Monatsarchiv für Februar 2008

Poesiealbum

Montag, den 4. Februar 2008

Poesiealbum wird wieder herausgegeben

••• Der Verlag “neues leben” begann 1967 mit der Herausgabe einer Lyrik-Reihe — klammergeheftet, 32 Seiten, Quartformat — unter dem Reihentitel “Poesiealbum”. Jedes Heft war einem Dichter, einer Dichterin gewidmet. Das erste Heft: Bertolt Brecht. Es folgten monatlich Ausgaben mit Dichtung aus aller Welt. Als die Reihe 1990 eingestellt wurde, waren 276 Ausgaben erschienen in einer Gesamtauflage von fünfeinhalb Millionen, Stückpreis 90 Pfennig, was damals dem Gegenwert eines 3-Pfund-Brotes entsprach.


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Ein Koffer (2)

Sonntag, den 3. Februar 2008

••• Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen von Interesse, was geschah, nachdem ich die Tür geöffnet hatte…


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Ein Koffer (1)

Samstag, den 2. Februar 2008

••• Es könnte also, meinen die Turmsegler-Leser, doch gehen… Also machen wir die Probe aufs Exempel und schauen uns den ersten Teil der Geschichte einmal an, die sich letzte Woche hier zugetragen hat und von der ich längst berichtet hätte, wären mir nicht die erwähnten Zweifel gekommen.


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So geht das nicht

Freitag, den 1. Februar 2008

Für gewöhnlich öffnen wir am Schabbes* nicht die Tür, wenn es klingelt. Familie und Freunde, zumal jüdische, würden am Schabbes nicht klingeln. Sie wären angemeldet und würden, um die vereinbarte Zeit herum, auf der gegenüberliegenden Strassenseite warten, wo man sie vom Fenster aus sehen und nach unten gehen könnte, um sie ins Haus zu lassen.

••• Das ist nun sicher kein schlechter Kapitelanfang. Warum wird die Tür für gewöhnlich nicht geöffnet? Und warum - denn das impliziert das “für gewöhnlich” - wurde sie an einem bestimmten Schabbes doch geöffnet? Und was geschah?

Nur leider geht das so nicht! Denn warum Familie und Freunde an diesem Tag nicht klingeln würden, das versteht der “uneingeweihte” Leser nicht ohne die gigantische Fussnote. Und schon hat das alles nichts mehr mit Literatur zu tun.

Nun sollen die beiden Protagonisten in “Mayim Rabim” aber einfach reden, als wären sie unter sich. Sie würden niemals aus dem Erzählen heraus in einen Vortrag wechseln. Wozu auch?

Wie ich dieses Problem lösen soll, ist mir unklar. Und das ist es auch, was mich im Moment an der Fortsetzung des Textes hindert. Was ich erzählen will, spielt in einer Welt, in der man am Schabbes keinen Klingelknopf drückt. Die Figuren wissen das, die Leser nicht. Und es gibt für die Figuren keinerlei Veranlassung, diesen Umstand zu erklären. Ein Abrücken von der “monologischen Methode”, also dem Erzählen aus dem Zentrum der Figur heraus, kommt nicht in frage. Es muss doch aber einen Weg geben, den Leser dennoch mit in diese Welt zu nehmen…

Aber wie? - Knifflige Sache.


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