Monatsarchiv für Mai 2008

Ablenkungen

Sonntag, den 4. Mai 2008

Touching is Believing

••• Es gibt im Moment einfach zu viel Ablenkung. An Schreiben, ja nicht einmal an konzentriertes Lesen ist zu denken. Noch immer bin ich intensiv mit Nichtrauchen beschäftigt. Ich kann es nicht fassen, wie viele Wochen sich dieses “Syndrom” noch hinziehen soll!

Sehr ablenkend auch das neue Telefon…

Ohne Worte

Sonntag, den 4. Mai 2008

Ohne Worte

••• Für jene, die keine Pictogramme lesen können: Unerwünschte Kinder gehören nicht in die Mülltonne. Sie sind den netten Feuerwehrleuten und Krankenschwestern zu übergeben, die sie einer wirtschaftlichen Verwertung zuführen.

via: bb-blog

Tenebrae

Freitag, den 2. Mai 2008

Tregua – Luis Vence
Tregua – © Luis Vence

Nah sind wir Herr,
nahe und greifbar.

Gegriffen schon, Herr,
ineinander verkrallt, als wär
der Leib eines jeden von uns
dein Leib, Herr.

Bete, Herr,
bete zu uns,
wir sind nah.

Windschief gingen wir hin,
gingen wir hin, uns zu bücken
nach Mulde und Maar.

Zur Tränke gingen wir, Herr.

Es war Blut, es war,
was du vergossen, Herr.

Es glänzte.

Es warf uns dein Bild in die Augen, Herr.
Augen und Mund stehn so offen und leer, Herr.
Wir haben getrunken, Herr.
Das Blut und das Bild, das im Blut war, Herr.

Bete, Herr.
Wir sind nah.


aus: “Sprachgitter”

••• Eine Ergänzung zum Video von gestern: “Tenebrae” stammt aus dem Band “Sprachgitter”. Ich war zunächst verwundert über die christliche Symbolik, die man bei Celan nicht vermuten würde. Der Schlüssel zum Verständnis liegt im Titel, dessen Bedeutung ich nachschlagen musste.


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Zwei Gedichte von Luft

Donnerstag, den 1. Mai 2008

Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug (Poem)

Hoffnung und Liebe! Alles zertrümmert!
Und ich selber, gleich einer Leiche,
Die grollend ausgeworfen das Meer,
Lieg ich am Strande,
Am öden, kahlen Strande,
Vor mir woget die Wasserwüste,
Hinter mir liegt nur Kummer und Elend,
Und über mich hin ziehen die Wolken,
Die formlos grauen Töchter der Luft,
Die aus dem Meer, in Nebeleimern,
Das Wasser schöpfen,
Und es mühsam schleppen und schleppen,
Und es wieder verschütten ins Meer,
Ein trübes, langweilges Geschäft,
Und nutzlos, wie mein eignes Leben.

••• Es dauerte einen Moment, bis ich im obigen Video erkannte. Es handelt sich um einen Ausschnitt aus dem Film-Poem oder Poem-Film “Poem – Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug”.

Es lohnt, den Ausschnitt bis zum Ende anzuschauen. Es werden zwei Gedichte inszeniert. Das zweite stammt von : “Tenebrae”. Das muss ich mir einmal heraussuchen und genauer besehen.

Verblüfft war ich bei diesem Video aber besonders vom ersten Gedicht. Ich hatte keine Ahnung, von wem es stammt, wie es heißt. Und nie und nimmer wäre ich auf den Namen des Autors gekommen: Heinrich Heine.


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