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	<title>Kommentare zu: Die Verweigerung im Konjunktiv</title>
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	<description>Erinnern &#38; Entdecken</description>
	<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 04:15:26 +0000</pubDate>
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		<title>Von: nb</title>
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		<dc:creator>nb</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 16:15:39 +0000</pubDate>
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		<description>I'd rather not.</description>
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		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2007 09:32:51 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Auf jeden Fall ein feines Buch, mit einem wunderbar ironischen Ton...&lt;/p&gt;
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Auf jeden Fall ein feines Buch, mit einem wunderbar ironischen Ton&#8230;</p>
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		<title>Von: hab</title>
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		<dc:creator>hab</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2007 09:11:22 +0000</pubDate>
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		<description>zur konsequenzhaftigkeit der symbole: ich habe oben von einer "symbolischen Lebensform" gesprochen. von einem symbolwerden einer figur (vielleicht auch: einer aussage), die einen prozess durchl&#228;uft und mit dem verschwinden erst vollst&#228;ndiges symbol &lt;i&gt;wird&lt;/i&gt;, weil dieser prozess teil des symboles ist. ich sehe da unterschiede zu beckettfiguren, die alle schon symbole &lt;i&gt;sind&lt;/i&gt;. bartlebys ende geh&#246;rt einfach dazu. er st&#252;nde sonst tats&#228;chlich f&#252;r eine ganz andere qualit&#228;t.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>zur konsequenzhaftigkeit der symbole: ich habe oben von einer &#8220;symbolischen Lebensform&#8221; gesprochen. von einem symbolwerden einer figur (vielleicht auch: einer aussage), die einen prozess durchl&#228;uft und mit dem verschwinden erst vollst&#228;ndiges symbol <i>wird</i>, weil dieser prozess teil des symboles ist. ich sehe da unterschiede zu beckettfiguren, die alle schon symbole <i>sind</i>. bartlebys ende geh&#246;rt einfach dazu. er st&#252;nde sonst tats&#228;chlich f&#252;r eine ganz andere qualit&#228;t.</p>
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		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2007 09:01:04 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;also doch verweigerung, nur eine die man selber nicht mehr bestimmen kann. Aber so sind alle literarischen Figuren die "dazwischen" h&#228;ngen, die weder leben noch tot sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir f&#228;llt da immerzu Beckett ein, dessen FIguren genau in diesem Strom weiterschwimmen wo er Bartleby aufh&#246;rt zu schwimmen.&lt;/p&gt;
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		<content:encoded><![CDATA[<p>also doch verweigerung, nur eine die man selber nicht mehr bestimmen kann. Aber so sind alle literarischen Figuren die &#8220;dazwischen&#8221; h&#228;ngen, die weder leben noch tot sind.</p>
<p>Mir f&#228;llt da immerzu Beckett ein, dessen FIguren genau in diesem Strom weiterschwimmen wo er Bartleby aufh&#246;rt zu schwimmen.</p>
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		<title>Von: hab</title>
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		<dc:creator>hab</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2007 08:56:29 +0000</pubDate>
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		<description>der chef ist in der tat die figur, der man sich am vielschichtigsten n&#228;hern k&#246;nnte. und spielt nicht grundlos eine so grosse rolle in der rezeption, die ihn (wenn ich mich recht erinnere) bis hin zu einer allegorie der conditio humana ausstaffiert hat. mein kleines thema war aber eigentlich weder chef noch besonders die figur bartleby sondern lediglich dieser kleine satz, der es zum hauptsatz geschafft hat. eine handlung, die sich in einer nichthandlung ausdr&#252;ckt. bartleby ist "scrivener", was man vielleicht mit "schreiber" &#252;bersetzen k&#246;nnte und was auch so gemacht wurde. er ist von seiner anstellung her kopist, derjenige also, dem ein individueller schreibakt in der arbeitswelt untersagt ist. und diese individualit&#228;t n&#228;hrt sich vor allem &#252;ber die funktion in der arbeitswelt. "die verweigerung im konjunktiv", so meine lekt&#252;re, die abweichung, das &lt;i&gt;vorgeschriebene&lt;/i&gt; nicht mehr schreiben zu wollen, wird nicht etwa dadurch unterlaufen, dass gegengeschrieben werden w&#252;rde. dass bartleby texte ver&#228;nderte und subvertierte, sondern dass er ganz einfach nicht mehr schreibt. ich lese das als eine art statement wie "man kann nie nicht schreiben" oder "bartleby schreibt, indem er nicht schreibt". das alles geschrieben von einem autoren, der, wollte er einen text dieser lesart tats&#228;chlich aufsetzen und ver&#246;ffentlichen, diesen h&#228;tte erst gar nicht schreiben oder in die welt setzen d&#252;rfen. dieses gef&#252;ge hat mich, als ich den text wieder erinnert habe, interessiert. darum auch ein titel wie der obige ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>der chef ist in der tat die figur, der man sich am vielschichtigsten n&#228;hern k&#246;nnte. und spielt nicht grundlos eine so grosse rolle in der rezeption, die ihn (wenn ich mich recht erinnere) bis hin zu einer allegorie der conditio humana ausstaffiert hat. mein kleines thema war aber eigentlich weder chef noch besonders die figur bartleby sondern lediglich dieser kleine satz, der es zum hauptsatz geschafft hat. eine handlung, die sich in einer nichthandlung ausdr&#252;ckt. bartleby ist &#8220;scrivener&#8221;, was man vielleicht mit &#8220;schreiber&#8221; &#252;bersetzen k&#246;nnte und was auch so gemacht wurde. er ist von seiner anstellung her kopist, derjenige also, dem ein individueller schreibakt in der arbeitswelt untersagt ist. und diese individualit&#228;t n&#228;hrt sich vor allem &#252;ber die funktion in der arbeitswelt. &#8220;die verweigerung im konjunktiv&#8221;, so meine lekt&#252;re, die abweichung, das <i>vorgeschriebene</i> nicht mehr schreiben zu wollen, wird nicht etwa dadurch unterlaufen, dass gegengeschrieben werden w&#252;rde. dass bartleby texte ver&#228;nderte und subvertierte, sondern dass er ganz einfach nicht mehr schreibt. ich lese das als eine art statement wie &#8220;man kann nie nicht schreiben&#8221; oder &#8220;bartleby schreibt, indem er nicht schreibt&#8221;. das alles geschrieben von einem autoren, der, wollte er einen text dieser lesart tats&#228;chlich aufsetzen und ver&#246;ffentlichen, diesen h&#228;tte erst gar nicht schreiben oder in die welt setzen d&#252;rfen. dieses gef&#252;ge hat mich, als ich den text wieder erinnert habe, interessiert. darum auch ein titel wie der obige &#8230;</p>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2007 08:49:29 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe mich auch sehr gefreut und schicke den Dank ebenfalls gern &#246;ffentlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich auch sehr gefreut und schicke den Dank ebenfalls gern &#246;ffentlich.</p>
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		<title>Von: rr</title>
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		<dc:creator>rr</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2007 08:46:19 +0000</pubDate>
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		<description>ich freue mich sehr, einen beitrag, der – wie kann es anders sein – sehr interessant ist und zum nachdenken anregt (…), von hartmut abendschein hier zu finden und einen dank schicke ich via “taberna kritika”!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich freue mich sehr, einen beitrag, der – wie kann es anders sein – sehr interessant ist und zum nachdenken anregt (…), von hartmut abendschein hier zu finden und einen dank schicke ich via “taberna kritika”!</p>
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		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2007 08:11:58 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Viel interessanter als Bartleby selber ist das Verhalten seines Chefs, denn anstatt ihn sofort hinauszuschmeissen, hat er sehr viel Verst&#228;ndnis f&#252;r ihn und es tut ihm auch aufrichtig leid ihn dann schlussendlich doch entlassen zu m&#252;ssen und selbst dann macht er sich noch Gedanken um Bartleby. Vielleicht ist er es ja selber den er da in dieser Figur sieht. Vielleicht versucht auch er jeder Ver&#228;nderung aus dem Weg zu gehen, denn so lese ich Bartleby, keinesfalls als Verweigerung von etwas, eine Verweigerung enth&#228;lt einen Grund, warum verweigere ich mich dem Fernsehen, den Gesetzen, der Liebe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bartleby hat keine Gr&#252;nde der Verweigerung, er ist so eine Mischung von Vladimir und Estragon, die auf Godot warten, obwohl jeder von beiden ohne Hoffnung ist dass er jemals kommen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist ein sich Abfinden und das klingt im B&#252;roalltag nat&#252;rlich wie Verweigerung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf jeden Fall ist es ein gro&#223;es Buch, eins das man immer wieder lesen kann.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Viel interessanter als Bartleby selber ist das Verhalten seines Chefs, denn anstatt ihn sofort hinauszuschmeissen, hat er sehr viel Verst&#228;ndnis f&#252;r ihn und es tut ihm auch aufrichtig leid ihn dann schlussendlich doch entlassen zu m&#252;ssen und selbst dann macht er sich noch Gedanken um Bartleby. Vielleicht ist er es ja selber den er da in dieser Figur sieht. Vielleicht versucht auch er jeder Ver&#228;nderung aus dem Weg zu gehen, denn so lese ich Bartleby, keinesfalls als Verweigerung von etwas, eine Verweigerung enth&#228;lt einen Grund, warum verweigere ich mich dem Fernsehen, den Gesetzen, der Liebe.</p>
<p>Bartleby hat keine Gr&#252;nde der Verweigerung, er ist so eine Mischung von Vladimir und Estragon, die auf Godot warten, obwohl jeder von beiden ohne Hoffnung ist dass er jemals kommen wird.</p>
<p>Es ist ein sich Abfinden und das klingt im B&#252;roalltag nat&#252;rlich wie Verweigerung.</p>
<p>Auf jeden Fall ist es ein gro&#223;es Buch, eins das man immer wieder lesen kann.</p>
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