Shift

27. Januar 2008

Code Tattoo

••• Von Programmiersprachen und der ihnen eigenen Poesie war hier schon einmal die Rede. Das C-Programm im obigen Tattoo ist ein wunderbares Beispiel dafür. Ganz vollständig und vielleicht noch eine Spur poetisierter lautet der Code:

#include <stdio.h>

#define iamnot i=0
#define igrow i++

int i;

int main(int argc, char* argv[])
{
   char a[5] = "Hate";
    
   for ( iamnot; i < 3; igrow )
   {
      a[i] = (a[i]>>1+1)*.92+92-(i==1?3:0);
   }

   printf("%s\n", a);
}

Transformiert wird hier ein Wort („Hate“). Solange ich nicht bin, wachse ich. Und verwendet wird der Right Shift Operator. Er verschiebt die Bitmaske um eine Stelle nach rechts. So würde beispielsweise aus 1 eine 0, aus 4 eine 2. Anwenden lässt sich dies auch auf Buchstaben, die letzendlich auch nur durch Bitmuster dargestellt werden. Auf jeden Buchstaben wird die gleiche Transformation angewendet. Und es ergibt sich ein neues Wort, das am Ende ausgegeben wird.

love

Für das Programm finde ich es wichtig, die im Tattoo ausgelassene Zutat (nämlich stdio.h) einzubinden. Diese Datei enthält die Deklaration der Ein- und Ausgabefunktionen wie printf beispielsweise. Denn ganz ohne Interaktion mit der Aussenwelt ist eine solche Transformation wohl nicht zu bewerkstelligen.

Wer könnte dieses Tattoo wohl gefunden haben? Es wurde jedenfalls im Mod-Blog entdeckt, einem Blog, das sich nicht jeder wird anschauen wollen oder können. Für schwachnervige Naturen ist es jedenfalls nicht zu empfehlen. Body Modification wird heutzutage zu Extremen getrieben, die unfassbar sind.

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