Archiv der Kategorie 'Ausser der Reihe'

Präzedenzfall

Dienstag, den 9. Februar 2010

Kaavya Viswanathan: »How Opal Mehta Got Kissed, Got Wild, and Got a Life«

••• Das Feuilleton zu lesen, ist dieser Tage alles andere als ein Vergnügen. Man sehe mir nach, dass ich mich als derzeit definitiv Befangener eines ausführlichen Kommentars enthalte. Eines möchte ich aber doch nicht versäumen zu empfehlen: Wenn die verunsicherte Kritik sich nun windet, möge sie doch einen Blick über den großen Teich werfen. Dort gab es vor vier Jahren einen Präzedenzfall, von dem man lernen kann, wie »unbeabsichtigten Cut-Ups« letztlich Recht widerfährt. »How Opal Mehta Got Kissed, Got Wild, and Got a Life« verursachte 2006 in den Staaten Aufsehen. Alter der Autorin, Ablauf des Geschehens und die Dauer zwischen Kritik-Honeymoon und finaler Versenkung von Autorin und Werk ähneln auffallend dem, was heute mit Helene Hegemann und ihrem Buch »Axolotl Roadkill« geschieht. Es ist keine Komödie.


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Die Bücher der letzten Saison

Montag, den 8. Februar 2010

Library Vomit
via: adriess@tumblr

••• Aus verlässlicher Quelle habe ich erfahren, dass längst nicht alle in die Bibliotheken beförderten Pflichtexemplare dort auch verbleiben. In (vermeintlich) unbeobachteten Momenten erleichtern sich die Bibliotheken und geben einen Großteil der Bücher der letzten Saison unverdaut wieder von sich.

Hoch hinaus

Donnerstag, den 4. Februar 2010

Uptown Tower München
Uptown Tower München

••• Kisten packen. Morgen steht wieder mal ein ungewollter Umzug an. Ich bekomme ein neues Büro in lichter Höhe, im 35. Stock. Dann sitze ich auf schätzungsweise 130 Meter Höhe in der obersten Büroetage des höchsten Gebäudes Münchens. Wenn mir da mal nicht schwindlig wird!

Als das Hochhaus bezogen wurde, bot die Firma Höhenangstüberwindungskurse an. Die waren gut besucht. Der Abschlusstest bestand darin, im obersten Stockwerk ans Fenster zu treten. Die Fassade des Towers ist nämlich komplett verglast, die »Fenster« der Büros also gläserne Wände. Tritt man da heran, kann man über die Schuhspitzen die Autos auf der Straße anpeilen. Das sieht dann in etwa so aus …


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Der unbegangene Weg

Mittwoch, den 3. Februar 2010

Zwei Wege boten sich mir dar,
Ich nahm den Weg, der weniger begangen war,
und das veränderte mein Leben.

••• Letzte Woche stand ich in der Pause der Honing-Quartet-Session rauchend vor der »Unterfahrt« vor einem Plakat und blieb hängen bei den zitierten Zeilen von Robert Frost. Sie sind so manchem womöglich noch in Erinnerung aus dem Film »Der Club der toten Dichter«. In der deutschen Synchronisation wird eben diese Übersetzung bemüht, die … gefällig ist, sich bei genauerem Hinsehen aber doch ein gutes Stück vom Original entfernt.


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War es der Teufel selber?

Donnerstag, den 28. Januar 2010

Devil - © Kerstin S. Klein (2010)
Devil – © Kerstin S. Klein (2010)

••• Unter dem Titel »War es der Teufel selber?« berichtete Milos Vec am 13. Januar auf FAZ.net über ein vermutlich sehr spannendes juristisches Fachbuch von Eric Hilgendorf. Es trägt den Titel »Teufelsglaube und freie Beweiswürdigung. Zur Verarbeitung des ,Übernatürlichen’ im Strafrecht am Beispiel des Exorzismus«, und es geht darin um die Frage, wie sich die heutige zivile Rechtssprechung gegenüber dem »Übernatürlichen« zu verhalten habe – etwa in dem Fall Studentin Anneliese Michel…


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