Archiv der Kategorie 'Film'

Rashomon-Effekt

Donnerstag, den 26. März 2009


Rashomon – Verfilmung nach zwei Erzählungen von Ryunosuke Akutagawa

••• Meine ans Ideologische grenzende Begeisterung für die »monologische Methode« – in zwei unterschiedlichen Ausprägungen exerziert sowohl im »Anderen Blau« als auch in der »Leinwand« – beruht auf dem subjektiven Wirklichkeitsverständnis, das notgedrungen aus ihr resultiert. Was ich bis eben nicht wusste: Es gibt einen Begriff dafür.

The Rashomon effect is the effect of the subjectivity of perception on recollection, by which observers of an event are able to produce substantially different but equally plausible accounts of it. A useful demonstration of this principle in scientific understanding can be found in the article “The Rashomon Effect: When Ethnographers Disagree,” by Karl G. Heider (American Anthropologist, March 1988, Vol. 90 No. 1, pp. 73-81).

It is named for Akira Kurosawa’s film Rashomon, in which a crime witnessed by four individuals is described in four mutually contradictory ways. The film is based on two short stories by Ryūnosuke Akutagawa, “Rashōmon” (for the setting) and “Yabu no naka”, otherwise known as “In a Grove” (for the story line).

Darauf gestoßen bin ich, weil ich den Link zur Roshomon-Verfilmung gesucht habe, den ich irgendwo in den Untiefen des Turmseglers vergraben zu haben meinte. Gefunden habe ich den Link zu dem frei online zugänglichen Film bei der Herzdame und liefere ihn nun hier nach.

Natalie liest (nicht)

Sonntag, den 15. März 2009

Natalie Portman liest (nicht)
Natalie Portman liest (nicht)

••• … ein schönes Bild, wenn dem Bibliophilen auch der Herzschlag stocken dürfte. Ich fühlte mich spontan erinnert an eine Szene aus »Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber«, in der der bibliophile Liebhaber inmitten seiner zerstörten Bibliothek von den Handlangern des Gangsters grausam zu Tode gebracht wird, indem man ihn mit zerknüllten Seiten aus seinen geliebten Büchern stopft wie eine Gans.

Pans Labyrinth

Mittwoch, den 4. März 2009

Szenenfoto aus »Pans Labyrinth«
Der Pan (Doug Jones)

A maze is a place where you get lost. But a labyrinth is essentially a place of transit, an ethical, moral transit to one inevitable centre.

Guillermo del Toro
in einem Interview mit »The Guardian«

••• Einer der beeindruckendsten Filme, die ich in den letzten Jahren mit der Herzdame angesehen haben, war sicher »Pans Labyrinth« von Regisseur Guillermo del Toro. Mir gefiel besonders der Pan und Ofélias Versuch, das Grauen mit Poesie und Imagination zu besiegen.

Der Pan wird nun eine Hauptrolle spielen in einem neuen Roman, für den ich mir selbst mit diesem Beitrag das offizielle Startsignal gebe. Der Arbeitstitel (und damit eine neue Rubrik im Turmsegler): Pans Wiederkehr.

Mein Pan wird allerdings kein Faun sein, wie er es nach dem Filmscript del Toros sein sollte, sondern Pan, der Hirtengott und Herrscher Arkadiens, der Tiere und Menschen, denen er erscheint, in »panischen« Schrecken versetzt.


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Geburtstagsgeschenk

Montag, den 19. Januar 2009

Watch the movie

••• Anlässlich des 200. Geburtstages von Edgar Allen Poe gibt es heute – und nur heute – das Feature »Poe – The last days of The Raven« als Online-Video. Wer es heute verpasst, kann es später immerhin noch als DVD erwerben.

[via snowflakes & blackvampires]

Audition

Donnerstag, den 30. Oktober 2008

Szenenfoto aus: »Audition« von Takashi Miike
Szenenfoto aus: »Audition« von Takashi Miike

••• Heute startet in München das Asia Filmfest. Die Herzdame ist diesmal als echte Afficionada mit Flatrate-Ticket dabei. Wie viele Filme genau sie ansehen will, weiß ich gar nicht. (Sie wird sicher im Blog berichten.) Ich werde die Kinder hüten, aber dank Babysitter doch auch einige der für gewöhnlich »verstörenden« asiatischen Streifen anschauen.

Das erinnert mich an einen wirklich heftigen Film, den wir vor längerer Zeit auf DVD angesehen haben: »Audition« von Takashi Miike.

Der Freund eines einsamen Witwers lädt zu einem Vorsprechen für eine Filmrolle ein. Allerdings soll gar kein Film gedreht werden. Er hofft lediglich, sein Buddy könnte unter den hübschen Mädchen, die sich vorstellen, eine neue Frau und damit auch wieder Freude finden. Die Frau bekommt er. Mit der Freude klappt es nicht so ganz. Der Film beginnt als klassisches romance drama und taumelt dann in die tiefsten Abgründe des Horrors. Nicht jedermanns Geschmack und definitv nichts für Leute mit schwachen Nerven.

Stichel, stichel, stichel – stich! …

Den könnten wir eigentlich mal wieder ansehen…

PS: Der Film hat auch einen deutschen Wikipedia-Eintrag.