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	<title>Kommentare zu: P&#228;pstliche Islamophobie</title>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
		<link>http://turmsegler.net/20090222/paepstliche-islamophobie/#comment-7874</link>
		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 22:45:07 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;
positiver und p&#228;dagogischer
&lt;/blockquote&gt;

Ja, ich meine auch, dass das m&#246;glich sein m&#252;sste :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>
positiver und p&#228;dagogischer
</p></blockquote>
<p>Ja, ich meine auch, dass das m&#246;glich sein m&#252;sste :-)</p>
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		<title>Von: Elsa</title>
		<link>http://turmsegler.net/20090222/paepstliche-islamophobie/#comment-7873</link>
		<dc:creator>Elsa</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 21:03:25 +0000</pubDate>
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		<description>Hui! :-)

Ich sprach aus katholischer Warte, weil ich den Vorwurf ja gewohnt bin, wir h&#228;tten das Abendland letztlich durch Psychoterror unter die Fuchtel gebracht. 

Der spirituelle Grundgedanke bei  &quot;Mode ani&quot; scheint mir als gl&#228;ubiger Mensch ja durchaus richtig, was das Danken nach dem Erwachen betrifft, aber sicherlich kann man das positiver und p&#228;dagogischer transportieren, da gebe ich Ihnen allerdings recht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hui! :-)</p>
<p>Ich sprach aus katholischer Warte, weil ich den Vorwurf ja gewohnt bin, wir h&#228;tten das Abendland letztlich durch Psychoterror unter die Fuchtel gebracht. </p>
<p>Der spirituelle Grundgedanke bei  &#8220;Mode ani&#8221; scheint mir als gl&#228;ubiger Mensch ja durchaus richtig, was das Danken nach dem Erwachen betrifft, aber sicherlich kann man das positiver und p&#228;dagogischer transportieren, da gebe ich Ihnen allerdings recht.</p>
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	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
		<link>http://turmsegler.net/20090222/paepstliche-islamophobie/#comment-7872</link>
		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 20:10:51 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Ich denke, dass heute niemand mehr Kinder mit “H&#246;lle” terrorisiert.&lt;/blockquote&gt;

Oha, denken Sie das nicht. Ein Beispiel aus der j&#252;dischen Schule gef&#228;llig? Ein Kind hat Einschlafschwierigkeiten. Und nach Tagen bekommen die Eltern endlich heraus, woran es liegt. Die Kinder haben in der Schule das »Mode ani« gelernt: Gleich nach dem Aufwachen dankt man dem Ewigen, dass er einem die Seele wiedergegeben hat, denn nach kabbalistischer Auffassung ist der Schlaf wie 1/3 Tod. Die Lehrerin teilte den Kindern mit, dass sie damit rechnen m&#252;ssten, ihre Seele eines Morgens nicht wiederzubekommen, wenn sie das Gebet vergessen zu sagen. Der Junge hatte es gelegentlich vergessen und fortan Angst vor dem Einschlafen, weil er meinte, er w&#252;rde nicht mehr erwachen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich denke, dass heute niemand mehr Kinder mit “H&#246;lle” terrorisiert.</p></blockquote>
<p>Oha, denken Sie das nicht. Ein Beispiel aus der j&#252;dischen Schule gef&#228;llig? Ein Kind hat Einschlafschwierigkeiten. Und nach Tagen bekommen die Eltern endlich heraus, woran es liegt. Die Kinder haben in der Schule das »Mode ani« gelernt: Gleich nach dem Aufwachen dankt man dem Ewigen, dass er einem die Seele wiedergegeben hat, denn nach kabbalistischer Auffassung ist der Schlaf wie 1/3 Tod. Die Lehrerin teilte den Kindern mit, dass sie damit rechnen m&#252;ssten, ihre Seele eines Morgens nicht wiederzubekommen, wenn sie das Gebet vergessen zu sagen. Der Junge hatte es gelegentlich vergessen und fortan Angst vor dem Einschlafen, weil er meinte, er w&#252;rde nicht mehr erwachen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Elsa</title>
		<link>http://turmsegler.net/20090222/paepstliche-islamophobie/#comment-7871</link>
		<dc:creator>Elsa</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 20:04:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/?p=2165#comment-7871</guid>
		<description>Ich vermisse einfach &#252;berall (damit meine ich allerdings nicht Ihr Blog, Herr Stein *gg*) das Interesse f&#252;reinander, das Verstehenwollen, und das meine ich auch ganz intellektuell, vom Verstand her. Es ist f&#252;r mich &#252;berhaupt kein Problem, dass Juden Jesus Christus nicht anerkennen, ich selbst habe Jesus lange Jahre nicht als G&#039;ttes Sohn anerkennen k&#246;nnen. Bevor ich mich &#252;ber die Gebete der anderen aufrege, m&#252;sste ich doch erstmal und lieber nach Gemeinsamkeiten suchen, und die sind doch im j&#252;disch-christlichen Verh&#228;ltnis insbesondere sehr spannend. Ich kann als Christin in meinem Verh&#228;ltnis zu G&#039;tt ungeheuer viel von der j&#252;dischen Tradition lernen und ich mache das auch aktiv - lese zum Beispiel gerne auf den Portalen von chabad mit und so weiter. Warum st&#228;rken wir einander nicht lieber im Glauben und dem, was uns verbindet? Ich verstehe es einfach nicht ...  Und im Zusammenhang mit militantem Atheismus auch immer weniger.

Ich denke, dass heute niemand mehr Kinder mit &quot;H&#246;lle&quot; terrorisiert. Wir haben einen katholischen Theologen, der sogar die f&#252;r ihn begr&#252;ndete Hoffnung aussprach, dass die H&#246;lle leer sei. (H. U. v. Balthasar). Als H&#246;lle, so die Auffassung der meisten Theologen, (und wahrscheinlich auch unseres Katechismus, ich habe nicht nachgeschaut), bezeichnet sich ein Zustand der G*ttferne, in dem die Seele leidet, weil sie nicht im Licht leben darf. Auch das Wort Fegefeuer als Bezeichnung f&#252;r den &quot;Bardozustand der Seele&quot; irref&#252;hrend. Die Seele qu&#228;lt sich, aber nicht, weil sie eine Art k&#246;rperliche Verbrennung erleidet, wie es gerne dargestellt wurde, sondern weil sie nicht im g*ttlichen Licht sein darf. 

Eliza darf mich korrigieren, wenn ich versehentlich etwas Unkatholisches gesagt haben sollte, ich habe mich wie gesagt nicht beim Katechismus versichert extra, sondern frei losgeschrieben.

Ansonsten mal wieder herzlichen Dank f&#252;r diesen lesenswerten Artikel!
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich vermisse einfach &#252;berall (damit meine ich allerdings nicht Ihr Blog, Herr Stein *gg*) das Interesse f&#252;reinander, das Verstehenwollen, und das meine ich auch ganz intellektuell, vom Verstand her. Es ist f&#252;r mich &#252;berhaupt kein Problem, dass Juden Jesus Christus nicht anerkennen, ich selbst habe Jesus lange Jahre nicht als G&#8217;ttes Sohn anerkennen k&#246;nnen. Bevor ich mich &#252;ber die Gebete der anderen aufrege, m&#252;sste ich doch erstmal und lieber nach Gemeinsamkeiten suchen, und die sind doch im j&#252;disch-christlichen Verh&#228;ltnis insbesondere sehr spannend. Ich kann als Christin in meinem Verh&#228;ltnis zu G&#8217;tt ungeheuer viel von der j&#252;dischen Tradition lernen und ich mache das auch aktiv &#8211; lese zum Beispiel gerne auf den Portalen von chabad mit und so weiter. Warum st&#228;rken wir einander nicht lieber im Glauben und dem, was uns verbindet? Ich verstehe es einfach nicht &#8230;  Und im Zusammenhang mit militantem Atheismus auch immer weniger.</p>
<p>Ich denke, dass heute niemand mehr Kinder mit &#8220;H&#246;lle&#8221; terrorisiert. Wir haben einen katholischen Theologen, der sogar die f&#252;r ihn begr&#252;ndete Hoffnung aussprach, dass die H&#246;lle leer sei. (H. U. v. Balthasar). Als H&#246;lle, so die Auffassung der meisten Theologen, (und wahrscheinlich auch unseres Katechismus, ich habe nicht nachgeschaut), bezeichnet sich ein Zustand der G*ttferne, in dem die Seele leidet, weil sie nicht im Licht leben darf. Auch das Wort Fegefeuer als Bezeichnung f&#252;r den &#8220;Bardozustand der Seele&#8221; irref&#252;hrend. Die Seele qu&#228;lt sich, aber nicht, weil sie eine Art k&#246;rperliche Verbrennung erleidet, wie es gerne dargestellt wurde, sondern weil sie nicht im g*ttlichen Licht sein darf. </p>
<p>Eliza darf mich korrigieren, wenn ich versehentlich etwas Unkatholisches gesagt haben sollte, ich habe mich wie gesagt nicht beim Katechismus versichert extra, sondern frei losgeschrieben.</p>
<p>Ansonsten mal wieder herzlichen Dank f&#252;r diesen lesenswerten Artikel!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Eliza</title>
		<link>http://turmsegler.net/20090222/paepstliche-islamophobie/#comment-7870</link>
		<dc:creator>Eliza</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 19:04:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/?p=2165#comment-7870</guid>
		<description>Lieber Benjamin,

Ich hoffe, Ihnen nicht zu nahe getreten zu sein. Wenn Sie und alle Leser die Sache ohnehin richtig verstanden hatten, dann war mein Beitrag &#252;berfl&#252;ssig! Aber, so sagte ich mir, man kann ja nie so dumm denken, wie es kommt! ;-)

Herzlichen Dank f&#252;r die Wiedergabe des Alenu-Gebets, das ich auch als Christ nicht verletzend sondern eher als im j&#252;dischen Sinne glaubenstief empfinde. &#196;hnlich verh&#228;lt es sich, wie Sie ebenfalls andeuten, mit der Karfreitagsf&#252;rbitte auf katholischer Seite: Wir haben, denken wir, eine frohe Botschaft, und die wollen wir allen Menschen weitersagen bzw weitergeben. Wieso sollten wir davon ausgerechnet die Juden ausschlie&#223;en wollen! Also beten wir (wenigstens) einmal im Jahr auch f&#252;r sie.

Die gedankliche Verbindung zwischen einer angeblichen Islamophobie des Papstes (als ob der nicht heilfroh w&#228;re, nicht f&#252;r *noch* mehr Menschen den Kopf hinhalten zu m&#252;ssen) und der noch angeblicheren &quot;Rehabilitierung eines Schoah-Leugners&quot; ist mir allerdings unklar. Wie soll das  miteinander zusammenh&#228;ngen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Benjamin,</p>
<p>Ich hoffe, Ihnen nicht zu nahe getreten zu sein. Wenn Sie und alle Leser die Sache ohnehin richtig verstanden hatten, dann war mein Beitrag &#252;berfl&#252;ssig! Aber, so sagte ich mir, man kann ja nie so dumm denken, wie es kommt! ;-)</p>
<p>Herzlichen Dank f&#252;r die Wiedergabe des Alenu-Gebets, das ich auch als Christ nicht verletzend sondern eher als im j&#252;dischen Sinne glaubenstief empfinde. &#196;hnlich verh&#228;lt es sich, wie Sie ebenfalls andeuten, mit der Karfreitagsf&#252;rbitte auf katholischer Seite: Wir haben, denken wir, eine frohe Botschaft, und die wollen wir allen Menschen weitersagen bzw weitergeben. Wieso sollten wir davon ausgerechnet die Juden ausschlie&#223;en wollen! Also beten wir (wenigstens) einmal im Jahr auch f&#252;r sie.</p>
<p>Die gedankliche Verbindung zwischen einer angeblichen Islamophobie des Papstes (als ob der nicht heilfroh w&#228;re, nicht f&#252;r *noch* mehr Menschen den Kopf hinhalten zu m&#252;ssen) und der noch angeblicheren &#8220;Rehabilitierung eines Schoah-Leugners&#8221; ist mir allerdings unklar. Wie soll das  miteinander zusammenh&#228;ngen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
		<link>http://turmsegler.net/20090222/paepstliche-islamophobie/#comment-7869</link>
		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 17:57:09 +0000</pubDate>
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		<description>Sollte meine obige &#196;u&#223;erung missverst&#228;ndlich gewesen sein, dies zur Kl&#228;rung: Dass es sich nach christlichem Verst&#228;ndnis nicht um G&#246;tzendienst handelt,  ist mir durchaus bewusst - nicht zuletzt, da ich das Gespr&#228;ch mit Katholiken auch &#252;ber dieses f&#252;r mich heikle Thema gesucht habe. Dialog also. Die christlich-theologische Deutung ist mir also bekannt. Das &#228;ndert nichts an den j&#252;dischen Quellen, die das anders sehen. Sie sind im &#220;brigen auch nicht unumstritten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sollte meine obige &#196;u&#223;erung missverst&#228;ndlich gewesen sein, dies zur Kl&#228;rung: Dass es sich nach christlichem Verst&#228;ndnis nicht um G&#246;tzendienst handelt,  ist mir durchaus bewusst &#8211; nicht zuletzt, da ich das Gespr&#228;ch mit Katholiken auch &#252;ber dieses f&#252;r mich heikle Thema gesucht habe. Dialog also. Die christlich-theologische Deutung ist mir also bekannt. Das &#228;ndert nichts an den j&#252;dischen Quellen, die das anders sehen. Sie sind im &#220;brigen auch nicht unumstritten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Eliza</title>
		<link>http://turmsegler.net/20090222/paepstliche-islamophobie/#comment-7868</link>
		<dc:creator>Eliza</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 16:44:18 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Benjamin,

Im Prinzip stimme ich Ihnen zu, m&#246;chte aber hier ein drohendes Missverst&#228;ndnis ausr&#228;umen. Sie schreiben:

&lt;blockquote&gt;deren Anbetung von Heiligen, der Jungfrau Maria und nicht zuletzt von Jesus am Kreuz (in dreidimensionaler Darstellung in Form des Kruzifixes) nach Ansicht vieler Talmudgelehrter vollumf&#228;nglich den Tatbestand des G&#246;tzendienstes erf&#252;llt.&lt;/blockquote&gt;


Es wird in der katholischen (der r&#246;misch-katholischen, griechisch-orthodxen und andern katholischen Kirchen) scharf zwischen &quot;anbeten&quot; und &quot;verehren&quot; unterschieden.

Daher ist es richtig, dass alle Christen (auch die nicht-katholischen) Jesus (der nach unserm Glauben der Messias war) als den Gottmenschen in seiner g&#246;ttlichen Natur anbeten. Diese Kultform wird ausschlie&#223;lich f&#252;r Gott reserviert (der auch in seinen andern Ausfaltungen, an die wir glauben, als Gottvater und als Heiliger Geist angebetet wird). In diesem einen und einzigen Gott verehren wir (mit den Juden oder den Moslems) den Sch&#246;pfer und einzigen Allbeweger und M&#228;chtigsten, vor dem kein Ding unm&#246;glich ist: Wir sehen ihn also auch in seiner Ausfaltung als der Gottmensch als einen Gott, der hilft---und ob! :-)---Und wir preisen Gott und bitten ihn unmittelbar um seine Hilfe (soweit wir uns trauen). Dies ist in unserm Verst&#228;ndnis &quot;anbeten&quot;.

Blo&#223;e Heilige dagegen, Maria, irgendwelche Menschen, die sich ganz Gott geweiht haben und von denen in den Kirchen Bilder stehen: Die *verehren* wir nur. Nicht viel anders wie man zB einen herausragenden Wissenschaftler verehren kann: Sie sollen uns Vorbilder sein.

Ferner glauben wir, dass sie verewigt sind, bzw in der Anschauung Gottes leben. Einige Menschen, die sich mit einem Anliegen nicht unmittelbar zu Gott trauen, bitten die Heiligen auch um F&#252;rsprache bei Gott. Indirekt steckt auch in dieser Bitte um F&#252;rsprache die Anbetung des einen Gottes selber, da ja die Heiligen von sich aus nichts bewegen k&#246;nnten.

Es gibt in der Tat den einen oder andern Katholiken, der mal vor einem Heiligenbild kniet: Aber das hat mit der g&#246;tzenanbeterischen Proskinese nichts zu tun, die im Ersten Gebot verboten wird. Dahinter stecken mittelalterliche h&#246;fische Gewohnheiten und immer nicht mehr als eine Verehrung solcher hervorragender Menschen.

Die Bilder sind sowieso nicht die Angebeteten, sondern sie dienen unserer Konzentration auf das Gebet und auf die Meditation. Oder wie Albrecht D&#252;rer zu Zeiten des Bildersturms um 1525 einmal sagte:

&lt;blockquote&gt;Unangesehen dass itzt bei uns und in unseren Zeiten die K&#252;nst der Malerei durch etliche sehr veracht und gesagt will werden, die diene zur Abg&#246;tterei. Dann [denn] ein jeglich Christenmensch wirdet durcvh Gem&#228;l oder Bildnis als wenig zu einem Afterglauben gezogen als ein frummer Mann zu einem Mord, darum, dass er ein Waffen an seiner Seiten tr&#228;gt. Musst wahrlich ein unverst&#228;ndig Mensch sein, der Gem&#228;l, Holz, oder Stein anbeten wollt.&lt;/blockquote&gt;

Die Andanchtsbilder wollen nicht von dem einen Gott weg, sondern zu diesem hinf&#252;hren.

Somit, von unserer Seite her betrachtet, ist dies kein G&#246;tzendienst. W&#252;rden wir die Heiligen anbeten: das w&#228;re G&#246;tzendienst. W&#252;rden wir die Bilder anbeten: das w&#228;re G&#246;tzendienst. Aber das tun wir nicht.

Wir m&#252;ssen wohl die Frage, ob Jesus der Messias bzw ein Gottmensch war, sicher zur&#252;ckstellen J. Aber angebetet wird auch nie ein Kruzifix, sondern der Dargestellte, in dem wir den Erl&#246;ser der Menschheit und die zweite g&#246;ttliche Person (&lt; persona, &#039;Maske&#039;), dh Gott selber sehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Benjamin,</p>
<p>Im Prinzip stimme ich Ihnen zu, m&#246;chte aber hier ein drohendes Missverst&#228;ndnis ausr&#228;umen. Sie schreiben:</p>
<blockquote><p>deren Anbetung von Heiligen, der Jungfrau Maria und nicht zuletzt von Jesus am Kreuz (in dreidimensionaler Darstellung in Form des Kruzifixes) nach Ansicht vieler Talmudgelehrter vollumf&#228;nglich den Tatbestand des G&#246;tzendienstes erf&#252;llt.</p></blockquote>
<p>Es wird in der katholischen (der r&#246;misch-katholischen, griechisch-orthodxen und andern katholischen Kirchen) scharf zwischen &#8220;anbeten&#8221; und &#8220;verehren&#8221; unterschieden.</p>
<p>Daher ist es richtig, dass alle Christen (auch die nicht-katholischen) Jesus (der nach unserm Glauben der Messias war) als den Gottmenschen in seiner g&#246;ttlichen Natur anbeten. Diese Kultform wird ausschlie&#223;lich f&#252;r Gott reserviert (der auch in seinen andern Ausfaltungen, an die wir glauben, als Gottvater und als Heiliger Geist angebetet wird). In diesem einen und einzigen Gott verehren wir (mit den Juden oder den Moslems) den Sch&#246;pfer und einzigen Allbeweger und M&#228;chtigsten, vor dem kein Ding unm&#246;glich ist: Wir sehen ihn also auch in seiner Ausfaltung als der Gottmensch als einen Gott, der hilft&#8212;und ob! :-)&#8212;Und wir preisen Gott und bitten ihn unmittelbar um seine Hilfe (soweit wir uns trauen). Dies ist in unserm Verst&#228;ndnis &#8220;anbeten&#8221;.</p>
<p>Blo&#223;e Heilige dagegen, Maria, irgendwelche Menschen, die sich ganz Gott geweiht haben und von denen in den Kirchen Bilder stehen: Die *verehren* wir nur. Nicht viel anders wie man zB einen herausragenden Wissenschaftler verehren kann: Sie sollen uns Vorbilder sein.</p>
<p>Ferner glauben wir, dass sie verewigt sind, bzw in der Anschauung Gottes leben. Einige Menschen, die sich mit einem Anliegen nicht unmittelbar zu Gott trauen, bitten die Heiligen auch um F&#252;rsprache bei Gott. Indirekt steckt auch in dieser Bitte um F&#252;rsprache die Anbetung des einen Gottes selber, da ja die Heiligen von sich aus nichts bewegen k&#246;nnten.</p>
<p>Es gibt in der Tat den einen oder andern Katholiken, der mal vor einem Heiligenbild kniet: Aber das hat mit der g&#246;tzenanbeterischen Proskinese nichts zu tun, die im Ersten Gebot verboten wird. Dahinter stecken mittelalterliche h&#246;fische Gewohnheiten und immer nicht mehr als eine Verehrung solcher hervorragender Menschen.</p>
<p>Die Bilder sind sowieso nicht die Angebeteten, sondern sie dienen unserer Konzentration auf das Gebet und auf die Meditation. Oder wie Albrecht D&#252;rer zu Zeiten des Bildersturms um 1525 einmal sagte:</p>
<blockquote><p>Unangesehen dass itzt bei uns und in unseren Zeiten die K&#252;nst der Malerei durch etliche sehr veracht und gesagt will werden, die diene zur Abg&#246;tterei. Dann [denn] ein jeglich Christenmensch wirdet durcvh Gem&#228;l oder Bildnis als wenig zu einem Afterglauben gezogen als ein frummer Mann zu einem Mord, darum, dass er ein Waffen an seiner Seiten tr&#228;gt. Musst wahrlich ein unverst&#228;ndig Mensch sein, der Gem&#228;l, Holz, oder Stein anbeten wollt.</p></blockquote>
<p>Die Andanchtsbilder wollen nicht von dem einen Gott weg, sondern zu diesem hinf&#252;hren.</p>
<p>Somit, von unserer Seite her betrachtet, ist dies kein G&#246;tzendienst. W&#252;rden wir die Heiligen anbeten: das w&#228;re G&#246;tzendienst. W&#252;rden wir die Bilder anbeten: das w&#228;re G&#246;tzendienst. Aber das tun wir nicht.</p>
<p>Wir m&#252;ssen wohl die Frage, ob Jesus der Messias bzw ein Gottmensch war, sicher zur&#252;ckstellen J. Aber angebetet wird auch nie ein Kruzifix, sondern der Dargestellte, in dem wir den Erl&#246;ser der Menschheit und die zweite g&#246;ttliche Person (&lt; persona, &#8216;Maske&#8217;), dh Gott selber sehen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Alexander Nicolai</title>
		<link>http://turmsegler.net/20090222/paepstliche-islamophobie/#comment-7865</link>
		<dc:creator>Alexander Nicolai</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 14:37:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/?p=2165#comment-7865</guid>
		<description>Sie sprechen mir aus dem Herzen, Benjamin.

Ganz besonders, was die &#039;Glaubensdebatte&#039; betrifft, wundere ich mich &#252;ber alle Ma&#223;en, sowohl &#252;ber die Position der Theisten, die einen wissenschaftlichen Anspruch erheben (siehe &#039;Intelligent Design&#039;), mehr aber noch &#252;ber Wissenschaftler, die ein Fehlen von Gott postulieren.

Als ob, in der Tat Gott im Labor verifizierbar oder falsifizierbar w&#228;re.

Nach reiflicher &#220;berlegung kam ich letztlich zum Schluss, dass derartig dogmatische Auffassungen mit der Sache an sich rein gar nichts zu tun haben, sondern dass es vielmehr darum geht die jeweilige Position in der Meinungsbildung zu festigen, konkret also um weltliche Macht, und keinesfalls um Glauben.

Eine bemerkenswerte Renaissance des alten Konfliktes zwischen Ersten und Zweiten Stand &#252;brigens. Hoffen wir, dass sich das diesmal unblutiger kl&#228;rt, und als Sieger die Vernunft hervorgeht, gewisserma&#223;en als Dritter Stand.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sprechen mir aus dem Herzen, Benjamin.</p>
<p>Ganz besonders, was die &#8216;Glaubensdebatte&#8217; betrifft, wundere ich mich &#252;ber alle Ma&#223;en, sowohl &#252;ber die Position der Theisten, die einen wissenschaftlichen Anspruch erheben (siehe &#8216;Intelligent Design&#8217;), mehr aber noch &#252;ber Wissenschaftler, die ein Fehlen von Gott postulieren.</p>
<p>Als ob, in der Tat Gott im Labor verifizierbar oder falsifizierbar w&#228;re.</p>
<p>Nach reiflicher &#220;berlegung kam ich letztlich zum Schluss, dass derartig dogmatische Auffassungen mit der Sache an sich rein gar nichts zu tun haben, sondern dass es vielmehr darum geht die jeweilige Position in der Meinungsbildung zu festigen, konkret also um weltliche Macht, und keinesfalls um Glauben.</p>
<p>Eine bemerkenswerte Renaissance des alten Konfliktes zwischen Ersten und Zweiten Stand &#252;brigens. Hoffen wir, dass sich das diesmal unblutiger kl&#228;rt, und als Sieger die Vernunft hervorgeht, gewisserma&#223;en als Dritter Stand.</p>
]]></content:encoded>
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