Monatsarchiv für Juli 2008

Reichtum und Ehre

Mittwoch, den 30. Juli 2008

והעשר והכבוד מלפניך

Lotto ist eine Steuer, die nur bei Leuten erhoben wird, die nicht rechnen können, pflegte ein Bekannter von mir immer zu sagen. Und weil dieser Satz sich fest in meinem Bewusstsein eingegraben hatte, war es mir, als ich mich eines Tages doch zum Tippen entschloss, sogar ein wenig peinlich.

Aber es heißt auch: Reichtum und Ehre kommen von Gott; und ich denke, das trifft in meinem Fall zu, jedenfalls, was das Geld angeht und wenn man die niedrige sechsstellige Summe, die ich am Ende gewann, schon als wahrhaften Reichtum bezeichnen kann.


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Ein Ritter des Wortes

Montag, den 28. Juli 2008

••• Man kennt das (auch von sich selbst): Kein Autor lässt sich wirklich gern verbessern. Wie denn auch? Schließlich weiß man genau, was man tut. Jedes Wort ist wohl gewählt und sicher an der richtigen Stelle.

Lektoren, erfahren im Umgang mit der Spezies Autor, wissen das und gehen behutsam zu Werke. Bei Zeitungen und Zeitschriften geht es schon rauer zu. Als Redakteur habe ich jeden, aber auch wirklich jeden Beitrag so frisiert bekommen, dass er exakt auf die gewünschte Anzahl Zeilen passte. Nicht immer zum Vergnügen der Autoren.

Es gibt natürlich ganz schlimme Ausrutscher, wie jenen, der letztens einem Kollegen bei der Times unterlief: Er stahl Giles Coren ein Wort, einen unbestimmten Artikel. Hätte er nicht tun sollen. Giles Coren ist ein Ritter des Wortes und nahm Rache.

Übersetzen kann ich diesen Beitrag selbstredend nicht. Ich würde im Leben nicht die Eleganz und Tiefsinnigkeit des Originals reproduzieren können. Und in die Schusslinie eines derart wehrhaften Autors möchte ich lieber nicht geraten.

(Ich lege diesen Beitrag unter der Rubrik “Poetik” ab. Ich denke, das ist dem Gegenstand angemessen.)

Post aus Ofra

Sonntag, den 27. Juli 2008

Gewürzhändler auf dem Shuk in der Altstadt von Jerusalem
Gewürzhändler auf dem Shuk in der Altstadt von Jerusalem

••• Ich habe eine Mail bekommen von Yechezkel und Lisa aus Ofra. Während meiner letzten Reise nach Israel habe ich sie – zusammen mit der Herzdame – besucht. Am Abend fuhren wir gemeinsam mit dem Auto nach Jerusalem und gingen essen in einem japanisch-koreanisch-chinesischen Restaurant.

Yechezkel hat eine Passion: Er liebt exotische Früchte und versucht, verschiedene Fruchtbäume in seinem Garten in Ofra zu kultivieren, auch wenn sie im dortigen Klima nicht unbedingt die besten Voraussetzungen vorfinden, um Früchte zu tragen. Was das Wetter nicht schafft, erreicht er mit Liebe. Anders kann ich es weder beschreiben, noch mir erklären, was da alles in seinem Garten wächst.


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An meinen Körper…

Freitag, den 25. Juli 2008

enm t-shirt

••• Die Herzdame ist ne Wucht: An meinen Körper kommt nur Wasser – und die Edition!

… macht den Hunger wett

Freitag, den 25. Juli 2008

••• Warum bis Sonntag warten? Ich habe das nächste Wechsler-Kapitel heute schon eingelesen. Zu Schöpferischem hat es eh nicht mehr gereicht, und morgen ist schon wieder Freitag. Vielleicht komme ich am Schabbes zu mir und am Sonntag – wieder frisch – weiter.

Der Titel ist eine “code message”. Ob sie wohl ankommt?

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