Weil wir gerade von Orwell sprachen…
Sonntag, den 10. August 2008
Ohne Worte – gefunden auf: ffffound.com

Ohne Worte – gefunden auf: ffffound.com
Es gibt Menschen, die glauben jeden Quatsch, der in einem Blog geschrieben wird. Ein Blog schreibt per Definition nur derjenige, dem sonst niemand zuhört.
Robert Gallo im Interview
mit Vanity Fair (32-33/08)

Gewürzhändler auf dem Shuk in der Altstadt von Jerusalem
••• Ich habe eine Mail bekommen von Yechezkel und Lisa aus Ofra. Während meiner letzten Reise nach Israel habe ich sie – zusammen mit der Herzdame – besucht. Am Abend fuhren wir gemeinsam mit dem Auto nach Jerusalem und gingen essen in einem japanisch-koreanisch-chinesischen Restaurant.
Yechezkel hat eine Passion: Er liebt exotische Früchte und versucht, verschiedene Fruchtbäume in seinem Garten in Ofra zu kultivieren, auch wenn sie im dortigen Klima nicht unbedingt die besten Voraussetzungen vorfinden, um Früchte zu tragen. Was das Wetter nicht schafft, erreicht er mit Liebe. Anders kann ich es weder beschreiben, noch mir erklären, was da alles in seinem Garten wächst.
••• Die Herzdame ist ne Wucht: An meinen Körper kommt nur Wasser – und die Edition!
Der Autor dieser “Autobiographischen Fiktionen”, als Sohn protestantischer Missionare aus der Schweiz in Brasilien geboren und aufgewachsen, wandert nach 17 Jahren Zwischenaufenthalt in der Schweiz wieder nach Brasilien aus. Die Rückkehr ins Land seiner Kindheit weckt Erinnerungen. Es ist ein Wiedereintauchen in eine andere Sprache, ein anderes Land und auch eine Wiedebegegnung mit der starken religiösen Prägung, von der er sich über Jahre in einem nicht schmerzfreien Prozess emanzipiert zu haben meinte. Viele bewältigt geglaubte Konflikte brechen erneut auf, da ihnen am früheren Ort des Geschehens nicht mehr ausgewichen werden kann.
Die neue Geographie, so scheint es, erfordert auch eine neue Biographie. Inspiriert von der Form der bekenntnishaften Kolumnen, die Nelson Rodrigues in den Jahren 1967/68 unter dem Titel “A Cabra Vadia” (Die herrenlose Ziege) in Brasilien veröffentlichte, macht sich der Autor daran, seine Biographie aus den Bruchstücken der Erinnerung zu rekonstruieren. Jedes Erzählen aber, so wird schnell deutlich, ist ein Neuerfinden, die erzählte Person wie auch ihre Biographie letzlich eine Fiktion. Die literarische Figur des Autors in diesem Buch trägt nur zufällig den gleichen Namen wie der Autor.
••• Als dritter Titel der Edition Neue Moderne geht heute Markus A. Hedigers “Krötenkarneval” in den Verkauf. Bleibt mir nur, Buch und Autor alles Gute zu wünschen.

via: PostSecret
Stand da nicht was von „Perspektiv-Verschiebungen“. Von „biographischen Elementen“. Und von der „Intention des Autors“?! Ich meine, mal ehrlich: „Intention“?! Wer soll denn damit was anfangen?
••• Gerade lese ich – ich meine, zum ersten Mal in meinem Leben – ein Rundfunkmanuskript, und zwar eines für eine Sendung, die ich als radio- und fernsehloser Banause folgerichtig verpassen musste.
“Der Frontsoldat der Literaturwissenschaft” lautet der Titel der Sendung, und gemeint ist damit niemand anderes als – der Literaturkritiker. Das sind jene, die es immer falsch machen, immer verärgern, folglich von niemandem gemocht werden und überhaupt so etwas wie Parasiten am Leib der Literatur sind.
Selbstmord ist die einzige Todesursache, die zu 100% vermeidbar ist.
••• Es ist absurd. Eine privat gegründete Organisation, von tausenden freiwilligen Helfern getragen und bislang von der (amerikanischen) Regierung unterstützt, muss nun einen heftigen Strafzoll zahlen, weil sie nicht bereit war, sich von der Regierung übernehmen zu lassen. Die kritischen Punkte: Datenschutz und Menschlichkeit. Staatliche Zusagen zum Datenschutz? Fehlanzeige. Als hier vor Monaten jemand via Google nach Selbstmordarten suchte, habe ich die Nummern der Telefon-Hotlines im deutschsprachigen Raum gepostet. Diese Organisation in USA verdient, wie ich finde, Hilfe. Mit einer Spende von einem Dollar ermöglichen Sie, dass drei Anrufe von Hilfesuchenden entgegengenommen werden können.
Im Talmud heißt es: “Wer ein Leben rettet, rettet die Welt”. Hilfe für drei Menschen an der Schwelle des Selbstmords? Für einen Dollar. Das ist preiswert.
via: PostSecret.com
Katzenhai mit Paparazzi-Phobie (Originalton)
••• Ich hatte unter Wasser zwar keine Kamera dabei, aber einer der Tauch-Guides. Dies also ist der Katzenhai, nachdem er sich wieder beruhigt und zum Weiterschlafen entschlossen hatte. Ein paar Fotos von diesem Tauchgang und einigen weiteren gibt es auch.
••• Google digitalisiert unermüdlich die Inhalte von Büchern. Und so kommt es, dass man (wie hier die Herzdame) per Zufall auf eine Veröffentlichung stoßen kann, die das eigene Werk zum Inhalt hat und darüber einiges Erstaunliche behauptet. In diesem Fall handelt es sich um die Anthologie »Contemporary Jewish Writing in Germany: An Anthology« (Leslie Morris, Karen Remmler, erschienen 2002).
Was Literaturwissenschaftler nicht alles zu wissen meinen…
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