Ein Genie

11. April 2007

Charles Bukowski

Heute hab ich im Zug einen
genialen Jungen
kennengelernt.
Er war ungefähr 6 Jahre alt,
saß direkt neben mir,
und als der Zug an der Küste
entlangfuhr
sah man das Meer
und wir schauten beide aus dem
Fenster
und sahen das Meer an
und dann drehte er sich
zu mir um
und sagte,
“Das is nich schön.”

Da ging mir das zum
ersten Mal
auf.

Charles Bukowski

••• Gefunden hat dieses Gedicht meine Frau… Das Original ist bei ihr nachzulesen.



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3 Reaktionen zu “Ein Genie”

  1. Hilbi

    der ist mir näher als ich es manchmal wahr haben will

    guck ma

  2. Benjamin Stein

    Genau das habe ich gestern zu meiner Frau gesagt. Aber das hätte ich natürlich für mich behalten :-)

  3. Hilbi

    Das Gedicht ist mir mittlerweile zum drittenmal begegnet und das am dreizehnten und dann auch noch an einem Freitag und es ist so sonderbar, weil es genau trifft, “Das ist nicht schön”. Genau das ist die Haltung eines Dichters , er sucht keine Uniform, er darf nicht angepasst sein, wenn er das ist, ist er verloren und findet das meer banal und deshalb schön, nur wer etwas fürs meer empfindet weiß dass es nichts ist, das alles nichts ist was wir empfinden und das wir die große möglichkeit haben es zu füllen, so viele sind es nicht die das können. Aber ist das ein Grund eitel zu werden? nie und nimmer. Ein eitler Dichter ist wie ein Vogel der glaubt er wäre etwas besonderes nur weil er fliegen kann, niemand ist etwas besonderes und damit alle.

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