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	<title>Kommentare zu: Die Fremde a&#223; des Gegengottes Haar</title>
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	<description>Erinnern &#38; Entdecken</description>
	<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 08:26:05 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 11:23:33 +0000</pubDate>
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		<description>nein, nein, ich h&#246;r dir zu, beeil dich mal ein bi&#223;chen a mit dem regal..aber wei&#223;t Du, ich rede doch von dem was uns so reingedr&#252;ckt wird, ich rede jetzt von uns als Christen. Als Kind haben wir immer von einem guten Gott geh&#246;lrt und der war immer auch gerecht und hat sich um alles gek&#252;mmert.
ich glaube wir sind uns einig dar&#252;ber, selbst wenn es ihn gibt, warum sollte er sich k&#252;mmern, &#252;brigens wird Dir das mit mir immer wieder passieren, das wir wieder und wieder &#252;ber dasselbe thema reden :-)

so und jetzt geh ich dichten</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>nein, nein, ich h&#246;r dir zu, beeil dich mal ein bi&#223;chen a mit dem regal..aber wei&#223;t Du, ich rede doch von dem was uns so reingedr&#252;ckt wird, ich rede jetzt von uns als Christen. Als Kind haben wir immer von einem guten Gott geh&#246;lrt und der war immer auch gerecht und hat sich um alles gek&#252;mmert.<br />
ich glaube wir sind uns einig dar&#252;ber, selbst wenn es ihn gibt, warum sollte er sich k&#252;mmern, &#252;brigens wird Dir das mit mir immer wieder passieren, das wir wieder und wieder &#252;ber dasselbe thema reden :-)</p>
<p>so und jetzt geh ich dichten</p>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 11:16:34 +0000</pubDate>
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		<description>@Hilbi: Willst Du diese Debatte wirklich beginnen? - Wir haben dar&#252;ber schon einmal &lt;a href="http://turmsegler.net/20070220/ende-august/" title="Ende August"&gt;diskutiert&lt;/a&gt;. Meine &#220;berzeugung ist: Er ist hierf&#252;r nicht zust&#228;ndig. Die Debatte um den "gerechten Gott" ist sehr schwierig. Wenn es euch interessiert, suche ich mal eine sehr interessante Debatte dazu aus dem Talmud heraus, wenn meine B&#252;cher wieder im Regal sind. An dieser Stelle halte ich jetzt einfach mal meinen Mund. Hilbi muss ja heute bestimmt auch noch ein bisschen dichten! Davon darf man ihn nicht abhalten. :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Hilbi: Willst Du diese Debatte wirklich beginnen? - Wir haben dar&#252;ber schon einmal <a href="http://turmsegler.net/20070220/ende-august/" title="Ende August">diskutiert</a>. Meine &#220;berzeugung ist: Er ist hierf&#252;r nicht zust&#228;ndig. Die Debatte um den &#8220;gerechten Gott&#8221; ist sehr schwierig. Wenn es euch interessiert, suche ich mal eine sehr interessante Debatte dazu aus dem Talmud heraus, wenn meine B&#252;cher wieder im Regal sind. An dieser Stelle halte ich jetzt einfach mal meinen Mund. Hilbi muss ja heute bestimmt auch noch ein bisschen dichten! Davon darf man ihn nicht abhalten. :-)</p>
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		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 10:10:29 +0000</pubDate>
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		<description>Leute ihr m&#252;sst mich stoppen wenn ich Rechthaberisch werde :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Leute ihr m&#252;sst mich stoppen wenn ich Rechthaberisch werde :-)</p>
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		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 10:07:10 +0000</pubDate>
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		<description>Christine Lavant macht es schwer zu interpretieren, aber Biggy schafft es auch bei ihr..:-) war nicht b&#246;se gemeint...
Die Lavant hat immer mit sich gehaddert und an einen sogenannten gerechten Gott kann man nicht glauben, sollte es einen geben, bitte sehr, warum macht er sich so rar?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Christine Lavant macht es schwer zu interpretieren, aber Biggy schafft es auch bei ihr..:-) war nicht b&#246;se gemeint&#8230;<br />
Die Lavant hat immer mit sich gehaddert und an einen sogenannten gerechten Gott kann man nicht glauben, sollte es einen geben, bitte sehr, warum macht er sich so rar?</p>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 10:03:34 +0000</pubDate>
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		<description>@Biggy. Das sind mir einfach zu viele Requisiten aus dem relig&#246;sen Vokabular, um Deine Lesart anzunehmen. Aber ja: Wir haben ja alle nur unsere Vermutungen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Biggy. Das sind mir einfach zu viele Requisiten aus dem relig&#246;sen Vokabular, um Deine Lesart anzunehmen. Aber ja: Wir haben ja alle nur unsere Vermutungen&#8230;</p>
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		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 10:02:35 +0000</pubDate>
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		<description>Sp&#228;ter hat sie ja eine Menge Preise eingeheimst und auch einen vErlag bekommen, vielleicht verstehe ich Dich einfach falsch und m&#246;chte meine Christine Lavant einfach blo&#223; verteidigen :-) 
Aber nun komme ich mal mit einem Vergleich, &#252;ber was schrieb denn Paul Celan zeit seines Lebens an, gegen seine Vernichtung, w&#228;re er nicht versteckt worden, w&#228;re er umgebracht worden.
H&#228;tte die Lavant nicht geschrieben, h&#228;tte sie sich auch umgebracht. 
Sie war ja dauernd auf der Suche nach einem Raum, einen oRt in dem sie schreiben konnte, ich rate dir mal Die Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus zu lesen. Aber ich verteidige Sie obwohl ich sie gar nicht verteidigen muss. Aber schauen wir doch mal bei uns, wor&#252;ber schreiben wir, ist unser Kreis so weit? Muss er es &#252;berhaupt sein? 
Ich werde mein lebenlang an Liebesgeschichten knabbern und an seltsame Spr&#252;nge und meinem Alkoholismus und dem Alkoholismus meines vaters, das alles war damals sehr eng, ich bin nicht einmal sicher ob es ein Kreis war.
Wie soll die Lavant sich aus dem Dorf bewegen wenn ihr die Mittel gefehlt haben, also das Geld?
Sp&#228;ter ist sie ja weg, aber das war viel sp&#228;ter.
Dazu f&#228;llt mir auch eine Zeile von mAx bRod ein die er an Felice Bauer schrieb, in dem er meinte, wenn die Eltern von Kafka ihren Sohn wirklich lieben w&#252;rden, w&#252;rde sie ihm ein HAus irgendwo am Meer schenken und ihm das tun lassen was er kann, schreiben.

Soll man ungl&#252;cklich dar&#252;ber sein dass sie es nicht getan haben?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sp&#228;ter hat sie ja eine Menge Preise eingeheimst und auch einen vErlag bekommen, vielleicht verstehe ich Dich einfach falsch und m&#246;chte meine Christine Lavant einfach blo&#223; verteidigen :-)<br />
Aber nun komme ich mal mit einem Vergleich, &#252;ber was schrieb denn Paul Celan zeit seines Lebens an, gegen seine Vernichtung, w&#228;re er nicht versteckt worden, w&#228;re er umgebracht worden.<br />
H&#228;tte die Lavant nicht geschrieben, h&#228;tte sie sich auch umgebracht.<br />
Sie war ja dauernd auf der Suche nach einem Raum, einen oRt in dem sie schreiben konnte, ich rate dir mal Die Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus zu lesen. Aber ich verteidige Sie obwohl ich sie gar nicht verteidigen muss. Aber schauen wir doch mal bei uns, wor&#252;ber schreiben wir, ist unser Kreis so weit? Muss er es &#252;berhaupt sein?<br />
Ich werde mein lebenlang an Liebesgeschichten knabbern und an seltsame Spr&#252;nge und meinem Alkoholismus und dem Alkoholismus meines vaters, das alles war damals sehr eng, ich bin nicht einmal sicher ob es ein Kreis war.<br />
Wie soll die Lavant sich aus dem Dorf bewegen wenn ihr die Mittel gefehlt haben, also das Geld?<br />
Sp&#228;ter ist sie ja weg, aber das war viel sp&#228;ter.<br />
Dazu f&#228;llt mir auch eine Zeile von mAx bRod ein die er an Felice Bauer schrieb, in dem er meinte, wenn die Eltern von Kafka ihren Sohn wirklich lieben w&#252;rden, w&#252;rde sie ihm ein HAus irgendwo am Meer schenken und ihm das tun lassen was er kann, schreiben.</p>
<p>Soll man ungl&#252;cklich dar&#252;ber sein dass sie es nicht getan haben?</p>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 09:58:26 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Ich m&#246;chte sie aber vergleichen, Hilbi. Und hier noch ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Texten. Benn spricht die Mutter an, Christine Lavant gelingt das nicht, nirgends - DU zu sagen. Es ist beinahe autistisch. So zeigt sie uns mit ihrem ganzen dichterischen Verm&#246;gen diese kleine Zelle ihres tragischen Daseins - die Beschreibung des Konflikts. Dar&#252;ber hinaus erfahren wir nichts. L&#246;sungen nicht in Sicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber versteh doch, Hilbi, dass das kein Angriff auf die Lavant ist.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich m&#246;chte sie aber vergleichen, Hilbi. Und hier noch ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Texten. Benn spricht die Mutter an, Christine Lavant gelingt das nicht, nirgends - DU zu sagen. Es ist beinahe autistisch. So zeigt sie uns mit ihrem ganzen dichterischen Verm&#246;gen diese kleine Zelle ihres tragischen Daseins - die Beschreibung des Konflikts. Dar&#252;ber hinaus erfahren wir nichts. L&#246;sungen nicht in Sicht.</p>
<p>Aber versteh doch, Hilbi, dass das kein Angriff auf die Lavant ist.</p>
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		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 09:52:37 +0000</pubDate>
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		<description>Bitte keine Vergleiche! Man kann ja Benn auch nicht mit Gorki vergleichen, der einen vorz&#252;glichen Roman mit namen "Mutter" geschrieben hat. Jeder Dichter ist auf seine Weise ein Dichter und Gottfried Benn ist ein bregnadeter und Christine Lavant auch, eben nur eine....eine gro&#223;e</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bitte keine Vergleiche! Man kann ja Benn auch nicht mit Gorki vergleichen, der einen vorz&#252;glichen Roman mit namen &#8220;Mutter&#8221; geschrieben hat. Jeder Dichter ist auf seine Weise ein Dichter und Gottfried Benn ist ein bregnadeter und Christine Lavant auch, eben nur eine&#8230;.eine gro&#223;e</p>
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		<title>Von: Biggy</title>
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		<dc:creator>Biggy</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 09:52:33 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo, ihr beiden,

ich lese den Text ganz anders als ihr. Auch wenn ich nun einiges aus eurem Hintergrundwissen zur Biografie der Autorin erfahre.
F&#252;r mich steht der Glauben &#252;berhaupt nicht im Vordergrund.
Ich lese hier schlicht eine Dreiecksgeschichte und ein Ich, dass sich ziemlich unterlegen f&#252;hlt. Gegegott ist f&#252;r mich ein angebetetes Wesen aus Fleisch und Blut.
"Fremd wie eine Abendspinne" scheint eine Nebenbuhlerin zu sein, mit der sie befreundet war und die sie schamlos ausnutzte, um an den Gegengott zu kommen.

LG
Biggy</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, ihr beiden,</p>
<p>ich lese den Text ganz anders als ihr. Auch wenn ich nun einiges aus eurem Hintergrundwissen zur Biografie der Autorin erfahre.<br />
F&#252;r mich steht der Glauben &#252;berhaupt nicht im Vordergrund.<br />
Ich lese hier schlicht eine Dreiecksgeschichte und ein Ich, dass sich ziemlich unterlegen f&#252;hlt. Gegegott ist f&#252;r mich ein angebetetes Wesen aus Fleisch und Blut.<br />
&#8220;Fremd wie eine Abendspinne&#8221; scheint eine Nebenbuhlerin zu sein, mit der sie befreundet war und die sie schamlos ausnutzte, um an den Gegengott zu kommen.</p>
<p>LG<br />
Biggy</p>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 09:51:25 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Ich schreibe doch von ihrem Leben! Und ich frage hier zwei Dinge: Was ist Ursache und Folge in solchen Leidensgeschichten? Wo h&#246;ren die uns zustossenden Katastrophen auf und beginnen die von uns verursachten Katastrophen? Und ist es nicht eine besondere Tragik, wenn eine Dichterin solchen Formats nicht aus dem Teufelskreis auszubrechen vermag und so in ihrer Dichtung fast ausschliesslich auf sich und Gott bezogen bleibt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was dem Kind hier fehlte, war nicht Anerkennung, sondern schlichte Aufmerksamkeit. Das ist ein grosser Unterschied. Ist ein Kind krank und leidet mit k&#246;rperlichen Symptomen, wird es wenigstens wahrgenommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Christine Lavant wollte wahrgenommen werden, auch und gerade durch ihr Schreiben. H&#228;tte sie sonst, nach der Absage auf ihr erstes Roman-Manuskript, restlos alles vernichtet, was sie bis dahin geschrieben hatte? Sie war wieder nicht wahrgenommen worden, auch auf diesem Weg nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich versuche es noch einmal, einfach zu sagen: Das sind alles grosse Gedichte, ganz ohne jeden Zweifel. Aber sie gehen im Kreis. Und der Kreis ist klein. Das ist kein Vorwurf, keine Einschr&#228;nkung der Anerkennung, nur eine Feststellung. Sie ist eine Dichterin des Seelenkerkers, aus dem sie nur einen Ausweg zeigt: den Tod.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe doch von ihrem Leben! Und ich frage hier zwei Dinge: Was ist Ursache und Folge in solchen Leidensgeschichten? Wo h&#246;ren die uns zustossenden Katastrophen auf und beginnen die von uns verursachten Katastrophen? Und ist es nicht eine besondere Tragik, wenn eine Dichterin solchen Formats nicht aus dem Teufelskreis auszubrechen vermag und so in ihrer Dichtung fast ausschliesslich auf sich und Gott bezogen bleibt?</p>
<p>Was dem Kind hier fehlte, war nicht Anerkennung, sondern schlichte Aufmerksamkeit. Das ist ein grosser Unterschied. Ist ein Kind krank und leidet mit k&#246;rperlichen Symptomen, wird es wenigstens wahrgenommen.</p>
<p>Christine Lavant wollte wahrgenommen werden, auch und gerade durch ihr Schreiben. H&#228;tte sie sonst, nach der Absage auf ihr erstes Roman-Manuskript, restlos alles vernichtet, was sie bis dahin geschrieben hatte? Sie war wieder nicht wahrgenommen worden, auch auf diesem Weg nicht.</p>
<p>Ich versuche es noch einmal, einfach zu sagen: Das sind alles grosse Gedichte, ganz ohne jeden Zweifel. Aber sie gehen im Kreis. Und der Kreis ist klein. Das ist kein Vorwurf, keine Einschr&#228;nkung der Anerkennung, nur eine Feststellung. Sie ist eine Dichterin des Seelenkerkers, aus dem sie nur einen Ausweg zeigt: den Tod.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Hilbi</title>
		<link>http://turmsegler.net/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Comments+on+Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fturmsegler.net%2F20070327%2Fdie-fremde-as-des-gegengottes-haar%2F%23comment-578&amp;seed_title=Die+Fremde+a%26%23223%3B+des+Gegengottes+Haar#comment-578</link>
		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 09:29:29 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Hast Du denn ein bi&#223;chen &#252;ber das Leben der Christine Lavant gelesen, Sie nannte sich Lavant weil sie nicht wollte dass die Dorfbewohner in ihrem Dorf erfahren dass sie schreibt, denn schreiben ist in einem so engen Kreis immer noch nicht gerne gesehen. Sie lebte ich glaube mit sieben anderen Geschwistern in einem Raum, oft gab es tagelang nichts zu essen. Christine Lavant hatte von Geburt an eine Hautkrankheit, bekam Tuberkulose und hatte auch schon einen Selbstmordversuch hinter sich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie heiratete einen todeskranken Maler, lebte nicht einen einzigen Tag ohne Schmerzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit ein bi&#223;chen guten Willen kann man so ihre Gedichte begreifen, die jedoch und das ist nicht nur meine meinung, sprachlich unglaublich sch&#246;n und wenn sch&#246;n nicht sch&#246;n im Sinne von  Magie oder sonstwas, so sind es doch immer zu einzelne W&#246;rte die einem die G&#228;nsehaut bis ins Blut reinritzenlassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anne Sextion hat ja ein &#228;hnliches, von Katastrophen &#252;berh&#228;uftes Leben, wer so lebt und es dann aufschreibt und es dann auch noch in dieser literarischen St&#228;rke aufschreibt, der bekommt zumindestens nach seinem Ableben das was er schon w&#228;hrend seines Lebens verdient hat, n&#228;mlich eine gro&#223;e Anerkennung.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hast Du denn ein bi&#223;chen &#252;ber das Leben der Christine Lavant gelesen, Sie nannte sich Lavant weil sie nicht wollte dass die Dorfbewohner in ihrem Dorf erfahren dass sie schreibt, denn schreiben ist in einem so engen Kreis immer noch nicht gerne gesehen. Sie lebte ich glaube mit sieben anderen Geschwistern in einem Raum, oft gab es tagelang nichts zu essen. Christine Lavant hatte von Geburt an eine Hautkrankheit, bekam Tuberkulose und hatte auch schon einen Selbstmordversuch hinter sich.</p>
<p>Sie heiratete einen todeskranken Maler, lebte nicht einen einzigen Tag ohne Schmerzen.</p>
<p>Mit ein bi&#223;chen guten Willen kann man so ihre Gedichte begreifen, die jedoch und das ist nicht nur meine meinung, sprachlich unglaublich sch&#246;n und wenn sch&#246;n nicht sch&#246;n im Sinne von Magie oder sonstwas, so sind es doch immer zu einzelne W&#246;rte die einem die G&#228;nsehaut bis ins Blut reinritzenlassen.</p>
<p>Anne Sextion hat ja ein &#228;hnliches, von Katastrophen &#252;berh&#228;uftes Leben, wer so lebt und es dann aufschreibt und es dann auch noch in dieser literarischen St&#228;rke aufschreibt, der bekommt zumindestens nach seinem Ableben das was er schon w&#228;hrend seines Lebens verdient hat, n&#228;mlich eine gro&#223;e Anerkennung.</p>
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