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	<title>Kommentare zu: Tr&#228;ges Haar</title>
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	<description>Erinnern &#38; Entdecken</description>
	<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 23:40:51 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Herr H</title>
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		<dc:creator>Herr H</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2007 08:38:38 +0000</pubDate>
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		<description>Also ich kauf mir jetzt ein Kopftuch</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also ich kauf mir jetzt ein Kopftuch</p>
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		<title>Von: Markus</title>
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		<dc:creator>Markus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2007 03:56:42 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Ja, das ist sicher ein Grundproblem solcher normativen Systeme, wie ein Religionsgesetz es auch darstellt. Diesem Problem nachzugehen, sich mit ihm auseinanderzusetzen und einen akzeptablen Platz innerhalb des Systems zu finden...&lt;/blockquote&gt;

Akzeptabel kann der Platz nur sein, wenn man das System akzeptiert. Tut man es nicht, wird man vom System nicht akzeptiert. Wenn die Selbstbestimmung von einem fordert, das Haar offen zu tragen, ist die Frage doch: Ist das System offen genug, das zu akzeptieren? Gewisse Systeme sind so starr, dass die Aufweichung einer einzigen Regel, das Abweichen von einem einzigen Iota das gesamte System in Frage stellt. 

Da muss man f&#252;r sich selbst entscheiden, ob man das will: sich einem System unterzuordnen (und damit eine gewisse Bewegungsfreiheit, was Selbstbestimmung betrifft, aufgibt). Ich will das nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ja, das ist sicher ein Grundproblem solcher normativen Systeme, wie ein Religionsgesetz es auch darstellt. Diesem Problem nachzugehen, sich mit ihm auseinanderzusetzen und einen akzeptablen Platz innerhalb des Systems zu finden&#8230;</p></blockquote>
<p>Akzeptabel kann der Platz nur sein, wenn man das System akzeptiert. Tut man es nicht, wird man vom System nicht akzeptiert. Wenn die Selbstbestimmung von einem fordert, das Haar offen zu tragen, ist die Frage doch: Ist das System offen genug, das zu akzeptieren? Gewisse Systeme sind so starr, dass die Aufweichung einer einzigen Regel, das Abweichen von einem einzigen Iota das gesamte System in Frage stellt. </p>
<p>Da muss man f&#252;r sich selbst entscheiden, ob man das will: sich einem System unterzuordnen (und damit eine gewisse Bewegungsfreiheit, was Selbstbestimmung betrifft, aufgibt). Ich will das nicht.</p>
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	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2007 21:06:10 +0000</pubDate>
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		<description>Ja.

Leider ist Selbstbestimmung oft etwas, das man erringen und verteidigen muss - gegen z. T. starke Einfl&#252;sse von aussen. Das gilt ja f&#252;r mich ganz genauso. Und nicht nur in diesem Bereich. Aber es ist ein Ziel, sich nicht in den Kreis der bewusst die Selbstbestimmung Untergrabenden einzureihen. Daf&#252;r muss man aber wohl selbst in die eigene Mitte gependelt sein. Lauter Herausforderungen, so wenig Geschenke... </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja.</p>
<p>Leider ist Selbstbestimmung oft etwas, das man erringen und verteidigen muss - gegen z. T. starke Einfl&#252;sse von aussen. Das gilt ja f&#252;r mich ganz genauso. Und nicht nur in diesem Bereich. Aber es ist ein Ziel, sich nicht in den Kreis der bewusst die Selbstbestimmung Untergrabenden einzureihen. Daf&#252;r muss man aber wohl selbst in die eigene Mitte gependelt sein. Lauter Herausforderungen, so wenig Geschenke&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: ksklein</title>
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		<dc:creator>ksklein</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2007 20:59:20 +0000</pubDate>
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		<description>Selbstbestimmung ist gar nicht so schwer. Es ist aber schwer wenn andere das nicht akzeptieren, oder erst nach Jahren und vor allem wenn die anderen die "richtigen" bzw. die "theoretischen" Gr&#252;nde gegen diese Selbstbestimmung argumentativ besser vorlegen k&#246;nnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstbestimmung ist gar nicht so schwer. Es ist aber schwer wenn andere das nicht akzeptieren, oder erst nach Jahren und vor allem wenn die anderen die &#8220;richtigen&#8221; bzw. die &#8220;theoretischen&#8221; Gr&#252;nde gegen diese Selbstbestimmung argumentativ besser vorlegen k&#246;nnen.</p>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2007 20:38:31 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;
dass das Gesetz wichtiger ist als das pers&#246;nliche Empfinden des Einzelnen
&lt;/blockquote&gt;

Ja, das ist sicher ein Grundproblem solcher normativen Systeme, wie ein Religionsgesetz es auch darstellt. Diesem Problem nachzugehen, sich mit ihm auseinanderzusetzen und einen akzeptablen Platz innerhalb des Systems zu finden, das ist f&#252;r mich ein wichtiger und andauernder Prozess. 

Ich glaube auch, dass Liebe und Empathie der Schl&#252;ssel sind, um solche Konflikte aufzul&#246;sen. Das System selbst behauptet nat&#252;rlich immer, nur selbst Schl&#252;ssel sein zu k&#246;nnen. Und der Hut ist ja f&#252;r den Korb voller Schwierigkeiten nur ein Beispiel. Ich habe mir - scheint es mir heute - zun&#228;chst einmal alle H&#252;te aufsetzen lassen. Die wieder abzunehmen, mag gelingen, aber es ist auch ein Prozess.

Wohin ich wirklich kommen m&#246;chte: Selbstbestimmung in diesen Fragen. Und zwar sowohl f&#252;r mich selbst als auch die anderen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>
dass das Gesetz wichtiger ist als das pers&#246;nliche Empfinden des Einzelnen
</p></blockquote>
<p>Ja, das ist sicher ein Grundproblem solcher normativen Systeme, wie ein Religionsgesetz es auch darstellt. Diesem Problem nachzugehen, sich mit ihm auseinanderzusetzen und einen akzeptablen Platz innerhalb des Systems zu finden, das ist f&#252;r mich ein wichtiger und andauernder Prozess. </p>
<p>Ich glaube auch, dass Liebe und Empathie der Schl&#252;ssel sind, um solche Konflikte aufzul&#246;sen. Das System selbst behauptet nat&#252;rlich immer, nur selbst Schl&#252;ssel sein zu k&#246;nnen. Und der Hut ist ja f&#252;r den Korb voller Schwierigkeiten nur ein Beispiel. Ich habe mir - scheint es mir heute - zun&#228;chst einmal alle H&#252;te aufsetzen lassen. Die wieder abzunehmen, mag gelingen, aber es ist auch ein Prozess.</p>
<p>Wohin ich wirklich kommen m&#246;chte: Selbstbestimmung in diesen Fragen. Und zwar sowohl f&#252;r mich selbst als auch die anderen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: ksklein</title>
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		<dc:creator>ksklein</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2007 20:28:59 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Wenn man dem Gegen&#252;ber mit Liebe und Empathie begegnet, lassen sich Wege finden, Entw&#252;rdigendes, Liebloses, Entehrendes nicht zuzulassen. Will man das jedoch nicht, muss man sich Herzlosigkeit vorwerfen lassen.&lt;/blockquote&gt;

Das Problem ist doch, wenn eine Seite die Sache als lieblos, entehrend oder entw&#252;rdigend betrachtet und die andere Seite das alles aus einer ganz anderen Sicht sieht. Da n&#252;tzt doch Liebe und Empathie nichts, wenn man streng an Regeln festh&#228;lt. Da findet einfach eine Urteil von der einen Seite statt, dass das Gesetz wichtiger ist als das pers&#246;nliche Empfinden des Einzelnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wenn man dem Gegen&#252;ber mit Liebe und Empathie begegnet, lassen sich Wege finden, Entw&#252;rdigendes, Liebloses, Entehrendes nicht zuzulassen. Will man das jedoch nicht, muss man sich Herzlosigkeit vorwerfen lassen.</p></blockquote>
<p>Das Problem ist doch, wenn eine Seite die Sache als lieblos, entehrend oder entw&#252;rdigend betrachtet und die andere Seite das alles aus einer ganz anderen Sicht sieht. Da n&#252;tzt doch Liebe und Empathie nichts, wenn man streng an Regeln festh&#228;lt. Da findet einfach eine Urteil von der einen Seite statt, dass das Gesetz wichtiger ist als das pers&#246;nliche Empfinden des Einzelnen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 18:43:27 +0000</pubDate>
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		<description>Ha! Jetzt hat doch noch jemand das Gedicht in diesem Beitrag bemerkt. Das freut mich.

Das Bild &#252;brigens hat meine Herzdame ausgesucht, bevor sie in Richtung Amsterdam entschwunden ist. Es ist viel sch&#246;ner, als jenes, das ich urspr&#252;nglich ausgesucht hatte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ha! Jetzt hat doch noch jemand das Gedicht in diesem Beitrag bemerkt. Das freut mich.</p>
<p>Das Bild &#252;brigens hat meine Herzdame ausgesucht, bevor sie in Richtung Amsterdam entschwunden ist. Es ist viel sch&#246;ner, als jenes, das ich urspr&#252;nglich ausgesucht hatte.</p>
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	<item>
		<title>Von: HerrH</title>
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		<dc:creator>HerrH</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 18:37:01 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist ein sch&#246;nes Gedicht...und das Bild passt aufreizend gut dazu,
so habe ich den Herrn Stein kennengelernt, mit guten Gedichten und
manche hat er selbergeschrieben</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ein sch&#246;nes Gedicht&#8230;und das Bild passt aufreizend gut dazu,<br />
so habe ich den Herrn Stein kennengelernt, mit guten Gedichten und<br />
manche hat er selbergeschrieben</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 11:20:15 +0000</pubDate>
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		<description>Da kann ich ja nun meinen &lt;a href="http://turmsegler.net/20070815/trages-haar/#comment-3300"&gt;Kommentar von ganz oben&lt;/a&gt; wiederholen, bereinigt von jeglichem Sarkasmus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da kann ich ja nun meinen <a href="http://turmsegler.net/20070815/trages-haar/#comment-3300">Kommentar von ganz oben</a> wiederholen, bereinigt von jeglichem Sarkasmus.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: perkampus</title>
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		<dc:creator>perkampus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 11:05:41 +0000</pubDate>
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		<description>man kann &#252;ber religion wahrlich kaum sprechen, weil von vorneherein klar ist, dass man auf keinen nenner kommt und lediglich akzeptiert oder nicht.

die religion wird an sich nicht abzuschaffen sein, denn das ist ein steckenpferd des menschen, sich irgendwelche dinge zu ersinnen. und ob das nun philosophie oder glaube genannt wird, ist ebenfalls wurscht.

selbstverst&#228;ndlich braucht man einen richtwert und selbst wenn einer nur an angeblich wissenschaftlich-belegbares glaubt (was ja an sich noch viel l&#228;cherlicher ist, als das anzunehmen, wor&#252;ber wir immer wieder stolpern werden - eine grosse kraft, die man von mir aus gott nennt).

religi&#246;s bin ich selbst nicht, aber extrem spirituell. wie man es dreht und wendet: es kann immer alles nur f&#252;r den einzelnen in seiner gegenw&#228;rtigen verfassung richtig sein. will man sich am leben halten, muss ein anderes sterben. da n&#252;tzt uns weder eine moral etwas, noch wird sie etwas an diesem gesetz &#228;ndern. &#228;ndern kann man nur die ansicht: das, was ich esse, ist geringer als ich (als beispiel), also macht es mir nichts aus, das "nahrungsmittel" zu t&#246;ten. ich kann aber auch sagen: ich bin nicht wichtiger oder unwichtiger als eine fliege (was der wahrheit entspr&#228;che). ich bin mir nicht sicher, welches bewusstsein hier zur besseren erkenntnis f&#252;hrt.

religion ist in erster linie macht und politik und die moral, wenn man sie schon erw&#228;hnen muss, eine meist bigotte und verlogene.

gut, darum geht es nicht, denn es f&#252;hrt ja die unm&#246;gliche diskussion fort. ich betone deshalb nur noch einmal den grund meiner "plattheit" und diese hat nichts mit religion zu tun, sondern mit - wie ich schon sagte - frauensch&#228;nderei. dabei ist es mir v&#246;llig wurscht, was die motive sind, ehrbare k&#246;nnen es n&#228;mlich nicht sein (auch hier legt man sich die ansicht nur so hin, dass sie passt.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>man kann &#252;ber religion wahrlich kaum sprechen, weil von vorneherein klar ist, dass man auf keinen nenner kommt und lediglich akzeptiert oder nicht.</p>
<p>die religion wird an sich nicht abzuschaffen sein, denn das ist ein steckenpferd des menschen, sich irgendwelche dinge zu ersinnen. und ob das nun philosophie oder glaube genannt wird, ist ebenfalls wurscht.</p>
<p>selbstverst&#228;ndlich braucht man einen richtwert und selbst wenn einer nur an angeblich wissenschaftlich-belegbares glaubt (was ja an sich noch viel l&#228;cherlicher ist, als das anzunehmen, wor&#252;ber wir immer wieder stolpern werden - eine grosse kraft, die man von mir aus gott nennt).</p>
<p>religi&#246;s bin ich selbst nicht, aber extrem spirituell. wie man es dreht und wendet: es kann immer alles nur f&#252;r den einzelnen in seiner gegenw&#228;rtigen verfassung richtig sein. will man sich am leben halten, muss ein anderes sterben. da n&#252;tzt uns weder eine moral etwas, noch wird sie etwas an diesem gesetz &#228;ndern. &#228;ndern kann man nur die ansicht: das, was ich esse, ist geringer als ich (als beispiel), also macht es mir nichts aus, das &#8220;nahrungsmittel&#8221; zu t&#246;ten. ich kann aber auch sagen: ich bin nicht wichtiger oder unwichtiger als eine fliege (was der wahrheit entspr&#228;che). ich bin mir nicht sicher, welches bewusstsein hier zur besseren erkenntnis f&#252;hrt.</p>
<p>religion ist in erster linie macht und politik und die moral, wenn man sie schon erw&#228;hnen muss, eine meist bigotte und verlogene.</p>
<p>gut, darum geht es nicht, denn es f&#252;hrt ja die unm&#246;gliche diskussion fort. ich betone deshalb nur noch einmal den grund meiner &#8220;plattheit&#8221; und diese hat nichts mit religion zu tun, sondern mit - wie ich schon sagte - frauensch&#228;nderei. dabei ist es mir v&#246;llig wurscht, was die motive sind, ehrbare k&#246;nnen es n&#228;mlich nicht sein (auch hier legt man sich die ansicht nur so hin, dass sie passt.)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Markus</title>
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		<dc:creator>Markus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 09:51:14 +0000</pubDate>
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		<description>@Benjamin: 

&lt;blockquote&gt;Mir ist tats&#228;chlich nicht klar, warum man Fragen wie Verinnerlichung durch Tun etc. nicht am Beispiel der Religion besprechen k&#246;nnen soll. Warum treten hier immer wieder umgehend die Schm&#228;her auf?&lt;/blockquote&gt;

Ich sage nicht, man soll nicht k&#246;nnen. Ich wollte Dich nur darauf hinweisen, was Du zu erwarten hast, wenn Dus tust. H&#228;ttest Du hier eine christliche Tradition oder Moral zur Sprache gebracht, w&#228;ren die Reaktionen noch viel deftiger und plakativer (ich weiss, p.- zu &#252;bertrumpfen ist nicht einfach ;-) ), sicher aber zahlreicher ausgefallen. Dagegen kann man praktisch nichts machen. Wenn man's aber tut, muss man gewappnet sein. 

Eine differenzierte Auseinandersetzung mit Religion (vor allem mit sogenannt monotheistischen) in der &#214;ffentlichkeit (eines Weblogs) ist extrem schwierig. Wir haben das ja &lt;a href="http://hanginglydia.skypaperpress.com/index.php/site/comments/gesetz_und_gnade_ein_mailwechsel_mit_benjamin_stein/"&gt;versucht&lt;/a&gt; und ich bin mir sicher, es blieb so still drumherum, weil wir von Anfang an deutlich machten, dass wir verschiedene Standpunkte vertreten und einander aber mit Respekt begegnen.

Nicht wegdiskutieren l&#228;sst sich die Tatsache, dass religi&#246;se Lebensformen sich immer wieder (auch da rede ich in erster Linie von dem was ich kenne, dem Christentum) durch Herzlosigkeit ausgezeichnet haben und Kirche noch heute nicht gerade mit menschlicher W&#228;rme hausieren geht. Das steckt tief in den Menschen drin. Das muss man sich einfach vor Augen halten und entsprechend schreiben - wenn es denn sein muss. 

(Meinen fundamentalistisch-christlichen Freunden sage ich immer: Wenn ihr die Botschaft Christi von Liebe und N&#228;chstenliebe tats&#228;chlich leben w&#252;rdet, m&#252;sstet ihr den Mund gar nicht auftun.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Benjamin: </p>
<blockquote><p>Mir ist tats&#228;chlich nicht klar, warum man Fragen wie Verinnerlichung durch Tun etc. nicht am Beispiel der Religion besprechen k&#246;nnen soll. Warum treten hier immer wieder umgehend die Schm&#228;her auf?</p></blockquote>
<p>Ich sage nicht, man soll nicht k&#246;nnen. Ich wollte Dich nur darauf hinweisen, was Du zu erwarten hast, wenn Dus tust. H&#228;ttest Du hier eine christliche Tradition oder Moral zur Sprache gebracht, w&#228;ren die Reaktionen noch viel deftiger und plakativer (ich weiss, p.- zu &#252;bertrumpfen ist nicht einfach ;-) ), sicher aber zahlreicher ausgefallen. Dagegen kann man praktisch nichts machen. Wenn man&#8217;s aber tut, muss man gewappnet sein. </p>
<p>Eine differenzierte Auseinandersetzung mit Religion (vor allem mit sogenannt monotheistischen) in der &#214;ffentlichkeit (eines Weblogs) ist extrem schwierig. Wir haben das ja <a href="http://hanginglydia.skypaperpress.com/index.php/site/comments/gesetz_und_gnade_ein_mailwechsel_mit_benjamin_stein/">versucht</a> und ich bin mir sicher, es blieb so still drumherum, weil wir von Anfang an deutlich machten, dass wir verschiedene Standpunkte vertreten und einander aber mit Respekt begegnen.</p>
<p>Nicht wegdiskutieren l&#228;sst sich die Tatsache, dass religi&#246;se Lebensformen sich immer wieder (auch da rede ich in erster Linie von dem was ich kenne, dem Christentum) durch Herzlosigkeit ausgezeichnet haben und Kirche noch heute nicht gerade mit menschlicher W&#228;rme hausieren geht. Das steckt tief in den Menschen drin. Das muss man sich einfach vor Augen halten und entsprechend schreiben - wenn es denn sein muss. </p>
<p>(Meinen fundamentalistisch-christlichen Freunden sage ich immer: Wenn ihr die Botschaft Christi von Liebe und N&#228;chstenliebe tats&#228;chlich leben w&#252;rdet, m&#252;sstet ihr den Mund gar nicht auftun.)</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
		<link>http://turmsegler.net/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Comments+on+Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fturmsegler.net%2F20070815%2Ftrages-haar%2F%23comment-3306&amp;seed_title=Tr%26%23228%3Bges+Haar#comment-3306</link>
		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 09:44:03 +0000</pubDate>
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		<description>Dass der Mensch f&#252;r die Erde ein Ungl&#252;ck ist, mag durchaus sein. Und dass der Mensch f&#252;r den Menschen allzu oft ein Ungl&#252;ck ist, das ist sicher so.

Ich meine allerdings, dass jegliche Form der Codifizierung des Miteinander von Mensch und Mensch und Mensch und Natur - seien es nun weltliche Gesetze, Religionsgesetze oder der kategorische Imperativ - einen Versuch darstellt, mit diesem Ungl&#252;ck bestm&#246;glich umzugehen, da es nun einmal ist, wie es ist und wir eben da sind.

Das Problem dieser Codifizierungen besteht darin, dass sie notwendig Elemente des Zwanges in sich bergen und damit auch Machtinteressen bedienen k&#246;nnen. Auch die Inquisition war “lediglich” die Executive eines solchen Codex. Gefordert wird aber nicht die Abschaffung aller Gesetze und Executive (Polizei, Finanzamt etc.), sondern die der Religion, vermutlich, weil hier der “Gesetzgeber” ausserhalb des Kontextes steht, der reguliert werden soll, ausserhalb des menschlichen Miteinander. Er ist auch nicht gew&#228;hlt - sehr undemokratisch! - und man kann keine parlamentarische Untersuchungskommission gegen ihn anrufen.

Dieses Verhalten erscheint mir als Merkw&#252;rdigkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der Mensch f&#252;r die Erde ein Ungl&#252;ck ist, mag durchaus sein. Und dass der Mensch f&#252;r den Menschen allzu oft ein Ungl&#252;ck ist, das ist sicher so.</p>
<p>Ich meine allerdings, dass jegliche Form der Codifizierung des Miteinander von Mensch und Mensch und Mensch und Natur - seien es nun weltliche Gesetze, Religionsgesetze oder der kategorische Imperativ - einen Versuch darstellt, mit diesem Ungl&#252;ck bestm&#246;glich umzugehen, da es nun einmal ist, wie es ist und wir eben da sind.</p>
<p>Das Problem dieser Codifizierungen besteht darin, dass sie notwendig Elemente des Zwanges in sich bergen und damit auch Machtinteressen bedienen k&#246;nnen. Auch die Inquisition war “lediglich” die Executive eines solchen Codex. Gefordert wird aber nicht die Abschaffung aller Gesetze und Executive (Polizei, Finanzamt etc.), sondern die der Religion, vermutlich, weil hier der “Gesetzgeber” ausserhalb des Kontextes steht, der reguliert werden soll, ausserhalb des menschlichen Miteinander. Er ist auch nicht gew&#228;hlt - sehr undemokratisch! - und man kann keine parlamentarische Untersuchungskommission gegen ihn anrufen.</p>
<p>Dieses Verhalten erscheint mir als Merkw&#252;rdigkeit.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: perkampus</title>
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		<dc:creator>perkampus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 09:33:08 +0000</pubDate>
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		<description>ich habe nicht die absicht, dich pers&#246;nlich anzugreifen. aber dass religion uns aus dem viehischen emporheben m&#246;chte habe ich noch nirgendwo auch nur ansatzweise bemerkt. und betrachtet man die geschichte der religionen, scheint es mir, die bestie mensch dadurch erst wahrlich geschaffen zu haben.

das ist durchaus mein res&#252;mee: der mensch, der also ein feind der natur ist (ausser nat&#252;rlich in der einzig f&#252;r mich akzeptablen art: der naturreligion) hat auf diesem planeten nichts zu suchen. es ist ein bitteres ungl&#252;ck f&#252;r die erde von diesem wesen vernichtet zu werden.

es ist genau das gegenteil von dem was du sagst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich habe nicht die absicht, dich pers&#246;nlich anzugreifen. aber dass religion uns aus dem viehischen emporheben m&#246;chte habe ich noch nirgendwo auch nur ansatzweise bemerkt. und betrachtet man die geschichte der religionen, scheint es mir, die bestie mensch dadurch erst wahrlich geschaffen zu haben.</p>
<p>das ist durchaus mein res&#252;mee: der mensch, der also ein feind der natur ist (ausser nat&#252;rlich in der einzig f&#252;r mich akzeptablen art: der naturreligion) hat auf diesem planeten nichts zu suchen. es ist ein bitteres ungl&#252;ck f&#252;r die erde von diesem wesen vernichtet zu werden.</p>
<p>es ist genau das gegenteil von dem was du sagst.</p>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 09:22:48 +0000</pubDate>
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		<description>@perkampus: Dass wir andere (emotional) oder auch faktisch durch Berufung auf Gesetze, Umst&#228;nde etc. zu etwas zwingen, das geschieht jedem von uns und regelm&#228;ssig. Also w&#228;ren wir alle Vergewaltiger. Daf&#252;r braucht es keine Religion.

Handelt es sich aber um Religion, dann scheint die Sachlage ganz klar und deutlich zu sein: Reaktion&#228;r, frauenfeindlich, vergewaltigend... etc.

Als ich diesen Beitrag meinem Busenfreund zum Lesen schickte, meinte er: Man muss immer fragen: Wem n&#252;tzt es? Das kann ich hier nicht einmal beantworten. Mir ist nicht geholfen mit einer "klein gehaltenen" Frau.

Aber sollte es darum &#252;berhaupt gehen? Den ganzen Beitrag habe ich doch nur geschrieben, um die erste Zeile des Gedichts ("ist der hut abgelegt") zu beleuchten. Und wie ich hoffe, weist das Gedicht &#252;ber diesen konkreten Hintergrund hinaus und beschreibt etwas Allgemeing&#252;ltiges. Aber wir diskutieren weder &#252;ber die "Angst vor dem Weiblichen" noch &#252;ber die Folgen der Unterdr&#252;ckung von Sexualti&#228;t oder die Frage, ob es denn das "zwanglos fallen" des Haares &#252;berhaupt geben kann.

Denn "nat&#252;rlich", lieber p.-, nat&#252;rlich ist, dass das Alphatier die Kinder der Nebenbuhler auffrisst. Nat&#252;rlich ist das Gesetz des St&#228;rkeren, der keine R&#252;cksicht nimmt auf Gef&#252;hl, Rechte Dritter etc. Ja, Religion &lt;em&gt;&lt;strong&gt;ist&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; der Gegenentwurf zum "Nat&#252;rlichen". Sie will uns aus dem Viehischen emporheben, und wir verdanken ihr alle grundlegenden moralischen Werte, auf die sich auch der Atheist heute gern verl&#228;sst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@perkampus: Dass wir andere (emotional) oder auch faktisch durch Berufung auf Gesetze, Umst&#228;nde etc. zu etwas zwingen, das geschieht jedem von uns und regelm&#228;ssig. Also w&#228;ren wir alle Vergewaltiger. Daf&#252;r braucht es keine Religion.</p>
<p>Handelt es sich aber um Religion, dann scheint die Sachlage ganz klar und deutlich zu sein: Reaktion&#228;r, frauenfeindlich, vergewaltigend&#8230; etc.</p>
<p>Als ich diesen Beitrag meinem Busenfreund zum Lesen schickte, meinte er: Man muss immer fragen: Wem n&#252;tzt es? Das kann ich hier nicht einmal beantworten. Mir ist nicht geholfen mit einer &#8220;klein gehaltenen&#8221; Frau.</p>
<p>Aber sollte es darum &#252;berhaupt gehen? Den ganzen Beitrag habe ich doch nur geschrieben, um die erste Zeile des Gedichts (&#8221;ist der hut abgelegt&#8221;) zu beleuchten. Und wie ich hoffe, weist das Gedicht &#252;ber diesen konkreten Hintergrund hinaus und beschreibt etwas Allgemeing&#252;ltiges. Aber wir diskutieren weder &#252;ber die &#8220;Angst vor dem Weiblichen&#8221; noch &#252;ber die Folgen der Unterdr&#252;ckung von Sexualti&#228;t oder die Frage, ob es denn das &#8220;zwanglos fallen&#8221; des Haares &#252;berhaupt geben kann.</p>
<p>Denn &#8220;nat&#252;rlich&#8221;, lieber p.-, nat&#252;rlich ist, dass das Alphatier die Kinder der Nebenbuhler auffrisst. Nat&#252;rlich ist das Gesetz des St&#228;rkeren, der keine R&#252;cksicht nimmt auf Gef&#252;hl, Rechte Dritter etc. Ja, Religion <em><strong>ist</strong></em> der Gegenentwurf zum &#8220;Nat&#252;rlichen&#8221;. Sie will uns aus dem Viehischen emporheben, und wir verdanken ihr alle grundlegenden moralischen Werte, auf die sich auch der Atheist heute gern verl&#228;sst.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 09:11:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/20070815/trages-haar/#comment-3303</guid>
		<description>@Markus: Jegliche Mitzwah zielt auf Verinnerlichung. Sie &lt;em&gt;soll&lt;/em&gt; uns ver&#228;ndern. Was mir hier aber das Problem scheint, ist, dass nicht wir es sind, die ver&#228;ndert werden sollen, sondern dass jemand anders (durch gesellschaftlichen Druck) gezwungen wird, eine Ver&#228;nderung hinzunehmen - nicht f&#252;r sich selbst, sondern f&#252;r andere, hier: die anderen M&#228;nner. Und man kann noch so viele Kommentare und Argumentationen lesen und Zeugen beibringen, die beschw&#246;ren, die Frau f&#252;hle sich doch wohl in der ihr zugewiesenen Rolle - die Rolle bleibt ihr zugewiesen, sie ist nicht gew&#228;hlt.

Mir ist tats&#228;chlich nicht klar, warum man Fragen wie Verinnerlichung durch Tun etc. nicht am Beispiel der Religion besprechen k&#246;nnen soll. Warum treten hier immer wieder umgehend die Schm&#228;her auf? Als g&#228;be es im arelig&#246;sen Leben keine Zw&#228;nge, keine Unfreiheiten, keine "twisted arguments".

Leider erw&#228;hnt &#252;brigens der verlinkte Beitrag nicht den Umstand, dass die Sotah-Zeremonie bereits vor der Zerst&#246;rung des Tempels nicht mehr durchgef&#252;hrt wurde, weil sich das Problem, das hier gel&#246;st werden soll, auch auf andere Weise, ohne Publikum und ohne &#246;ffentliche Dem&#252;tigung l&#246;sen l&#228;sst. 

Es gibt andere Beispiele f&#252;r Mitzwot d'Oraita (Gesetze direkten Torah-Ursprungs), die nicht mehr praktiziert werden, etwa &lt;a href="http://www.askmoses.com/article.html?h=121&#038;o=176" title="What is Yibum?"&gt;Yibum&lt;/a&gt;, die Schwagerehe. Wann immer jemand heute in eine solche Situation kommt, unterzieht er sich der - urspr&#252;nglich als entehrend gedachten - heute jedoch von Entehrendem v&#246;llig befreiten Prozedur von &lt;a href="http://www.askmoses.com/article.html?h=121&#038;o=177" title="What is Chalitzah?"&gt;Chalitzah&lt;/a&gt;.

Mich erinnert das ein wenig an &lt;a href="http://hanginglydia.skypaperpress.com/index.php/site/was_ist_gute_literatur/" title="Was ist gute Literatur?"&gt;deinen Beitrag von letztens&lt;/a&gt;. Wenn man dem Gegen&#252;ber mit Liebe und Empathie begegnet, lassen sich Wege finden, Entw&#252;rdigendes, Liebloses, Entehrendes nicht zuzulassen. Will man das jedoch nicht, muss man sich Herzlosigkeit vorwerfen lassen.

Und das ist es, was mich hier vor allem besch&#228;ftigt: Herzlosigkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Markus: Jegliche Mitzwah zielt auf Verinnerlichung. Sie <em>soll</em> uns ver&#228;ndern. Was mir hier aber das Problem scheint, ist, dass nicht wir es sind, die ver&#228;ndert werden sollen, sondern dass jemand anders (durch gesellschaftlichen Druck) gezwungen wird, eine Ver&#228;nderung hinzunehmen - nicht f&#252;r sich selbst, sondern f&#252;r andere, hier: die anderen M&#228;nner. Und man kann noch so viele Kommentare und Argumentationen lesen und Zeugen beibringen, die beschw&#246;ren, die Frau f&#252;hle sich doch wohl in der ihr zugewiesenen Rolle - die Rolle bleibt ihr zugewiesen, sie ist nicht gew&#228;hlt.</p>
<p>Mir ist tats&#228;chlich nicht klar, warum man Fragen wie Verinnerlichung durch Tun etc. nicht am Beispiel der Religion besprechen k&#246;nnen soll. Warum treten hier immer wieder umgehend die Schm&#228;her auf? Als g&#228;be es im arelig&#246;sen Leben keine Zw&#228;nge, keine Unfreiheiten, keine &#8220;twisted arguments&#8221;.</p>
<p>Leider erw&#228;hnt &#252;brigens der verlinkte Beitrag nicht den Umstand, dass die Sotah-Zeremonie bereits vor der Zerst&#246;rung des Tempels nicht mehr durchgef&#252;hrt wurde, weil sich das Problem, das hier gel&#246;st werden soll, auch auf andere Weise, ohne Publikum und ohne &#246;ffentliche Dem&#252;tigung l&#246;sen l&#228;sst. </p>
<p>Es gibt andere Beispiele f&#252;r Mitzwot d&#8217;Oraita (Gesetze direkten Torah-Ursprungs), die nicht mehr praktiziert werden, etwa <a href="http://www.askmoses.com/article.html?h=121&#038;o=176" title="What is Yibum?">Yibum</a>, die Schwagerehe. Wann immer jemand heute in eine solche Situation kommt, unterzieht er sich der - urspr&#252;nglich als entehrend gedachten - heute jedoch von Entehrendem v&#246;llig befreiten Prozedur von <a href="http://www.askmoses.com/article.html?h=121&#038;o=177" title="What is Chalitzah?">Chalitzah</a>.</p>
<p>Mich erinnert das ein wenig an <a href="http://hanginglydia.skypaperpress.com/index.php/site/was_ist_gute_literatur/" title="Was ist gute Literatur?">deinen Beitrag von letztens</a>. Wenn man dem Gegen&#252;ber mit Liebe und Empathie begegnet, lassen sich Wege finden, Entw&#252;rdigendes, Liebloses, Entehrendes nicht zuzulassen. Will man das jedoch nicht, muss man sich Herzlosigkeit vorwerfen lassen.</p>
<p>Und das ist es, was mich hier vor allem besch&#228;ftigt: Herzlosigkeit.</p>
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		<title>Von: perkampus</title>
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		<dc:creator>perkampus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 09:04:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/20070815/trages-haar/#comment-3302</guid>
		<description>stimmt schon: der kommentar ist an sich platt. man k&#246;nnte aber auch sagen: er ist die essenz, wie man auf frauenfeindlichkeit und widernat&#252;rlichkeit zu reagieren hat. da braucht man nicht lange und feinf&#252;hlig daherquaken. ich halte die religionen durch die bank f&#252;r das gr&#246;sste &#252;bel der menschheitsgeschichte.

religion ist politik, w&#228;hrend letzere aber im extremen bereich sehr argw&#246;hnisch betrachtet, darf die religion ihre widerlichkeit auch noch ritualisieren und den menschen weiter aush&#246;hlen und durchl&#246;chern.

nun, und warum so eine plattheit: weil ich religion freilich in all ihren formen bek&#228;mpfen werde. und jetzt w&#228;re ich beim thema meines eigenen blogs: das tue ich, weil mir die menschen eben doch nicht so egal sind, wie ich es dort behaupte.

was, das muss ich erw&#228;hnen, mich aber nicht davon abh&#228;lt, dass der eine diese, der andere jene religion hat - das eben zu respektieren.

ich werde nur etwas ungehalten wenn es um die vergewaltigung von frauen geht. egal in welchem gewand sie daherkommt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>stimmt schon: der kommentar ist an sich platt. man k&#246;nnte aber auch sagen: er ist die essenz, wie man auf frauenfeindlichkeit und widernat&#252;rlichkeit zu reagieren hat. da braucht man nicht lange und feinf&#252;hlig daherquaken. ich halte die religionen durch die bank f&#252;r das gr&#246;sste &#252;bel der menschheitsgeschichte.</p>
<p>religion ist politik, w&#228;hrend letzere aber im extremen bereich sehr argw&#246;hnisch betrachtet, darf die religion ihre widerlichkeit auch noch ritualisieren und den menschen weiter aush&#246;hlen und durchl&#246;chern.</p>
<p>nun, und warum so eine plattheit: weil ich religion freilich in all ihren formen bek&#228;mpfen werde. und jetzt w&#228;re ich beim thema meines eigenen blogs: das tue ich, weil mir die menschen eben doch nicht so egal sind, wie ich es dort behaupte.</p>
<p>was, das muss ich erw&#228;hnen, mich aber nicht davon abh&#228;lt, dass der eine diese, der andere jene religion hat - das eben zu respektieren.</p>
<p>ich werde nur etwas ungehalten wenn es um die vergewaltigung von frauen geht. egal in welchem gewand sie daherkommt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Markus</title>
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		<dc:creator>Markus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 08:35:12 +0000</pubDate>
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		<description>@Benjamin: Ich h&#228;tte nicht so radikal wie p.- reagiert, aber: Du hast mit Deinem Beitrag in ein Wespennest gestochen, das eine differenzierte Reaktion nicht einfach macht. Wenn Religion zur Sprache gebracht wird (und da ist es v&#246;llig egal ob Judentum oder Christentum) und das noch im Zusammenhang mit diesem Thema, muss man sich auf platte Reaktionen gefasst machen.

Ich habe mir die M&#252;he gemacht und bin dem Link zur Sotah-Zeremonie gefolgt. F&#252;r einen, der mit dem orthodoxen Judentum nicht vertraut ist, ist die dortige Argumentation nicht einfach nachzuvollziehen (ich stosse dabei auf ganz &#228;hnliche Schwierigkeiten wie ich sie mit christlichen Argumentarien habe). Alles, was ich dazu sagen kann, ist, dass ich die dort ge&#228;usserte Haltung respektieren muss. 

&lt;blockquote&gt;Und als ich ihr schliesslich zuredete, den Hut abzusetzen, war mir nicht klar, dass er damit zwar nicht mehr auf dem Kopf aber immer noch im Kopf sitzen w&#252;rde.&lt;/blockquote&gt;

Dass dies Dich &#252;berrascht hat, hat mich schon ein bisschen verwundert. F&#252;r jemanden mit christlichem Hintergrund ist Gesetz nie nur Aus&#252;bung, nie nur Tat. Sondern immer verbunden mit einer Verinnerlichung - ob gewollt oder nicht. Ein Christ kann aufh&#246;ren, wie ein Christ zu leben, aber versuche mal, einem Christen das Christentum auszutreiben... (Ich spreche da aus eigener, leidvoller Erfahrung.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Benjamin: Ich h&#228;tte nicht so radikal wie p.- reagiert, aber: Du hast mit Deinem Beitrag in ein Wespennest gestochen, das eine differenzierte Reaktion nicht einfach macht. Wenn Religion zur Sprache gebracht wird (und da ist es v&#246;llig egal ob Judentum oder Christentum) und das noch im Zusammenhang mit diesem Thema, muss man sich auf platte Reaktionen gefasst machen.</p>
<p>Ich habe mir die M&#252;he gemacht und bin dem Link zur Sotah-Zeremonie gefolgt. F&#252;r einen, der mit dem orthodoxen Judentum nicht vertraut ist, ist die dortige Argumentation nicht einfach nachzuvollziehen (ich stosse dabei auf ganz &#228;hnliche Schwierigkeiten wie ich sie mit christlichen Argumentarien habe). Alles, was ich dazu sagen kann, ist, dass ich die dort ge&#228;usserte Haltung respektieren muss. </p>
<blockquote><p>Und als ich ihr schliesslich zuredete, den Hut abzusetzen, war mir nicht klar, dass er damit zwar nicht mehr auf dem Kopf aber immer noch im Kopf sitzen w&#252;rde.</p></blockquote>
<p>Dass dies Dich &#252;berrascht hat, hat mich schon ein bisschen verwundert. F&#252;r jemanden mit christlichem Hintergrund ist Gesetz nie nur Aus&#252;bung, nie nur Tat. Sondern immer verbunden mit einer Verinnerlichung - ob gewollt oder nicht. Ein Christ kann aufh&#246;ren, wie ein Christ zu leben, aber versuche mal, einem Christen das Christentum auszutreiben&#8230; (Ich spreche da aus eigener, leidvoller Erfahrung.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
		<link>http://turmsegler.net/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Comments+on+Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fturmsegler.net%2F20070815%2Ftrages-haar%2F%23comment-3300&amp;seed_title=Tr%26%23228%3Bges+Haar#comment-3300</link>
		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 08:12:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/20070815/trages-haar/#comment-3300</guid>
		<description>Was f&#252;r ein kompetenter, differenzierter und feinf&#252;hliger Kommentar! Ich bin wirklich begeistert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was f&#252;r ein kompetenter, differenzierter und feinf&#252;hliger Kommentar! Ich bin wirklich begeistert.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: perkampus</title>
		<link>http://turmsegler.net/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Comments+on+Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fturmsegler.net%2F20070815%2Ftrages-haar%2F%23comment-3299&amp;seed_title=Tr%26%23228%3Bges+Haar#comment-3299</link>
		<dc:creator>perkampus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 05:57:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/20070815/trages-haar/#comment-3299</guid>
		<description>wie alle religion eben: pervers und krank.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>wie alle religion eben: pervers und krank.</p>
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