Monatsarchiv für April 2008

Gebrannte Mandel

Dienstag, den 29. April 2008

David: Mama, im Spiel wäre ich eine lebendige gebrannte Mandel, und Du hättest mich zum Fressen gern.

Die gebrannte Mandel marschiert los.

Aaliyah: Mama, schau mal! Der David ist eine elektrische Mandel.

David: Ich bin keine “elektrische” Mandel. In mir ist nichts drin und aufziehen kann man mich auch nicht. Ich bin eine echte gebrannte Mandel!

Eine alte Geschichte

Dienstag, den 29. April 2008

L’Animateur - The Animator - Der Trickzeichner

••• Eine alte Geschichte, ein wenig anders erzählt…

Neuerscheinungen

Montag, den 28. April 2008

••• Soeben erschienen in der “Edition Neue Moderne”

Benjamin Stein: Ein anderes Blau (Edition Neue Moderne)
: Ein anderes Blau
Prosa für 7 Stimmen
Edition Neue Moderne 2008
ISBN: 978-3-9523-2364-9

Die ersten 50 Exemplare werden vom Autor nummeriert und signiert.


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Dinger ohne Beleuchtung

Montag, den 28. April 2008

••• Im Chat abgelauscht:

TeddyBear: bücher?

Mike[R]: jo so Dinger ohne Beleuchtung. da braucht man ne Lampe und wenn man da drauf leuchtet kann man da Buchstaben und ganze Sätze erkennen.

TeddyBear: sagt mir grad nichts.

Gefunden bei seanne.at.

Betriebsstörung

Montag, den 28. April 2008

••• Während der letzen 36 Stunden war der Turmsegler mehrfach über längere Zeit nicht erreichbar, was ich erst gestern nacht – nach Ende der Pessach-Schlussfeiertage – bemerkt habe und untersuchen konnte. Inzwischen ist das Problem gefunden und beseitigt. Viel Spaß also wieder beim Turmsegeln.

Verbrannte Bücher

Mittwoch, den 23. April 2008

Denkmal der Bücherverbrennung Berlin Bebelplatz
Denkmal der Bücherverbrennung Berlin Bebelplatz • Foto: Daniel Neugebauer

Das war ein Vorspiel nur. Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.

Heinrich Heine

••• Diesem Heine-Zitat bin ich erst kürzlich wiederbegegnet — in Yad Vashem. Jene Bücherverbrennung ist nun bald 75 Jahre her. Was ich heute bei Szylla lese, war mir tatsächlich neu:

Im Mai 1933, wenige Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, kam es in fast allen größeren Städten Deutschlands zu organisierten und systematisch vorbereiteten Bücherverbrennungen. Sie wurden nicht von der NSDAP oder einem Ministerium organisiert, sondern von der Deutschen Studentenschaft.

Über die lange Tradition von Bücherverbrennungen berichtet ein Wikipedia-Artikel, ein anderer spezifisch über jene Bücherverbrennungen 1933 in Deutschland.

Die Socke des Anstoßes

Dienstag, den 22. April 2008

••• In Bat Yam (Israel) verhaftete die Polizei am Montag Nachmittag einen 27jährigen Yeshiva-Studenten. Er hatte sich in einem Supermarkt entkleidet und trug schließlich nur noch einen Socken als notdürftigen Sichtschutz über seiner Scham. Der Student wollte mit seiner Aktion gegen eine jüngst gefällte Gerichtsentscheidung protestieren, der nach in einigen Geschäften der Verkauf von Chametz zu gestatten sei.

Vor einigen Wochen hatte das Jerusalemer Stadtgericht verfügt, dass das so genannte Matzot-Gesetz, das die Ausstellung von Chametz (Esswaren, die über Pessach für Verzehr und Besitz verboten sind) in öffentlichen Bereichen verbietet, nicht auf Supermärkte, Pizzerien und Restaurants anzuwenden sei, da man sie nicht als “öffentlich” bezeichnen könne.


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Montevideo

Freitag, den 18. April 2008

Montevideo
Mario Benedetti und Juan Carlos Onetti

••• Montevideo - dies für jene, die sich unsicher sind - ist die Hauptstadt von Uruguay. Und als wäre eine geheime, Verbindungen stiftende Macht im Spiel, treffe ich gestern und heute gleich mehrfach auf Uruguay und Montevideo, genauer: auf zwei Autoren, die von dort stammen.


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Der Zentaur im Garten

Freitag, den 18. April 2008

Zentauren - © Kerstin S. Klein (2008)
Zentauren - © Kerstin S. Klein (2008)

Kein Galopp jetzt mehr. Jetzt ist alles gut.

Jetzt sind wir wie alle anderen. Niemand wundert sich mehr über uns. Vorbei die Zeit, wo man uns als absonderlich bezeichnete — weil wir niemals an den Strand gingen, weil Tita, meine Frau, immer Hosen trug. Absonderlich, wir? Nein. Vergangene Woche kam der Geisterbeschwörer Peri zu Tita, und der ist allerdings ein absonderlicher Mann — ein kleiner, schlanker Indiomischling mit spärlichem Bartwuchs, behängt mit Ketten und Ringen, in der Hand einen Stab und von geheimnisvoller Sprache. Es mag ja ungewöhnlich scheinen, daß ein so seltsames Wesen zu uns kommt; aber schließlich kann jeder an der Tür klingeln. Und außerdem — absonderlich gekleidet war er, nicht wir. Wir? Nein. Wir sind von ganz normalem Aussehen.

© Moacyr Scliar (1980, 1985)
Übertragung: Karin von Schweder-Schreiner

••• Im Urlaub habe ich ein Buch erneut gelesen, das ich noch zu DDR-Zeiten gekauft und zum ersten Mal gelesen haben muss: “Der Zentaur im Garten” von .

Halb Mensch, halb Pferd, kommt Guedali, Sohn jüdischer Einwanderer in Brasilien, auf die Welt. Seine Geburt stellt die ratlosen Eltern vor durchaus nicht alltägliche Fragen. Womit ernährt man ein mythologisches Fabelwesen? Wie lässt sich an ihm die Beschneidungszeremonie vollziehen? Vertragen sich Tierleib und der zarte Torso des Kindes?


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Das siebte Blatt der Rose

Donnerstag, den 17. April 2008

Schreibheft Nr. 70

••• Das Schreibheft Nr. 70 - zu dem ich nach der Erstbekanntschaft - natürlich gegriffen habe, hat es mir nicht leicht gemacht. Das zählt ja auch nicht zu den Aufgaben einer Literaturzeitschrift. Aber man ist nicht jeden Tag gleich zugänglich für Experimentelles.

Die von Norbert Hummelt besorgte Neuübersetzung von T. S. Eliots “The Waste Land” knüpft an das Pound-Thema des vorangegangenen Heftes an, denn Pound hat Eliot durch sein Lektorat nicht unwesentlich dabei geholfen, dieses Opus überhaupt zu vollenden! Hummelt geht in seinen anschließend abgedruckten Notaten zur Übersetzung auch auf die bisher verfügbaren Übertragungen ein.

Schließlich bin ich nach einigem irritierten Blättern auf eine für mich echte Neuentdeckung gestoßen: .


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