Für Charlotte Grasnick in Leipzig

23. Februar 2010

••• Am ersten Messetag, dem 18. März 2010, werde ich auf der »Leseinsel Junge Verlage«, Halle 5, Stand E200, Charlotte Grasnicks gesammelte Gedichte »So nackt an dich gewendet« vorstellen, die, von mir herausgegeben und mit einem Nachwort versehen, im März im Verbrecher Verlag erscheinen werden.

Ich denke, man darf verraten, dass ein Teil des Nachworts in der nächsten »Volltext« erscheinen wird. Über beide Umstände freue ich mich sehr. Und natürlich würde es mich auch sehr freuen, den einen oder anderen Turmsegler in Leipzig zu treffen.

Gegenfüßler auf schwankendem Boden

22. Februar 2010

Süddeutsche 22.02.2010

••• Ausführliche Besprechung der »Leinwand« durch Burkhard Müller in der heutigen »Süddeutschen«. Das freut natürlich. Wenn die »Süddeutsche« den Beitrag online stellt, werde ich den Link ergänzen.

Update: Hier ist der Link zum Text.

Update: Jetzt kann man nur hoffen, dass bald jemand Burkhard Müllers Vermutung widerspricht, Zichroni und Wechsler könnten die selbe Person sein. Gewagte These. Zichroni ist immerhin 15 Jahre älter als Wechsler…

Herr Graus Höhenangst

19. Februar 2010

»Graupausen« • Eine Gastkolumne von Markus A. Hediger

… Translation always involves cultural translation.
Cristina Ungureanu
in: »Equivalence. Theory & Text Analysis« (Word-Datei)

1
Die vom Arzt verordnete Nackenmassage hat Herrn Grau gut getan. Noch immer spürt er die kräftigen aber geschmeidigen Hände des Physiotherapeuten auf seinen verhärteten Muskeln. Wie er da bäuchlings auf dem Schragen lag und durchgewalkt wurde – die bloße Erinnerung daran jagt ihm einen wohligen Schauer vom Nacken bis ins Steißbein hinab. Es entgeht ihm auch nicht, dass er Geringfügigkeiten, an denen er sich bislang immer störte, jetzt gelassener hinnimmt. Nur um ein Beispiel zu nennen: Seit seiner Ankunft in Bruanien hat er sich wegen seiner ins Farblose gehenden Haut unwohl gefühlt und sie dafür verantwortlich gemacht, dass er keinen Anschluss zu den Einheimischen fand. Ihretwegen erkannte man in ihm sofort einen Fremden.


Den ganzen Beitrag lesen »

Die unsichtbaren Städte

18. Februar 2010

Italo Calvino
Italo Calvino (1923-1985)

••• Über einen Wikipedia-Artikel bin ich auf ein Juwel gestoßen. Seit gestern lese ich in Calvinos »Die unsichtbaren Städte«, und zwar in der Hanser-Neuübersetzung von Burkhart Kroeber (die Übersetzerangabe bei amazon ist falsch).

Das Buch besteht aus fiktiven Städteporträts in Form von Prosagedichten. »Marco Polo, der große venezianische Asien-Reisende im späten 13. Jahrhundert, berichtet dem alternden Mongolenherrscher Kublai Khan, Begründer der Yuan-Dynastie und somit Kaiser von China, an lauschigen Abenden in dessen Palast zu Kambaluk (= Peking), in welche Städte er auf seinen Inspektionsreisen durch das weitläufige Reich gekommen ist.«


Den ganzen Beitrag lesen »

Habich und Hättich

16. Februar 2010

••• Als ich letztens von der übersetzten Identität meines Großvaters schrieb, bat thymianteppich um ein Beispiel der von ihm aus dem Russischen ins Deutsche rückübertragenen Sprichwörter. Ich versprach nachzusehen. Das habe ich getan – und stehe vor einer schönen Bescherung: Möglicherweise, und ich sage bewusst möglicherweise und nicht etwa erwiesenermaßen, habe ich es mit einem »Wechsler«-Phänomen zu tun. Die berichtete Geschichte vom ererbten Manuskript war schön, aber war sie auch wahr?


Den ganzen Beitrag lesen »