20. Juli 2010

Von römischen Soldaten im Jahr 70 n. d. Z. aus der Westmauer
des Tempelberges herausgerissene Steine
Foto: Mark A. Wilson (Department of Geology, The College of Wooster)
Sollte aus dem Mund des Höchsten nicht
das Böse wie das Gute hervorgehen?
Klagelieder 3.38
••• »… Einst werden meine Städte überfließen vom Guten, und einst tröstet der Ewige Zion und erwählt Jerusalem wieder (Sech. 1.17). Ferner heißt es: Ja, es tröstet der Ewige Zion, tröstet alle seine Trümmerstätten, macht seine Wüste wie Eden und seine Steppe einem Garten Gottes gleich. Wonne und Freude wird dann in ihm gefunden, Dank und Lobgesang (Jes. 51.3)«
aus den »Trauergesängen für Tisha b’Av«
9. Av 5770 / 20. Juli 2010
Im Rückspiegel: Prickelnde Politik (20. 07. 2009)
Tags: Ausser der Reihe
0 Kommentare »
18. Juli 2010
••• Mexiko ist für Journalisten und Autoren ein heißes Pflaster. Seit 2004 wurden dort 34 Journalisten und ein Schriftsteller ermordet. Neun weitere Print-Journalisten sind spurlos verschwunden, und man muss davon ausgehen, dass auch sie tot sind und man lediglich ihre Leichen bislang nicht gefunden hat. Allein in diesem Jahr hat es bereits 8 Journalisten getroffen.
Warum mussten sie sterben? Sie erfüllten ihre journalistische Informationspflicht und ermittelten zumeist in Fällen der organisierten Kriminalität. Dass dies in jedem Land gefährlich ist, steht außer Frage. Speziell ist an diesen Fällen jedoch, dass die mexikanischen Behörden wenig bis gar nichts unternehmen, um die Morde aufzuklären, so dass die Vermutung nahe liegt, dass einzelne hochrangige Mitglieder der Strafverfolgungsbehörden und der Regierung in Fälle verstrickt sind, die von den verschwundenen und getöteten Journalisten recherchiert wurden.
Den ganzen Beitrag lesen »
Im Rückspiegel: Ouch! (19. 07. 2009)
Tags: Hugo Alfredo Olivera Cartas • PEN
1 Kommentar »
16. Juli 2010
Es geht schließlich darum zu begreifen, dass jeder Versuch einer Selbstfindung immer in einer Selbst-Erfindung mündet. Hediger erzählt nicht von sich, sondern das erzählende »Ich«, das Markus A. Hediger heißt, erzählt sich, d.h. es erschafft sich schreibend als einen Anderen. Daher gehen diese »Autobiographischen Fiktionen« unweigerlich durch diese Verstörung: »Ich weiß nicht mehr, wer ich bin.«
••• Mit großer Freude habe ich in den »Gleisbauarbeiten« von MelusineB die Rezension zum »Krötenkarneval« von Markus A. Hediger gelesen. Das hat mehrere Gründe.
Zum ersten bin ich immer froh, wenn bloggende Autoren sich in ihren Weblogs intensiv mit Veröffentlichungen anderer Autoren auseinandersetzen, wie es – für mein Gefühl – noch zu selten geschieht. Zum zweiten formuliert die Rezension deutlicher, als ich es je hätte tun können, warum ich dieses Buch in der Edition Neue Moderne herausgeben wollte, ja musste. Und drittens schließlich freut mich, dass Hedigers Text in dieser Rezensentin eine so aufmerksame und analytische Leserin gefunden hat.
»Krötenkarneval« ist die Geschichte eines Mordes. Zu Tode kommt: der »Ich-Erzähler«.
Nachzulesen ist die Rezension nebenan bei MelusineB.
Im Rückspiegel: Ouch! (19. 07. 2009)
Tags: Markus A. Hediger • Auf der Rolle • Edition • Prosa
7 Kommentare »
12. Juli 2010
••• Die ersten Rezensionen zur »Leinwand« erschienen Anfang des Jahres im Netz, so etwa bei »Begleitschreiben«, ein sehr umfassender Beitrag, der dankenswerterweise vom Online-Magazin »Glanz & Elend« übernommen wurde. Dann folgte die Presse, und die Litblogger hielten sich eher bedeckt.
Eine wahre Offensive startete zwischenzeitlich das Blog von Lovely Books. In den letzten Wochen jedoch ist das Buch nun auch in der Blogosphäre Thema, was mich besonders freut, ist doch das Netz so etwas wie mein zweites Zuhause.
Den ganzen Beitrag lesen »
Im Rückspiegel: Die Tyrannei der Gutmeinenden (12. 07. 2009)
Tags: Die Leinwand
5 Kommentare »
7. Juli 2010
••• Verena Auffermann hat sich gestern per Rezension und im Gespräch auf »Deutschlandradio Kultur« zur »Leinwand« geäußert:
Das erfundene Holocausttrauma eines Geigenbauers macht Skandal: Benjamin Steins zweiter Roman ist eine große Abhandlung über eine Vergangenheit, die sich nicht bewältigen lässt. “Die Leinwand” treibt ein Verwirrspiel mit der Unbeständigkeit der Erinnerung. Das ist das verwirrendste Buch des Jahres.
Den ganzen Beitrag lesen »
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Im Rückspiegel: Dreischneidiges Schwert (07. 07. 2009)
Tags: Verena Auffermann • Die Leinwand
1 Kommentar »