Archiv der Kategorie 'Prosa'

Wieviel Erde braucht der Mensch?

Dienstag, den 30. Juni 2009

Der Knecht nahm die Hacke, grub Pachom ein Grab, genau so lang wie das Stück Erde, das er mit seinem Körper, von den Füßen bis zum Kopf, bedeckte – sechs Ellen –, und scharrte ihn ein.

••• ANHs gestrige Bemerkung zu scheint mir deutlich den Tatbestand der Herzlosigkeit zu erfüllen. Ich stehe nicht unbedingt im Verdacht, ein ausgesprochener Jackson-Fan zu sein. Lasse ich aber einmal diese Biographie Revue passieren, sehe ich eine Art Sklaven vor mir, der weder je Kind sein noch später kaum einmal er selbst sein durfte. Es mag ihm sogar schwer gefallen sein, zu erahnen, was dieses Selbst tatsächlich hätte ausmachen können.

Den derzeit hinausgespülten Berichten über Jackson kann man kaum glauben. Aber in einigen scheint mir doch das gewisse Körnchen Wahrheit zu stecken. Allein der Bericht der »Daily Mail« vom letzten Wochenende kann einem das kalte Grausen bereiten. Man muss den Eindruck gewinnen, da sei jemand kalkuliert in den Tod gehetzt worden - weil er tot mehr »wert« ist als lebendig.

Da fällt es mir schwer, nachzuvollziehen, wie man die Bemerkung »Einer weniger, na und? Ja, wenn es Mantler gewesen wäre oder Jack Bruce…« so leicht über die Lippen bekommt. Diese Art Wertung eines Menschen unterscheidet sich von jener der gierigen Eltern und »Berater« nur in der Währung.

Gier… Bei diesem Stichwort fielen mir die einfachen einstöckigen Häuschen mit Flachdach auf Fuerteventura ein, die man dort gelegentlich sieht. Jemand erzählte mir, dass auf der Insel nach wie vor ein altes spanisches Gesetz in Kraft ist, das folgendes festlegt: Gelingt es jemanden, binnen 24 Stunden ein vollständiges bewohnbares Haus auf herrenlosem Grund zu errichten, erwirbt er damit das lebenslange unentgeltliche Bleiberecht auf dem vereinnamten Boden.


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Die Stadt der Blinden

Mittwoch, den 24. Juni 2009

José Saramago
José Saramago (*1922)

••• Wieder bin ich über eine ungeheuerliche Bildungslücke gestolpert. Vor zwei Tagen sah ich mit der Herzdame »Die Stadt der Blinden«, einen dystopischen oder Endzeitfilm, womöglich auch nur eine surrealistische Fiktion, gedreht nach einem Roman des portugiesischen Autors José Saramago. Ich konnte mir mit Mühe den Namen merken. Gehört hatte ich von ihm zuvor noch nie. So bekannt ist er ja auch nicht, sieht man mal vom Nobelpreis ab, den er 1998 verliehen bekam… (Wo habe ich damals eigentlich gelebt? Auf dem Mond? Reden wir nicht darüber.)

Durch eine bislang unbekannte, höchst ansteckende Infektionskrankheit erblinden binnen kurzer Zeit immer mehr Menschen schlagartig. In den ersten Tagen reagiert die Regierung mit den üblichen Epidemie-Massnahmen: Die Betroffenen werden in Quarantäne genommen. Da die Blindheit so extrem leicht übertragbar ist, gehen die Behörden allerdings auch besonders strikt vor. Eine verlassene Irrenanstalt wird als Quarantäne-Revier ausersehen, die Erblindeten am Eingang abgeladen und weggesperrt. Sie müssen sich selbst behelfen. Wer sich der Umzäunung nähert, wird von den Wachsoldaten erschossen.


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Mephisto

Freitag, den 1. Mai 2009

Gustaf Gründgens als Mephisto
Gustaf Gründgens als Mephisto

Die „Mephisto-Entscheidung“ des Bundesverfassungsgerichts vom 24. Februar 1971 (BVerfGE 30, 173) gilt in der deutschen Rechtswissenschaft als Grundsatzurteil zur Kunstfreiheit und zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht (APR). Das Bundesverfassungsgericht definierte erstmals den Begriff „Kunst“ aus verfassungsrechtlicher Sicht und stellte klar, dass auch die nach dem Grundgesetz schrankenlos gewährleistete Freiheit der Kunst (Art. 5 Abs. 3 GG) Schranken unterliege; nämlich solchen, die sich durch andere Grundrechte ergeben. Bei der Kollision der Kunstfreiheit mit anderen Grundrechten sei eine Abwägung der Rechtsgüter vorzunehmen.

••• Dem Adoptivsohn Gustaf Gründgens’ verdanken wir also das BGH-Grundsatzurteil, das auch die Verbreitungsverbote der Romane »Esra« (Biller) und »Meere« (Herbst) möglich machte. Das war mir neu, und ich bin gestern erst bei der Wikepdia-Lektüre über auf diese Absurdität gestoßen. In der DDR waren ja einige Werke »verboten«, aber Klaus Manns »Mephisto« wurde gedruckt, so dass die erste in Deutschland erschienene Ausgabe des Schlüsselromans über Gustaf Gründgens und seine opportunistische Karriere im Dritten Reich eben eine DDR-Ausgabe war. In der Bundesrepublik erschien eine Neuausgabe erst im Jahre 1981 - trotz noch immer geltenden Verbots - und wurde dann auch prompt verfilmt, mit Brandauer in der Hauptrolle.

Wie sind da wohl die Rechtsgüter abgewägt worden? Immerhin war Gründgens’ Karriere im Dritten Reich doch eine sehr öffentliche Sache. Wie kann, solche öffentlich bekannten Fakten als Vorlage für einen Roman herzunehmen, verbotswürdig sein?

Auch neu war mir, dass Gründgens wie außerhalb Deutschlands an einer Überdosis Schlaftabletten gestorben ist. Bei ihm freilich, wird kolportiert, es habe sich um einen »Unfall« gehandelt. Gründgens hinterließ einen Zettel mit der Notiz:

»Ich glaube, ich habe zu viele Schlafmittel genommen, ich fühle mich etwas komisch, laß mich ausschlafen.«

Seine Witwe - Marianne Hoppe - an die diese Zeilen gerichtet waren, hielt einen Suizid für ausgeschlossen:

»Es kann nur ein Unfall gewesen sein. Hätte er sich wissentlich das Leben genommen, so hätte man seinen Leichnam nicht im Pyjama gefunden, sondern im Smoking.«

Nach Eden

Freitag, den 1. Mai 2009

»Nach Eden« ist Markus A. Hedigers einziges, derzeit aktives Weblog. Darauf zu finden sind die Erlebnisse (Spaziergänge, vor allem) in der Umgebung eines kleinen Schweizer Dorfes in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze seines Alter Egos André Baquero Brun. Diese Ausflüge in den Geist eines Hediger nur äusserlich zum Verwechseln ähnlichen Mannes können auf demselben Weblog auch als Podcast heruntergeladen werden.

••• ist nach einjährigem Aufenthalt in Brasilien seit einigen Monaten wieder in der Schweiz. Die Rückkehr brauchte Zeit und Kraft, vor allem, aber nicht nur, was die Wieder-Orientierung im utilitaristischen Leben angeht. Umso glücklicher bin ich, dass man ihn nun wieder online lesen und hören kann. Sein neues Weblog »Nach Eden«, dessen Beiträge (ohne Ton) auch in der wiederbelebten Veranda von p.- zu lesen sind, präsentiert, was mir schon an den früheren Weblog-Arbeiten Hedigers gefallen hat: unprätentiöse Prosa mit magischer Aufladung, sein leicht schweizerisch eingefärbtes Lesen wie eine Umarmung des (unbekannten) Lesers/Hörers und natürlich die Themen – Identitätssuche, Suche überhaupt, und das alles in einer entwaffnenden Ehrlichkeit.

Er wird diese Aussage vielleicht nicht mögen. Aber: Dieser Mann gehört endlich entdeckt von einem größeren Publikum. Geht lesen und lauschen auf seinem Blog! Als Bücher erschienen sind von ihm bislang in der edition neue moderne seine »autobiographischen Fiktionen« »Krötenkarneval« und in der edition taberna kritika von Hartmut Abendschein das »TamTam Grand Hotel«.

Sorgen, Tunten, Briefe

Donnerstag, den 30. April 2009

Klaus und Erika Mann
Die Geschwister Klaus und Erika Mann

»Ich will sterben, weil ich unfähig bin, die grenzenlose Anhäufung von Mittelmäßigkeit und bösem Willen, von ehrsüchtiger Ignoranz und egoistischer Faulheit zu akzeptieren und zu ertragen, von der die Welt und dieses Land regiert werden.«

Das schrieb Klaus Mann 1942 nach dem Scheitern seines Projekts »Decision« in einer Art Presseerklärung, zu veröffentlichen nach seinem Selbstmord. Damals wurde er noch gerettet, doch die Krankheit zum Tode hatte ihn längst ergriffen. Vor 60 Jahren, am 21. Mai 1949 nahm er sich in Cannes mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben.

Katrina Behrend Lesch

••• Ende der 1980er Jahre sind in der DDR Klaus Manns gesammelte Briefe erschienen. Ich bin nicht mehr ganz sicher, aber ich meine, ich müsste so 17 oder 18 gewesen sein; und wie habe ich diese Briefe geliebt! Von Sorgen ist zumeist die Rede, Sorgen wegen des »Zauberers«, dem übermächtigen Vater Thomas, Geldsorgen, Liebessorgen und natürlich jenen Sorgen wegen der in der braunen Soße untergegangenen Heimat, die verlassen musste, um zu überleben. Aber von all dem berichtet er in seinen Briefen mit Verve und Witz und einem Sprachvorrat, der atemlos macht.

Ich habe damals auch die Romane Klaus Manns gelesen, »Mephisto« zunächst, aber auch »Symphonie Pathetique«. Der tuntige Tschaikowski hat mich seinerzeit ziemlich entsetzt. Aber die Briefe, eine Leseleckerei, die Briefe, ich muss mal sehen, wo ich die habe und sie mal wieder lesen.

Am 21. Mai wird es 60 Jahre her sein, dass Klaus Manns wiederholter Selbstmordversuch gelang. In Erinnerung an ihn liest Jörg Hube am 21. Mai um 20:00 Uhr in der Black Box im Münchner Gasteig aus Klaus Manns »Mephisto«.

Soma

Mittwoch, den 29. April 2009

Brave New World - Cover der Erstausgabe
»Brave New World« - Cover der Erstausgabe

Was and will make me ill, […] I take a gramme and only am.

Aldous Huxley, aus: »Brave New World«

••• Ich glaube nicht, dass ich »Brave New World« tatsächlich früher schon einmal gelesen habe. Interessanterweise sind die Entdeckungen an diesem Buch eher (erzähl-)technischer Natur. Ein wenig Soma und »erotic play« kämen gerade zupass. Substituieren? Ich lese erst einmal weiter.

Wir

Mittwoch, den 22. April 2009

Jewgenij Samjatin (1923)
Jewgenij Samjatin (1923) - gemalt von Boris Mikhailovich Kustodiev (1878-1927)

••• In Vorbereitung auf die Arbeit an »Pans Wiederkehr« möchte ich mir einige der klassischen Dystopien des letzten Jahrhunderts ansehen. Meine nachhaltigste Begegnung mit diesem Genre war Orwells »1984« (1948). An Huxleys »Brave New World« (1932) erinnere ich mich hingegen kaum. Beim Stöbern nach anderen dystopischen Romanen bin ich auf Jewgenij Samjatins (1884-1937) Roman »Wir« gestoßen, der bereits 1920, also 12 Jahre vor »Brave New World« und 28 Jahre vor »1984« entstand und Orwell wie Huxley als Inspiration diente.

In der sowjetischen Literaturenzyklopädie von 1929/39 wird Samjatin als Renegat und Konterrevolutionär letztmalig offiziell erwähnt und sein in der Sowjetunion nie vollständig erschienener Roman »Wir« als »niederträchtige Schmähschrift auf die sozialistische Zukunft« bezeichnet:

Die Theorien Samjatins sind eine bloße Maskierung der sehr prosaischen und sehr verständlichen Sehnsüchte der Bourgeoisie nach dem verwirkten Wohlstand und ihres Hasses auf diejenigen, die sie dieses Wohlstandes beraubt haben.

Betrachtet man das obige Gemälde, das Samjatin im Jahre 1923 zeigt, könnte man meinen, tatsächlich einen Vertreter der enteigneten russischen Bourgeoisie vor sich zu haben. Dieser Eindruck aber täuscht.


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Ich hatte einen Freund, der aß Frösche

Donnerstag, den 2. April 2009

Peter Høeg
Peter Høeg

••• Die Stimmung ist gehoben, und die Entwicklungsarbeiten für den Kunden gingen mir heute endlich wieder leicht von der Hand. Mit der Wiederaufnahme der Recherchen, dem Lesen, Notieren, Sortieren, ist es eine andere Sache. Ein Buch liegt schon seit einem Jahr auf dem riesigen Bücherstapel neben dem Monitor, eine bei Wallstein (da war meine Agentin früher Lektorin) erschienene Sammlung von Essays zum Thema »Trauma, Literatur und Empathie« mit dem Titel »Das hört nicht auf«. Das gehört noch zum Recherche-Material für die »Leinwand«, aber auch jetzt, während ich »Pans Wiederkehr« vorbereite, werde ich es nochmals durchstöbern. Ein Beitrag darin beschäftigt sich mit Peter Høegs Roman »Der Plan von der Abschaffung des Dunkels«, die Verarbeitung von Heimkinderinnerungen aus den 1970er Jahren in Dänemark. Es geht um Vernachlässigung, Angst, Gewalt und die unerbittliche fremdbestimmte Einteilung von Lebenszeit. Ich habe das Buch damals sofort bestellt, aber es lag bis gestern ungelesen im Bücherturm. Jetzt habe ich es aufgeschlagen.

Es ist meine erste Begegnung mit dem Autor Høeg. Vor genau zehn Jahren habe ich - zusammen mit einem großen 16:9-Fernseher und meinem ersten DVD-Player - eine DVD gekauft: Bille Augusts Verfilmung von Høegs meistbeachteten Roman »Fräulein Smillas Gespür für Schnee«. Ich erinnere mich nicht mehr an die Geschichte, nur noch vage und ohne Zusammenhang an einzelne Bilder der endlosen Schneelandschaften. Das Buch zu lesen, reizte mich damals nicht.


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Empfehlungen

Mittwoch, den 18. März 2009

Markus A. Hediger: Krötenkarneval

••• Wenn wir schon – anlässlich des heutigen »Rückspiegels« – bei Empfehlungen sind: Auch Markus A. Hedigers Prosa ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Erschienen in der edition neue moderne, sind seine autobiographischen Fiktionen »Krötenkarneval« noch lieferbar.

La Tortuga schrieb kürzlich über Hedigers letzten Band »Das TamTam Grand Hotel«, ein halsbrecherisches Verwirrspiel um die Frage: Bin ich, und wenn ja, wer?

Kaufen! Lesen! Glücklich sein!

Zwanzig Jahre Fatwa

Montag, den 23. Februar 2009

Salman Rushdie
Sir Salman Rushdie

Ich setze das stolze Volk der Moslems in aller Welt davon in Kenntnis, dass der Autor des Buches »Die satanischen Verse«, das sich gegen den Koran, den Propheten und den Islam richtet, und alle an seiner Publikation Beteiligten zum Tode verurteilt sind.

Ayatollah Ruhollah Chomeini am 14. Februar 1989

••• Mit Salman Rushdies »Satanischen Versen« (die deutsche Originalausgabe ist gelegentlich noch zu haben) verbindet mich eine besondere Geschichte, die in der »Leinwand« erzählt wird. Die Hälfte des Begrüßungsgeldes, das ich im November 1989 bei meinem ersten Besuch in West-Berlin bekam, trug ich in eine Buchhandlung auf dem Kurfürstendamm. Dieses Buch, das Autor, Übersetzer und Verleger das Leben kosten konnte und dennoch erschienen war, musste ich einfach besitzen. Ich wurde auch literarisch nicht enttäuscht. Dennoch habe ich es nur einmal gelesen. Aber ich besitze es noch; und es gehört sicher zu den Büchern, die ich um keinen Preis verleihe.

Reinhold Neven DuMont plante zunächst die deutsche Ausgabe und ahnte nicht, was da auf ihn zukommen würde. Nachdem er damit rechnen musste, dass eine Autobombe den Verlag in der Rondorfer Straße in Schutt und Asche legen würde, kapitulierte er, wofür er sich von Hans Magnus Enzenzberger als Feigling bezeichnen lassen musste. Im virtuellen Gemeinschaftsverlag »Artikel 19« erschien die deutsche Übersetzung dann doch im Herbst 1989. Dass sich Verleger, Übersetzer und Autoren damals zusammengetan haben, um gemeinsam das Risiko der Veröffentlichung zu tragen, halte ich noch immer für eine der wenigen wirklich rühmlichen Geschichten des deutschen Literaturbetriebs.

Ich bin nicht sicher, ob es heute auch zu einer solchen Demonstration der kulturellen Zivilcourage käme – nach den Attentaten vom 11. September und den kaum noch zu zählenden martialischen Entschlossenheitsbeweisen des islamischen Fundamentalismus, sich mit terroristischer Gewalt durchzusetzen.

Im Oktober 2006 konstatierte Rushdie im Österreichischen Fernsehen:

Als ich ein junger Mann war, war Religion im Wesentlichen am Ende. Leute, die von Religion sprachen, waren sozusagen Idioten. Es schien undenkbar, dass es ein Revival der Religion als zentrale Kraft in der Weltpolitik geben könne. Religion war uncool. Dummerweise haben, während wir damit beschäftigt waren, cool zu sein, die uncoolen Leute die Welt übernommen.

Unschwer zu teilen ist auch seine heutige Einschätzung:

Der islamische Fundamentalismus ist keine religiöse, sondern eine politische Bewegung, die eine religiöse Sprache benutzt.

Weiterführende Informationen in Textform gibt es u. a. auf dem Politbüro-Blog. Wer gar 14 min. erübrigen kann, um sich die WDR5-Zeitzeichensendung zum Thema anzuhören, sollte es tun.

Übrigens:

Nach dem offiziellen Protest der iranischen Regierung gegen den geplanten Ritterschlag der Queen für haben Hardliner innerhalb der iranischen Geistlichkeit, eine Gesellschaft zur Ehrung der Märtyrer in der islamischen Welt, ein neues Kopfgeld für den britischen Schriftsteller in Höhe von 150.000 US-Dollar ausgesetzt. Der Ritterschlag fand im Juni 2008 statt.« (wikipedia)

Rushdie ist nach wie vor in Gefahr.

WDR5 Zeitzeichen vom 14. Februar 2009
zum 20. Jahrestag der Fatwa gegen Salman Rushdie,
seine Übersetzer und Verleger