We had a long discussion about your work and about who should be the winner. It wasn’t easy as there were quite a few submissions which were suitable to our project.

So finally we’ve decided to integrate the images of Kathleen York into our project. (Congratulations, Kathleen!) Her subway motives are versatile and still close to the subject.

As soon as the book will be published a link will be posted here in the blog for everybody to have a chance to have a look at it.

Thanks again for all your effort!

••• Dass meine Herzdame sich viel Mühe gemacht hat, um für die für kommenden Januar angekündigte spa_tien-Sonderausgabe “Was sind literarische Weblogs?” interessante Illustrationen zu finden, darüber habe ich schon berichtet. Der Illustrationswettbewerb, den sie im Namen der Herausgeber gestartet hatte, ist nun beendet.


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SkyRadio

Donnerstag, den 2. August 2007

••• Und gut lesen kann der auch noch! ist nun auch im zu hören! Hingehen, reinhören, auf die nächste Folge warten!

Update: Und schon ist er umgezogen mit seinem - und zwar » hierhin. Er wird der Hörerschaft nicht entrinnen!

In der Werkstatt

Dienstag, den 17. Juli 2007

••• Nicht in der neuen spa_tien-Ausgabe findet sich Markus A. Hedigers “San Gabriel Drive”. Die Redaktionskonferenz findet eine Fortsetzung nun auf “Hanging Lydia” in einem Werkstattgespräch, in dem Lesesorgfalt und Beurteilungsmassstäbe auf den Prüfstand gehievt werden.

Die Wendeltreppe

Mittwoch, den 4. Juli 2007

Wendeltreppe in Schloss Granitz / Rügen © Walter Voll

Wendeltreppe in Schloss Granitz / Rügen © Walter Voll

••• Im kleinen Land meiner Kindheit und Jugend gab es nicht viele Möglichkeiten, Urlaub zu machen. Bulgarien, Ungarn und die ÄSSR wären mögliche Reiseziele gewesen, lagen aber ausserhalb des finanziellen Spielraums meiner Eltern, die als Akademiker nicht so üppig verdienten wie Angehörige der Arbeiterklasse. Also fuhren wir an die Ostsee, meist in der Nachsaison und meist nach Rügen. Und wenn man dort ist und es nachsaisonal regnet und man nach Ausflugszielen sucht, kommt das Jagdschloss Granitz schnell in die nähere Wahl.

Die Attraktion dieses Schlosses ist der Turm, an dessen Innenwand sich eine gusseiserne Wendeltreppe emporwindet. Über diese Wendeltreppe auf den Turm zu steigen, ist nicht nur für Kinder eine Herausforderung. Durch die durchbrochenen Stufen kann man bis nach unten schauen und – das war damals der Clou – diese Treppe hatte kein Geländer! Lediglich ein Seil baumelte auf Hüfthöhe an der Wand. Zur Turmmitte hin jedoch hätte einen plötzlich Taumelnden nichts aufgefangen. Es versteht sich von selbst, dass es durchaus vorkam, dass den Aufstiegswilligen Abstiegswillige entgegenkamen. Fehltreten durfte man auf dieser Treppe jedenfalls nicht.


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Tote unter Lebenden

Montag, den 28. Mai 2007

••• Markus A. Hediger gehörte zu den Schlüsselversteckern, als ich die Online-Präsentation des “Anderen Blau” vorbereitete. Er hat das Projekt verfolgt und im Nachhinein mehrmals das Manuskript gelesen. Auf “Hanging Lydia” berichtet er heute von seiner Erfahrung mit diesem Text.

Seine Besprechung freut mich nicht nur, weil sie die erste ist. Was mich heute besonders bewegt, ist der Umstand, dass ich nun nach langer Zeit und vielen Zweifeln sicher weiss, dass es Leser gibt für dieses Buch, für diese Art Prosa. Ich wollte keine Kompromisse machen, keine Andienung betreiben. Das macht die Lektüre nicht leicht, aber nicht unmöglich. Verstanden worden zu sein, ist eine wundervolle Sache. In den über 200 Besprechungen, die zum “Alphabet des Juda Liva” erschienen sind, hat sich grad ein Rezensent ähnlich intensiv mit dem Text auseinandergesetzt, wie es hier unternimmt.

Mir macht das Mut für die weitere geduldige Suche nach einem Verlag.

Bevor das Script zum Buch wird, werde ich jedoch noch eine Danksagung anfügen. Gewidmet ist das “Blau” N., dem Alter Ego von Nadia, weil sie die Inspiration war, den Versuch nochmals zu unternehmen, den Stoff in dieser Art zu bearbeiten. Allein aus diesem Grund will ich es bei dieser Widmung belassen. Meiner Frau allerdings habe ich es zu verdanken, dass das “Andere Blau” überhaupt lesbar geworden ist. Ihrem Rat folgend habe ich die einzelnen Passagen mit den Namen der sprechenden Figuren versehen und den von zitierten – ursprünglich als Exposé und eventuellen Klappentext gedachten – Text als Vorspann zum festen Bestandteil des Buches gemacht.

Wie sich nun beweist, hatte sie in beiden Fällen das viel bessere Gespür als ich.