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	<title>Kommentare zu: Die folgende Geschichte</title>
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		<title>Von: ANH</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4312</link>
		<dc:creator>ANH</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 07:21:28 +0000</pubDate>
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		<description>Und ich habe eben, &lt;a href=&quot;http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4383520/&quot;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt; dort um 8.48 Uhr&lt;/a&gt;, meiner Haltung noch einmal Fleisch gegeben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und ich habe eben, <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4383520/">&gt;&gt;&gt;&gt; dort um 8.48 Uhr</a>, meiner Haltung noch einmal Fleisch gegeben.</p>
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	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4310</link>
		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 05:10:26 +0000</pubDate>
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		<description>@ANH: Dass Sie auf diese Bemerkung hin sich melden, &#252;berrascht mich nicht. Ich werde - &lt;a href=&quot;http://turmsegler.net/20071025/rechte-des-lesers/&quot; title=&quot;Rechte des Lesers&quot;&gt;wie angek&#252;ndigt&lt;/a&gt; - in den n&#228;chsten Tagen mehr dazu schreiben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ANH: Dass Sie auf diese Bemerkung hin sich melden, &#252;berrascht mich nicht. Ich werde &#8211; <a href="http://turmsegler.net/20071025/rechte-des-lesers/" title="Rechte des Lesers">wie angek&#252;ndigt</a> &#8211; in den n&#228;chsten Tagen mehr dazu schreiben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: ANH</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4308</link>
		<dc:creator>ANH</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 03:42:38 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;nah am Obsz&#246;nen&lt;/blockquote&gt;


Das kann  ich, da ich gerade &lt;a href=&quot;http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4317624/&quot;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt; Marianne Fritz &lt;/a&gt; wiederlese, g a r nicht nachempfinden. Der Leser hat doch auch das Recht darauf, einen &#220;berblick n i c h t zu bekommen, und zwar prinzipiell. Er hat doch das Recht zu erfahren, da&#223; es Bereiche gibt, die seinem Geist schon aus Zeitgr&#252;nden auf ewig unbekannt bleiben werden - und er hat das Recht zu sp&#252;ren, da&#223;, wozu er sich notgedrungenerma&#223;en entscheidet, er sich entscheiden m u &#223;, da&#223; er da keine Wahl hat, auch wenn mehreres zugleich noch so sehr lockt... er hat das Recht, zum Beispiel, auf den Genu&#223; verzichten zu m&#252;ssen, den ihm ein Werk schenken kann, in das er eintaucht. Er hat das Recht auf viel Schmerz.

Ich, meinerseits, habe es bis heute nicht geschafft, ZETTELS TRAUM zu lesen; aber das Buch liegt seit Jahren auf meinem Arbeitstisch, und bisweilen schau ich hinein. Daf&#252;r las ich halt Fritz...

Ich bin dankbar dar&#252;ber, da&#223; es unendlich dicke Romane gibt; dankbar daf&#252;r, da&#223; man in ihnen zum Entdecker werden kann auf wei&#223;en Landkarten, die sich kartographisch jedenfalls nicht von mir f&#252;llen lassen werden. Aber die Ahnung verstr&#246;men: Da ist noch mehr, noch mehr, v i e l mehr...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>nah am Obsz&#246;nen</p></blockquote>
<p>Das kann  ich, da ich gerade <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4317624/">&gt;&gt;&gt;&gt; Marianne Fritz </a> wiederlese, g a r nicht nachempfinden. Der Leser hat doch auch das Recht darauf, einen &#220;berblick n i c h t zu bekommen, und zwar prinzipiell. Er hat doch das Recht zu erfahren, da&#223; es Bereiche gibt, die seinem Geist schon aus Zeitgr&#252;nden auf ewig unbekannt bleiben werden &#8211; und er hat das Recht zu sp&#252;ren, da&#223;, wozu er sich notgedrungenerma&#223;en entscheidet, er sich entscheiden m u &#223;, da&#223; er da keine Wahl hat, auch wenn mehreres zugleich noch so sehr lockt&#8230; er hat das Recht, zum Beispiel, auf den Genu&#223; verzichten zu m&#252;ssen, den ihm ein Werk schenken kann, in das er eintaucht. Er hat das Recht auf viel Schmerz.</p>
<p>Ich, meinerseits, habe es bis heute nicht geschafft, ZETTELS TRAUM zu lesen; aber das Buch liegt seit Jahren auf meinem Arbeitstisch, und bisweilen schau ich hinein. Daf&#252;r las ich halt Fritz&#8230;</p>
<p>Ich bin dankbar dar&#252;ber, da&#223; es unendlich dicke Romane gibt; dankbar daf&#252;r, da&#223; man in ihnen zum Entdecker werden kann auf wei&#223;en Landkarten, die sich kartographisch jedenfalls nicht von mir f&#252;llen lassen werden. Aber die Ahnung verstr&#246;men: Da ist noch mehr, noch mehr, v i e l mehr&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: HerrH</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4174</link>
		<dc:creator>HerrH</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 13:36:47 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;a href=&quot;http://www.mediathek.ac.at/galerien_1/ihr_wort_fuer_die_ewigkeit_1/ihr_wort_fuer_die_ewigkeit/Literatur_2/Elfriede_Jelinek.htm&quot;&gt;Die Frau&lt;/a&gt; hat einfach zu viele Preise eingeheimst, jedenfalls ist es nicht die B&#252;chnerRede in der sie Kis erw&#228;hnt</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediathek.ac.at/galerien_1/ihr_wort_fuer_die_ewigkeit_1/ihr_wort_fuer_die_ewigkeit/Literatur_2/Elfriede_Jelinek.htm">Die Frau</a> hat einfach zu viele Preise eingeheimst, jedenfalls ist es nicht die B&#252;chnerRede in der sie Kis erw&#228;hnt</p>
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		<title>Von: hab</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4172</link>
		<dc:creator>hab</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 13:22:30 +0000</pubDate>
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		<description>naja. lesen sie. und glauben sie. mich interessiert hier in diesem speziellen fall eher die vielfalt der modelle.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>naja. lesen sie. und glauben sie. mich interessiert hier in diesem speziellen fall eher die vielfalt der modelle.</p>
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	<item>
		<title>Von: HerrH</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4171</link>
		<dc:creator>HerrH</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 13:15:41 +0000</pubDate>
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		<description>man kann so einen Roman auch einfach lesen, dann kommt man schon dahinter, die Idee ist dass es irgendwo in den USA einen Ort gibt, in dem von jedem Menschen eine kleine Abhandlung steht..

&lt;blockquote&gt;wie man nun schon auf zig andere zeigen kann.&lt;/blockquote&gt;

ich glaube nicht dass es irgendwo auf der Welt jemanden gibt der wie Kis schreiben kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>man kann so einen Roman auch einfach lesen, dann kommt man schon dahinter, die Idee ist dass es irgendwo in den USA einen Ort gibt, in dem von jedem Menschen eine kleine Abhandlung steht..</p>
<blockquote><p>wie man nun schon auf zig andere zeigen kann.</p></blockquote>
<p>ich glaube nicht dass es irgendwo auf der Welt jemanden gibt der wie Kis schreiben kann.</p>
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		<title>Von: hab</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4170</link>
		<dc:creator>hab</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 13:04:23 +0000</pubDate>
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		<description>auch eine fiktive bibliothek (wie man nun schon auf zig andere zeigen kann). trotzdem danke f&#252;r den hinweis. sehe nur noch nicht den zusammenhang mit der wergensteinschen bibliothek, die sich schon rein physisch anders ausnimmt - bei allem, was ich dazu gefunden habe. zur idee dahinter: dass der theoretische leseakt den tats&#228;chlichen und der tats&#228;chliche immer zwangsL&#196;UFIG den theoretischen nachzeichnen muss, dies aufgrund der r&#228;umlichen anordnung - der hermeneutische zirkel als eigentliche pointe des textes ... darauf finde ich keinen hinweis. muss da &#252;ber die b&#252;cher ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>auch eine fiktive bibliothek (wie man nun schon auf zig andere zeigen kann). trotzdem danke f&#252;r den hinweis. sehe nur noch nicht den zusammenhang mit der wergensteinschen bibliothek, die sich schon rein physisch anders ausnimmt &#8211; bei allem, was ich dazu gefunden habe. zur idee dahinter: dass der theoretische leseakt den tats&#228;chlichen und der tats&#228;chliche immer zwangsL&#196;UFIG den theoretischen nachzeichnen muss, dies aufgrund der r&#228;umlichen anordnung &#8211; der hermeneutische zirkel als eigentliche pointe des textes &#8230; darauf finde ich keinen hinweis. muss da &#252;ber die b&#252;cher &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: HerrH</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4169</link>
		<dc:creator>HerrH</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 12:26:25 +0000</pubDate>
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		<description>Mehr dazu &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Danilo_Ki%C5%A1&quot; title=&quot;wikipedia.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&#187; hier&lt;/a&gt;.

er ist im selben Jahr wie Beckett und Bernhard gestorben, was f&#252;r ein trauriges Jahr....und das Buch welches ich meine hei&#223;t Enzyklop&#228;die der Toten.

Elfriede Jelinek bezog sich in ihrer B&#252;chnerPreisRede darauf, die Rede ist sehr zu empfehlen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr dazu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Danilo_Ki%C5%A1" title="wikipedia.de" target="_blank">&raquo; hier</a>.</p>
<p>er ist im selben Jahr wie Beckett und Bernhard gestorben, was f&#252;r ein trauriges Jahr&#8230;.und das Buch welches ich meine hei&#223;t Enzyklop&#228;die der Toten.</p>
<p>Elfriede Jelinek bezog sich in ihrer B&#252;chnerPreisRede darauf, die Rede ist sehr zu empfehlen.</p>
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	<item>
		<title>Von: hab</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4168</link>
		<dc:creator>hab</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 12:10:37 +0000</pubDate>
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		<description>ist ja interessant. und: wusste ich noch gar nicht. gibts dazu auch eine bibliographische angabe?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ist ja interessant. und: wusste ich noch gar nicht. gibts dazu auch eine bibliographische angabe?</p>
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	<item>
		<title>Von: HerrH</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4167</link>
		<dc:creator>HerrH</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 11:36:06 +0000</pubDate>
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		<description>na ja die idee ist nichts neues, das hat danilo kis auch gemacht, allerdings auf hohen niveau</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>na ja die idee ist nichts neues, das hat danilo kis auch gemacht, allerdings auf hohen niveau</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: hab</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4166</link>
		<dc:creator>hab</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 10:28:03 +0000</pubDate>
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		<description>drehende, kreisende b&#252;cher: als theoretische bzw. als bibliotheksform (wenn man eine bibliothek sich als buch denken mag) hat sich das markus schon vor einiger zeit mit seiner &lt;a href=&quot;http://www.abendschein.ch/index.php/site/comments/umkreisen/&quot;&gt;bibliothek von wergenstein&lt;/a&gt; ausgedacht. das nur am rande ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>drehende, kreisende b&#252;cher: als theoretische bzw. als bibliotheksform (wenn man eine bibliothek sich als buch denken mag) hat sich das markus schon vor einiger zeit mit seiner <a href="http://www.abendschein.ch/index.php/site/comments/umkreisen/">bibliothek von wergenstein</a> ausgedacht. das nur am rande &#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: HerrH</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4165</link>
		<dc:creator>HerrH</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 08:26:27 +0000</pubDate>
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		<description>so sch&#246;n soll M&#252;nchen also sein, dass man aus ihr gr&#252;ssen muss, meine Lieblingsstadt ist im Moment Frankfurt, weil sie wei&#223; wie man verliert und wie man fl&#252;stert, haben sie schon mal im Bankenviertel gestanden und dem Geraschel des Windes gelauscht?  Aber was ist Frankfurt schon gegen Wien und was Wien gegen Budapest und Budapest ist nichts gegen Sarajevo und an Sarajevo kleben die Dinge wie Schatten, die ganz vergessen woher sie kommen. 

Wir lieben  die Kleinigkeiten, wir lieben die Schritte die uns abhanden kommen, alles was wir tun, kann ein Ereignis sein und gewiss darf man nicht aufh&#246;ren Seiten zu z&#228;hlen, aber die Zahl kann man wieder vergessen, weil sie ohne Bedeutung ist, wenn ich Cervantes traurigen Ritter lese, habe ich nicht das Gef&#252;hl tausend Seiten gelesen zu haben, sondern ich habe ein Gef&#252;hl wie man Niederlagen in einen Gewinn umwandeln kann und das ist das wunderbare an Literatur, dass sie es schafft uns Dinge n&#228;her zu bringen, die wir bereits schon kennen, die wir aber erst m&#246;gen, wenn wir dar&#252;ber lesen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>so sch&#246;n soll M&#252;nchen also sein, dass man aus ihr gr&#252;ssen muss, meine Lieblingsstadt ist im Moment Frankfurt, weil sie wei&#223; wie man verliert und wie man fl&#252;stert, haben sie schon mal im Bankenviertel gestanden und dem Geraschel des Windes gelauscht?  Aber was ist Frankfurt schon gegen Wien und was Wien gegen Budapest und Budapest ist nichts gegen Sarajevo und an Sarajevo kleben die Dinge wie Schatten, die ganz vergessen woher sie kommen. </p>
<p>Wir lieben  die Kleinigkeiten, wir lieben die Schritte die uns abhanden kommen, alles was wir tun, kann ein Ereignis sein und gewiss darf man nicht aufh&#246;ren Seiten zu z&#228;hlen, aber die Zahl kann man wieder vergessen, weil sie ohne Bedeutung ist, wenn ich Cervantes traurigen Ritter lese, habe ich nicht das Gef&#252;hl tausend Seiten gelesen zu haben, sondern ich habe ein Gef&#252;hl wie man Niederlagen in einen Gewinn umwandeln kann und das ist das wunderbare an Literatur, dass sie es schafft uns Dinge n&#228;her zu bringen, die wir bereits schon kennen, die wir aber erst m&#246;gen, wenn wir dar&#252;ber lesen</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: andreas louis</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4164</link>
		<dc:creator>andreas louis</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 07:44:58 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Benjamin Stein, die Vorstellung eines Buches von 2500 Seiten in der Gestalt eines Zylinders, ein Buch, das sich vielleicht unabl&#228;ssig im Wind drehen k&#246;nnte, sobald man zur&#252;cktritt, also den Text mit H&#228;nden und Augen verl&#228;sst, sodass man nicht wieder leicht und selbstverst&#228;ndlich an ein und denselben Ort zur&#252;ckkehren k&#246;nnte, - das ist nat&#252;rlich ein Spiel, ein Gedankenspiel. Ich h&#228;tte sehr gerne so ein sich drehendes Buch, zum Beispiel von Alexander Kluge aufgeschrieben. Tausende kleiner Geschichten. Und es dreht sich und dreht sich und dreht sich. Und manchmal komme ich am sich drehenden Buch vorbei und halte es an und steige kurz ein und lese, und manchmal werde ich nicht nicht ganz sicher sein und denken, dass ich die gerade gelesene Geschichte schon einmal wahrgenommen habe oder selbst erlebt. Einen Text, der sich, nat&#252;rlich extrem zur&#252;ckgenommen, wie ein Windtext oder eine Fl&#252;ssigkeit benimmt, k&#246;nntest Du, wenn Du m&#246;chtest, hier besichtigen :  &lt;a href=&quot;http://andreas-louis-seyerlein.de/particles/f/atlantic.htm&quot;&gt;&lt;u&gt;particles&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;. - Und nun zu Deinem Projekt &lt;i&gt;Ein anderes Blau&lt;/i&gt;. Ich habe dieses Blau als einen Hypertext wahrgenommen, weil ich Dein Blau eben nicht als lineraren Text in Zeichensprache auf Papier wahrnehmen kann, sondern verschiedene Eing&#228;nge oder besser -Wahrnehmungsm&#246;glichkeiten vorfinde in der Elektrosp&#228;re. Ich kann lesen : Zeichen, und ich kann h&#246;ren : die Stimme des Autors und Musik. Und wenn ich das richtig verstanden habe, sind ausserdem auf verschiedenen Servern, also in Projekten anderer Autorenrinnen und Autoren Schl&#252;ssel versteckt, so dass sich dorthin weitere Linien er&#246;ffnen. Ja, so meine Rezeption. Das war lang. Jetzt genug. Ich gr&#252;&#223;e zu Dir in meine sch&#246;ne Heimatstadt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Benjamin Stein, die Vorstellung eines Buches von 2500 Seiten in der Gestalt eines Zylinders, ein Buch, das sich vielleicht unabl&#228;ssig im Wind drehen k&#246;nnte, sobald man zur&#252;cktritt, also den Text mit H&#228;nden und Augen verl&#228;sst, sodass man nicht wieder leicht und selbstverst&#228;ndlich an ein und denselben Ort zur&#252;ckkehren k&#246;nnte, &#8211; das ist nat&#252;rlich ein Spiel, ein Gedankenspiel. Ich h&#228;tte sehr gerne so ein sich drehendes Buch, zum Beispiel von Alexander Kluge aufgeschrieben. Tausende kleiner Geschichten. Und es dreht sich und dreht sich und dreht sich. Und manchmal komme ich am sich drehenden Buch vorbei und halte es an und steige kurz ein und lese, und manchmal werde ich nicht nicht ganz sicher sein und denken, dass ich die gerade gelesene Geschichte schon einmal wahrgenommen habe oder selbst erlebt. Einen Text, der sich, nat&#252;rlich extrem zur&#252;ckgenommen, wie ein Windtext oder eine Fl&#252;ssigkeit benimmt, k&#246;nntest Du, wenn Du m&#246;chtest, hier besichtigen :  <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/particles/f/atlantic.htm"><u>particles</u></a>. &#8211; Und nun zu Deinem Projekt <i>Ein anderes Blau</i>. Ich habe dieses Blau als einen Hypertext wahrgenommen, weil ich Dein Blau eben nicht als lineraren Text in Zeichensprache auf Papier wahrnehmen kann, sondern verschiedene Eing&#228;nge oder besser -Wahrnehmungsm&#246;glichkeiten vorfinde in der Elektrosp&#228;re. Ich kann lesen : Zeichen, und ich kann h&#246;ren : die Stimme des Autors und Musik. Und wenn ich das richtig verstanden habe, sind ausserdem auf verschiedenen Servern, also in Projekten anderer Autorenrinnen und Autoren Schl&#252;ssel versteckt, so dass sich dorthin weitere Linien er&#246;ffnen. Ja, so meine Rezeption. Das war lang. Jetzt genug. Ich gr&#252;&#223;e zu Dir in meine sch&#246;ne Heimatstadt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4162</link>
		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 06:27:31 +0000</pubDate>
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		<description>Ich halte es f&#252;r einen Irrtum, dass ein einzelner Autor mit einem einzelnen Werk einen Menschen &#252;ber 2.500 Seiten in irritierender, lustvoller Balance halten kann. Das zu unternehmen, kommt mir schon als Unerh&#246;rtheit vor. Der Leser hat ein Recht, nach ein paar Stunden mit uns sich wieder anderen B&#252;chern, Erfahrungen, Leben zuzuwenden. Unternehmungen wie die &quot;Recherche&quot; erscheinen mir deswegegen zumindest heute als nah am Obsz&#246;nen.

&lt;blockquote&gt;
Blau ist, meiner Ansicht nach, ein klassischer Hypertext, ein mehrstimmiger K&#246;rper, der eben nur in elektrischen R&#228;umen sich entwickeln kann.
&lt;/blockquote&gt;

Das verstehe ich nicht. Es ist immer als Drucktext konzipiert gewesen. Querbez&#252;ge werden nicht hergestellt; und die Verlinkungen aus Blau-Passagen auf Texte, die m&#246;glicherweise referenziert werden oder inspirierten, habe ich auch nicht gesetzt. Kannst Du das vielleicht n&#228;her erkl&#228;ren?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte es f&#252;r einen Irrtum, dass ein einzelner Autor mit einem einzelnen Werk einen Menschen &#252;ber 2.500 Seiten in irritierender, lustvoller Balance halten kann. Das zu unternehmen, kommt mir schon als Unerh&#246;rtheit vor. Der Leser hat ein Recht, nach ein paar Stunden mit uns sich wieder anderen B&#252;chern, Erfahrungen, Leben zuzuwenden. Unternehmungen wie die &#8220;Recherche&#8221; erscheinen mir deswegegen zumindest heute als nah am Obsz&#246;nen.</p>
<blockquote><p>
Blau ist, meiner Ansicht nach, ein klassischer Hypertext, ein mehrstimmiger K&#246;rper, der eben nur in elektrischen R&#228;umen sich entwickeln kann.
</p></blockquote>
<p>Das verstehe ich nicht. Es ist immer als Drucktext konzipiert gewesen. Querbez&#252;ge werden nicht hergestellt; und die Verlinkungen aus Blau-Passagen auf Texte, die m&#246;glicherweise referenziert werden oder inspirierten, habe ich auch nicht gesetzt. Kannst Du das vielleicht n&#228;her erkl&#228;ren?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: andreas louis</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4161</link>
		<dc:creator>andreas louis</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 06:02:42 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke, 2500 Seiten werden auf l&#228;ngere Sicht nicht gen&#252;gen, um ein menschliches Gehirn dauerhaft in einer irritierenden, lustvollen Balance von &#220;berraschung und Wiedererkennen zu halten. Blau ist, meiner Ansicht nach, ein klassischer Hypertext, ein mehrstimmiger K&#246;rper, der eben nur in elektrischen R&#228;umen sich entwickeln kann. Dein Ansatz ist &#252;berzeugend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, 2500 Seiten werden auf l&#228;ngere Sicht nicht gen&#252;gen, um ein menschliches Gehirn dauerhaft in einer irritierenden, lustvollen Balance von &#220;berraschung und Wiedererkennen zu halten. Blau ist, meiner Ansicht nach, ein klassischer Hypertext, ein mehrstimmiger K&#246;rper, der eben nur in elektrischen R&#228;umen sich entwickeln kann. Dein Ansatz ist &#252;berzeugend.</p>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4152</link>
		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 19:03:42 +0000</pubDate>
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		<description>Nun, wenn auch nicht an einen Zylinder gedacht und sicher nicht auf 2.500 Seiten (Du scheinst eine sadistische Ader zu haben... *g) Ein wenig war dies meine Intention beim &lt;a href=&quot;http://turmsegler.net/blau/&quot; title=&quot;Ein anderes Blau&quot;&gt;Blau&lt;/a&gt;. Ein Buch, das man von vorn nach hinten lesen aber ebensogut auch irgendwo aufschlagen kann. Einfach loslesen, sich ein paar Seiten tragen lassen, woandershin bl&#228;ttern - etc.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, wenn auch nicht an einen Zylinder gedacht und sicher nicht auf 2.500 Seiten (Du scheinst eine sadistische Ader zu haben&#8230; *g) Ein wenig war dies meine Intention beim <a href="http://turmsegler.net/blau/" title="Ein anderes Blau">Blau</a>. Ein Buch, das man von vorn nach hinten lesen aber ebensogut auch irgendwo aufschlagen kann. Einfach loslesen, sich ein paar Seiten tragen lassen, woandershin bl&#228;ttern &#8211; etc.</p>
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		<title>Von: andreas louis</title>
		<link>http://turmsegler.net/20071019/die-folgende-geschichte/#comment-4144</link>
		<dc:creator>andreas louis</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Oct 2007 16:21:03 +0000</pubDate>
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		<description>WINDMASCHINE. Einmal ein Buch konstruieren, das rund ist, ein Buch, dessen Seiten so gebunden sind, dass sie einen Zylinder ergeben. Man k&#246;nnte Geschichten in diesem Buch derart anordnen, dass sie, wie in einem Gew&#228;sser Str&#246;mungen, kaum merklich ineinander flie&#223;en, sagen wir f&#252;nftausend kleinste Geschichten auf 2500 Seiten, geschrieben ohne Absatz und ohne eine Seitenangabe. Man steigt irgendwo zu und liest und solange man darauf verzichtet, mit einem Bleistift Zeichen zu setzen, wird man den Eindruck einer Erinnerung nicht los, wird man meinen, schon einmal da und dort gewesen zu sein. - &lt;i&gt;notiz 2.09.2007&lt;/i&gt; 

;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>WINDMASCHINE. Einmal ein Buch konstruieren, das rund ist, ein Buch, dessen Seiten so gebunden sind, dass sie einen Zylinder ergeben. Man k&#246;nnte Geschichten in diesem Buch derart anordnen, dass sie, wie in einem Gew&#228;sser Str&#246;mungen, kaum merklich ineinander flie&#223;en, sagen wir f&#252;nftausend kleinste Geschichten auf 2500 Seiten, geschrieben ohne Absatz und ohne eine Seitenangabe. Man steigt irgendwo zu und liest und solange man darauf verzichtet, mit einem Bleistift Zeichen zu setzen, wird man den Eindruck einer Erinnerung nicht los, wird man meinen, schon einmal da und dort gewesen zu sein. &#8211; <i>notiz 2.09.2007</i> </p>
<p>;-)</p>
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