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	<title>Kommentare zu: Ganz und gar unrealistisch!</title>
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	<description>Erinnern &#38; Entdecken</description>
	<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 17:50:33 +0000</pubDate>
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		<title>Von: La Tortuga</title>
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		<dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 21:45:42 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr sch&#246;n gesagt wiedermal! Recht eigentlich ein Gedicht.

Meine Schulbildung lief genau so ab, wie Markus es &lt;a href="http://www.skypaperpress.com/radio/index.php/site/20_08_das_sei_literatur/"&gt;hier&lt;/a&gt; f&#252;r Brasilien schildert. Auf vier Stunden Kommaregeln kam eine Viertelstunde Goethe und Gotthelf. Keine Literaturgeschichte, keine Verkn&#252;pfung mit Geschichte, Philosophie und bildender Kunst, nichts &#252;ber literarische Gattungen und schon gar nichts &#252;ber Poesie ("&#252;ber" Poesie geht ohnehin nicht, entweder man ist IN der Poesie oder man ist &#252;berhaupt nicht). Zeitgen&#246;ssisch null. Dito f&#252;r die Fremdsprachen. Es h&#228;tte mir die Literatur beinah verleidet - fast ein Gl&#252;ck, dass ich damals zur &#220;berbr&#252;ckung auch viel Schund gelesen habe. Wenn ich in den Sch&#252;lerduden "Literatur" 10. Schuljahr schaue, habe ich nichts von dem jemals in 14 Schuljahren geh&#246;rt.

Meine literarische Bildung (na gut, hab ich sie halt!) ist wohl fast eine reine Herzensbildung, ja, eine Sehschule, besser Sinnenschule. Ein paar kanonische Dinge muss man wohl wissen, ob man sie mag oder nicht, das eigne ich mir an (so manches mag ich durchaus). Der Rest ist wie Du sagst: Schauen, Sehen, Staunen. Es braucht die F&#228;higkeit, sich &#252;berraschen und ersch&#252;ttern zu lassen, sich niemals an irgendetwas zu gew&#246;hnen. Es ist ja mehr eine Haltung als eine Bildung. Wohl das, was in der Religion unter ICH BIN (ich bin der ich bin, ich werde etc.) l&#228;uft.

Aber das ist jetzt redundant, du hast ja schon alles gesagt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr sch&#246;n gesagt wiedermal! Recht eigentlich ein Gedicht.</p>
<p>Meine Schulbildung lief genau so ab, wie Markus es <a href="http://www.skypaperpress.com/radio/index.php/site/20_08_das_sei_literatur/">hier</a> f&#252;r Brasilien schildert. Auf vier Stunden Kommaregeln kam eine Viertelstunde Goethe und Gotthelf. Keine Literaturgeschichte, keine Verkn&#252;pfung mit Geschichte, Philosophie und bildender Kunst, nichts &#252;ber literarische Gattungen und schon gar nichts &#252;ber Poesie (&#8221;&#252;ber&#8221; Poesie geht ohnehin nicht, entweder man ist IN der Poesie oder man ist &#252;berhaupt nicht). Zeitgen&#246;ssisch null. Dito f&#252;r die Fremdsprachen. Es h&#228;tte mir die Literatur beinah verleidet - fast ein Gl&#252;ck, dass ich damals zur &#220;berbr&#252;ckung auch viel Schund gelesen habe. Wenn ich in den Sch&#252;lerduden &#8220;Literatur&#8221; 10. Schuljahr schaue, habe ich nichts von dem jemals in 14 Schuljahren geh&#246;rt.</p>
<p>Meine literarische Bildung (na gut, hab ich sie halt!) ist wohl fast eine reine Herzensbildung, ja, eine Sehschule, besser Sinnenschule. Ein paar kanonische Dinge muss man wohl wissen, ob man sie mag oder nicht, das eigne ich mir an (so manches mag ich durchaus). Der Rest ist wie Du sagst: Schauen, Sehen, Staunen. Es braucht die F&#228;higkeit, sich &#252;berraschen und ersch&#252;ttern zu lassen, sich niemals an irgendetwas zu gew&#246;hnen. Es ist ja mehr eine Haltung als eine Bildung. Wohl das, was in der Religion unter ICH BIN (ich bin der ich bin, ich werde etc.) l&#228;uft.</p>
<p>Aber das ist jetzt redundant, du hast ja schon alles gesagt.</p>
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		<title>Von: perkampus</title>
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		<dc:creator>perkampus</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 21:24:00 +0000</pubDate>
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		<description>w&#228;rst du literarisch ungebildet, wie du es sagst, w&#252;rde ich kein wort mit dir wechseln, weil mich dieses klientel nicht nur nicht interessiert, sondern kalt l&#228;&#223;t. ich messe das nicht an mir, mu&#223; ich dazusagen, denn sonst w&#252;rde ich selbstgespr&#228;che f&#252;hren. ich glaube ferner, dass es nicht allein davon abh&#228;ngt, wie viel b&#252;cher jemand gelesen hat (denn davon gibt es eine menge, die wahrscheinlich alles und jeden in den schatten stellen und dennoch keinen schimmer von poesie haben), sondern von der liebe zur sprache, die jemanden einen (seinen) individuellen pfad entlang f&#252;hrt. es geht wie immer um ein denkman&#246;ver, und das hat mit geistigen qualit&#228;ten mehr zu tun als mit dem eigentlich geschriebenem.

das ganze technische gew&#228;sche ist f&#252;r mich irrelevant, denn es ist etwas, das man sich wie das kreuzwortr&#228;tselwissen aneignen kann. der punkt dessen, was literatur ist, liegt in dem, was man sehen kann. literatur ist sicht, schauen, erkennen. man sieht an dem, wie ein dichter vorgeht das, was und wie er schaut. die menschen erkennen die oberfl&#228;che und pr&#228;zisieren sie - das ist dem poetischen geist eine lachsalve wert. wie tief jemand zu schauen vermag, zeigt er in dem, was er schreibt. da stehen sie an der pf&#252;tze und rufen: "bist du da drin?"

da stehen sie vor den b&#228;umen und gellen: "hast du dich in DAS da verwandelt?" da jauchzen sie: "du bist nicht mehr ganz dicht!" f&#252;rwahr, will man denken, f&#252;r euch!-halte ich meine blase nicht zur&#252;ck.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>w&#228;rst du literarisch ungebildet, wie du es sagst, w&#252;rde ich kein wort mit dir wechseln, weil mich dieses klientel nicht nur nicht interessiert, sondern kalt l&#228;&#223;t. ich messe das nicht an mir, mu&#223; ich dazusagen, denn sonst w&#252;rde ich selbstgespr&#228;che f&#252;hren. ich glaube ferner, dass es nicht allein davon abh&#228;ngt, wie viel b&#252;cher jemand gelesen hat (denn davon gibt es eine menge, die wahrscheinlich alles und jeden in den schatten stellen und dennoch keinen schimmer von poesie haben), sondern von der liebe zur sprache, die jemanden einen (seinen) individuellen pfad entlang f&#252;hrt. es geht wie immer um ein denkman&#246;ver, und das hat mit geistigen qualit&#228;ten mehr zu tun als mit dem eigentlich geschriebenem.</p>
<p>das ganze technische gew&#228;sche ist f&#252;r mich irrelevant, denn es ist etwas, das man sich wie das kreuzwortr&#228;tselwissen aneignen kann. der punkt dessen, was literatur ist, liegt in dem, was man sehen kann. literatur ist sicht, schauen, erkennen. man sieht an dem, wie ein dichter vorgeht das, was und wie er schaut. die menschen erkennen die oberfl&#228;che und pr&#228;zisieren sie - das ist dem poetischen geist eine lachsalve wert. wie tief jemand zu schauen vermag, zeigt er in dem, was er schreibt. da stehen sie an der pf&#252;tze und rufen: &#8220;bist du da drin?&#8221;</p>
<p>da stehen sie vor den b&#228;umen und gellen: &#8220;hast du dich in DAS da verwandelt?&#8221; da jauchzen sie: &#8220;du bist nicht mehr ganz dicht!&#8221; f&#252;rwahr, will man denken, f&#252;r euch!-halte ich meine blase nicht zur&#252;ck.</p>
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		<title>Von: La Tortuga</title>
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		<dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 21:11:49 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;die rezension ja eigentlich ein kompliment sein soll&lt;/blockquote&gt;

Nicht eigentlich soll, IST. Aber auch das zu erkennen erfordert ein wenig Leseerfahrung.

&lt;blockquote&gt;liegt die schwierigkeit besonders darin, kaum etwas &#252;ber das buch selbst gesagt zu haben&lt;/blockquote&gt;

Ich (ich oute mich jetzt mal als ich) bin von Natur aus kein Rezensent (weshalb ich nie von Rezension sprach und " " verwendete). Man m&#252;sste ja das Buch zusammenfassen, was einem Buch meist abtr&#228;glich ist (und manchen sogar das Gef&#252;hl gibt, es gar nicht mehr lesen zu m&#252;ssen, aber die sind eh verloren) und dann loss&#252;lzen, betr&#228;ufelt mit ein paar Wermutstropfen, um glaubw&#252;rdig zu bleiben. Man kann noch so gewandt sein im Rezensieren, es l&#228;uft dennoch fast immer auf eine Einebnung hinaus.

&lt;blockquote&gt;die rezension zeigt nat&#252;rlich, worin die rezensorin lebt, mit was sie sich selbst auseinanderzusetzen hat und wie sie dann eine welt aufschl&#228;gt, die ihr wie ein wunder vorkommen mu&#223;.&lt;/blockquote&gt;

Immer sch&#246;n gemach. Ich bin in nichts, sondern ganz ausserhalb. Habe ein wenig den Eindruck, dass ich diesbez&#252;glich chronisch untersch&#228;tzt werde (w&#228;hrend ich bez&#252;glich literarischer Bildung massiv &#252;bersch&#228;tzt werde, ich habe KEINERLEI literarische Blidung - erlaubt daf&#252;r einen unverstellteren Blick).

Und ja, selbstverst&#228;ndlich ist das Buch ein Wunder, es kommt einem nicht nur so vor. Aber das klingt nun doch ein wenig so, als h&#228;tte mich jener obskure Autor namens p.- sozusagen literarisch entjungfert (ha, diese Dichterphantasien sind l&#228;ngst durchschaut!!); w&#228;r ja noch sch&#246;ner! Ich bin unter anderem deshalb ein ungl&#252;cklicher Mensch, weil ich immer wieder in Wunder stolpere, so selten sind sie dann doch nicht.

Der Uhrentr&#228;ger ist eine H&#246;chstleistung. Nat&#252;rlich k&#246;nnte ich das offen sagen. Aber "offen" ist ja nun nicht eben kunstvoll. Das ist etwas f&#252;r Jungfrauen und Gummipunzen. (Pffffff!!)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>die rezension ja eigentlich ein kompliment sein soll</p></blockquote>
<p>Nicht eigentlich soll, IST. Aber auch das zu erkennen erfordert ein wenig Leseerfahrung.</p>
<blockquote><p>liegt die schwierigkeit besonders darin, kaum etwas &#252;ber das buch selbst gesagt zu haben</p></blockquote>
<p>Ich (ich oute mich jetzt mal als ich) bin von Natur aus kein Rezensent (weshalb ich nie von Rezension sprach und &#8221; &#8221; verwendete). Man m&#252;sste ja das Buch zusammenfassen, was einem Buch meist abtr&#228;glich ist (und manchen sogar das Gef&#252;hl gibt, es gar nicht mehr lesen zu m&#252;ssen, aber die sind eh verloren) und dann loss&#252;lzen, betr&#228;ufelt mit ein paar Wermutstropfen, um glaubw&#252;rdig zu bleiben. Man kann noch so gewandt sein im Rezensieren, es l&#228;uft dennoch fast immer auf eine Einebnung hinaus.</p>
<blockquote><p>die rezension zeigt nat&#252;rlich, worin die rezensorin lebt, mit was sie sich selbst auseinanderzusetzen hat und wie sie dann eine welt aufschl&#228;gt, die ihr wie ein wunder vorkommen mu&#223;.</p></blockquote>
<p>Immer sch&#246;n gemach. Ich bin in nichts, sondern ganz ausserhalb. Habe ein wenig den Eindruck, dass ich diesbez&#252;glich chronisch untersch&#228;tzt werde (w&#228;hrend ich bez&#252;glich literarischer Bildung massiv &#252;bersch&#228;tzt werde, ich habe KEINERLEI literarische Blidung - erlaubt daf&#252;r einen unverstellteren Blick).</p>
<p>Und ja, selbstverst&#228;ndlich ist das Buch ein Wunder, es kommt einem nicht nur so vor. Aber das klingt nun doch ein wenig so, als h&#228;tte mich jener obskure Autor namens p.- sozusagen literarisch entjungfert (ha, diese Dichterphantasien sind l&#228;ngst durchschaut!!); w&#228;r ja noch sch&#246;ner! Ich bin unter anderem deshalb ein ungl&#252;cklicher Mensch, weil ich immer wieder in Wunder stolpere, so selten sind sie dann doch nicht.</p>
<p>Der Uhrentr&#228;ger ist eine H&#246;chstleistung. Nat&#252;rlich k&#246;nnte ich das offen sagen. Aber &#8220;offen&#8221; ist ja nun nicht eben kunstvoll. Das ist etwas f&#252;r Jungfrauen und Gummipunzen. (Pffffff!!)</p>
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		<title>Von: perkampus</title>
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		<dc:creator>perkampus</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 20:19:55 +0000</pubDate>
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		<description>ich selbst glaube allerdings (und es mag hier ein merkw&#252;rdiger zufall sein, da&#223; ich den selben namen trage wie der autor), da&#223; man werke des besagten p.- grunds&#228;tzlich ablehnen sollte. was f&#252;r ein autor er auch sein mag (keiner wei&#223; es, dann man liest derartiges zeug gottseidank nicht mehr), spielt anbei keine rolle, denn die gr&#246;&#223;ten kranken waren ja immer schon die besten dichter - in diesem falle aber wohl nicht. ich selbst m&#246;chte warnen, sich eine derartige bildung anzueignen, &#252;berhaupt verstehen zu k&#246;nnen, was dieser typ schreibt. wir ben&#246;tigen leichte kost, wollen uns am&#252;sieren und sind nicht erpicht auf einen sprachfetischisten, der nicht nur leseerfahrung fordert sondern auch noch kenntnis des weltenlaufs. wir sollten doch eher an stereotypen festhalten und an unserer so gescholtenen dummheit (auch ignoranz), mit der wir es schlie&#223;lich zu einer wirtschaftsmacht gebracht haben. und: sind wir nicht alle eigentlich gl&#252;cklich? geht es uns nicht allen unglaublich gut?

sehen sie, es gen&#252;gt doch, wenn wir ausl&#228;ndische autoren diesen kauderwelch fabrizieren lassen und diese dann &#252;bersetzen. wir selbst sollten rein bleiben, sauber nahezu, die wirklichkeit abdr&#252;cken, wie jedermann sie wahrnehmen kann.

mit sprachartistik und kunstfertigkeiten auf allerh&#246;chsten niveau sollten wir uns niemals identifizieren.

hehe...

andernfalls. die rezension zeigt nat&#252;rlich, worin die rezensorin lebt, mit was sie sich selbst auseinanderzusetzen hat und wie sie dann eine welt aufschl&#228;gt, die ihr wie ein wunder vorkommen mu&#223;. das war eigentlich das einzige, das mich selbst verwundert hat, denn ich wei&#223; sehr wohl, da&#223; die rezensorin literarisch nicht ungebildet ist.

lassen wir einmal au&#223;er acht, da&#223; die rezension ja eigentlich ein kompliment sein soll, liegt die schwierigkeit besonders darin, kaum etwas &#252;ber das buch selbst gesagt zu haben, mehr aber &#252;ber die m&#246;gliche herangehensweise jener zeitgenossen, die von vorneherein mit literarischen h&#246;chstleistungen nichts anzufangen wissen.

der uhrentr&#228;ger ist so eine h&#246;chstleistung, doch kann ein anderer autor (eine autorin) das schlecht so offen sagen, ohne da&#223; sie/er gleich den vorwurf ernten wird, meinen schwanz derart gut zu lutschen, da&#223; sich sogar meine elektrische gummipunze eine scheibe davon abschneiden mu&#223;, will sie mich auch weiterhin inspirieren und nicht schon jetzt auf den elektronikm&#252;ll geworfen werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich selbst glaube allerdings (und es mag hier ein merkw&#252;rdiger zufall sein, da&#223; ich den selben namen trage wie der autor), da&#223; man werke des besagten p.- grunds&#228;tzlich ablehnen sollte. was f&#252;r ein autor er auch sein mag (keiner wei&#223; es, dann man liest derartiges zeug gottseidank nicht mehr), spielt anbei keine rolle, denn die gr&#246;&#223;ten kranken waren ja immer schon die besten dichter - in diesem falle aber wohl nicht. ich selbst m&#246;chte warnen, sich eine derartige bildung anzueignen, &#252;berhaupt verstehen zu k&#246;nnen, was dieser typ schreibt. wir ben&#246;tigen leichte kost, wollen uns am&#252;sieren und sind nicht erpicht auf einen sprachfetischisten, der nicht nur leseerfahrung fordert sondern auch noch kenntnis des weltenlaufs. wir sollten doch eher an stereotypen festhalten und an unserer so gescholtenen dummheit (auch ignoranz), mit der wir es schlie&#223;lich zu einer wirtschaftsmacht gebracht haben. und: sind wir nicht alle eigentlich gl&#252;cklich? geht es uns nicht allen unglaublich gut?</p>
<p>sehen sie, es gen&#252;gt doch, wenn wir ausl&#228;ndische autoren diesen kauderwelch fabrizieren lassen und diese dann &#252;bersetzen. wir selbst sollten rein bleiben, sauber nahezu, die wirklichkeit abdr&#252;cken, wie jedermann sie wahrnehmen kann.</p>
<p>mit sprachartistik und kunstfertigkeiten auf allerh&#246;chsten niveau sollten wir uns niemals identifizieren.</p>
<p>hehe&#8230;</p>
<p>andernfalls. die rezension zeigt nat&#252;rlich, worin die rezensorin lebt, mit was sie sich selbst auseinanderzusetzen hat und wie sie dann eine welt aufschl&#228;gt, die ihr wie ein wunder vorkommen mu&#223;. das war eigentlich das einzige, das mich selbst verwundert hat, denn ich wei&#223; sehr wohl, da&#223; die rezensorin literarisch nicht ungebildet ist.</p>
<p>lassen wir einmal au&#223;er acht, da&#223; die rezension ja eigentlich ein kompliment sein soll, liegt die schwierigkeit besonders darin, kaum etwas &#252;ber das buch selbst gesagt zu haben, mehr aber &#252;ber die m&#246;gliche herangehensweise jener zeitgenossen, die von vorneherein mit literarischen h&#246;chstleistungen nichts anzufangen wissen.</p>
<p>der uhrentr&#228;ger ist so eine h&#246;chstleistung, doch kann ein anderer autor (eine autorin) das schlecht so offen sagen, ohne da&#223; sie/er gleich den vorwurf ernten wird, meinen schwanz derart gut zu lutschen, da&#223; sich sogar meine elektrische gummipunze eine scheibe davon abschneiden mu&#223;, will sie mich auch weiterhin inspirieren und nicht schon jetzt auf den elektronikm&#252;ll geworfen werden.</p>
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		<title>Von: La Tortuga</title>
		<link>http://turmsegler.net/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Comments+on+Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fturmsegler.net%2F20080520%2Fganz-und-gar-unrealistisch%2F%23comment-7070&amp;seed_title=Ganz+und+gar+unrealistisch%21#comment-7070</link>
		<dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 19:15:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/?p=821#comment-7070</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;Ich will nicht vers&#228;umen, das so br&#252;sk abgelehnte Werk nochmals ausdr&#252;cklich zu empfehlen.&lt;/blockquote&gt;

Ich schliesse mich aus vollem Herzen an! Welche bodenlose Frechheit, diese "Rezension". Das ist geradezu geistige Impotenz. Im &#252;brigen weiss ich aus unsauberen Quellen, dass ein Manuskript der Autorin dieser Schweinerei von ihrem eigenen Verlag noch wesentlich br&#252;sker abgelehnt wurde. Diese neurotische Frau schiebt vermutlich einen gigantischen Komplex und ist offensichtlich von Neid zerfressen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich will nicht vers&#228;umen, das so br&#252;sk abgelehnte Werk nochmals ausdr&#252;cklich zu empfehlen.</p></blockquote>
<p>Ich schliesse mich aus vollem Herzen an! Welche bodenlose Frechheit, diese &#8220;Rezension&#8221;. Das ist geradezu geistige Impotenz. Im &#252;brigen weiss ich aus unsauberen Quellen, dass ein Manuskript der Autorin dieser Schweinerei von ihrem eigenen Verlag noch wesentlich br&#252;sker abgelehnt wurde. Diese neurotische Frau schiebt vermutlich einen gigantischen Komplex und ist offensichtlich von Neid zerfressen.</p>
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