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	<title>Kommentare zu: Ende August</title>
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	<description>Erinnern &#38; Entdecken</description>
	<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 07:40:22 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2007 19:26:58 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke zumindest, es ist von unterschiedlichen Arten Liebe die Rede. Die Liebe Gottes in der Pflanzen- und Tierwelt ist eine f&#252;rsorgliche: "Du &#246;ffnest Deine Hand und s&#228;ttigst alles Lebende nach seinem Verlangen" (Psalmen). Diese Art f&#252;rsorglicher Liebe baut der Schnecke ein Haus. Anders bei uns: An uns richtet sich die fordernde und f&#246;rdernde Liebe. F&#252;r den Menschen ist Leben Aufgabe. Liebt Er uns nicht? Jedenfalls in einer anderen Weise als die &#252;brige Sch&#246;pfung. Das war der Ausgangspunkt dieses Beitrags: Vom "lieben Gott" h&#246;re ich gar nicht gern reden. Welche Art Liebe? Und es steckt doch in Ihm das gesamte Spektrum: K&#246;nig, Richter, Liebender... 

Das ist nat&#252;rlich eine ganz religi&#246;se Herangehensweise an den Text. Ich habe keine Ahnung, wie Eich selbst zu Gott stand und ob seine Intention hier nicht ganz eine andere war.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke zumindest, es ist von unterschiedlichen Arten Liebe die Rede. Die Liebe Gottes in der Pflanzen- und Tierwelt ist eine f&#252;rsorgliche: &#8220;Du &#246;ffnest Deine Hand und s&#228;ttigst alles Lebende nach seinem Verlangen&#8221; (Psalmen). Diese Art f&#252;rsorglicher Liebe baut der Schnecke ein Haus. Anders bei uns: An uns richtet sich die fordernde und f&#246;rdernde Liebe. F&#252;r den Menschen ist Leben Aufgabe. Liebt Er uns nicht? Jedenfalls in einer anderen Weise als die &#252;brige Sch&#246;pfung. Das war der Ausgangspunkt dieses Beitrags: Vom &#8220;lieben Gott&#8221; h&#246;re ich gar nicht gern reden. Welche Art Liebe? Und es steckt doch in Ihm das gesamte Spektrum: K&#246;nig, Richter, Liebender&#8230; </p>
<p>Das ist nat&#252;rlich eine ganz religi&#246;se Herangehensweise an den Text. Ich habe keine Ahnung, wie Eich selbst zu Gott stand und ob seine Intention hier nicht ganz eine andere war.</p>
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		<title>Von: CJosef</title>
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		<dc:creator>CJosef</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2007 14:26:59 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht kannst du mir ja auch ein paar Hypothesen oder Interpretationsans&#228;tze schreiben....
Danke Dir</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht kannst du mir ja auch ein paar Hypothesen oder Interpretationsans&#228;tze schreiben&#8230;.<br />
Danke Dir</p>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Apr 2007 20:51:19 +0000</pubDate>
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		<description>Mit einer vollst&#228;ndigen Interpretation muss ich passen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer vollst&#228;ndigen Interpretation muss ich passen.</p>
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		<title>Von: CJosef</title>
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		<dc:creator>CJosef</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2007 09:00:09 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde das Gedicht sehr undurchdringlich und verwirrend. Es scheint sich als Motive mit dem Tod und auch mit der Gottesfrage zu besch&#228;ftigen, jedoch verschleiern mir die Chiffren die eigentliche Aussage des Gedichtes.
Ich kann keine Zusammenh&#228;nge zwischen den toten Fischen, den fliegenden Kr&#228;hen, der Fu&#223;ballmanschaft und der Schnecke herstellen. 
Vielleicht kann mir einer von Euch auf die Spr&#252;nge helfen....
Lg Chris</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde das Gedicht sehr undurchdringlich und verwirrend. Es scheint sich als Motive mit dem Tod und auch mit der Gottesfrage zu besch&#228;ftigen, jedoch verschleiern mir die Chiffren die eigentliche Aussage des Gedichtes.<br />
Ich kann keine Zusammenh&#228;nge zwischen den toten Fischen, den fliegenden Kr&#228;hen, der Fu&#223;ballmanschaft und der Schnecke herstellen.<br />
Vielleicht kann mir einer von Euch auf die Spr&#252;nge helfen&#8230;.<br />
Lg Chris</p>
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		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2007 20:00:10 +0000</pubDate>
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		<description>Danke, Hilbi, f&#252;r das Gedicht. Ich hatte zwar f&#252;r die kommende Woche anderes vor; aber ich glaube, ich werde mal noch ein paar &lt;a href="http://turmsegler.net/tag/G%C3%B6tterspiele" title="G&#246;tterspiele"&gt;"G&#246;tterspiele"&lt;/a&gt; ausgraben...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke, Hilbi, f&#252;r das Gedicht. Ich hatte zwar f&#252;r die kommende Woche anderes vor; aber ich glaube, ich werde mal noch ein paar <a href="http://turmsegler.net/tag/G%C3%B6tterspiele" title="G&#246;tterspiele">&#8220;G&#246;tterspiele&#8221;</a> ausgraben&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Ilias. 4. Gesang &#171; Turmsegler</title>
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		<dc:creator>Ilias. 4. Gesang &#171; Turmsegler</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2007 19:40:03 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ergibt sich, wenn G&#246;tter sich necken? Das passt irgendwie zur Diskussion, die wir vor einigen Tagen hier hatten: Wenn sie sich necken oder wenn sie z&#252;rnen, wenn sie [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ergibt sich, wenn G&#246;tter sich necken? Das passt irgendwie zur Diskussion, die wir vor einigen Tagen hier hatten: Wenn sie sich necken oder wenn sie z&#252;rnen, wenn sie [...]</p>
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		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2007 02:41:54 +0000</pubDate>
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		<description>Das Gedicht oben ist nicht von Benjamin, es stammt aus einem Briefwechsel zwischen Scholem und Benjamin und ist von Scholem....sorry</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Gedicht oben ist nicht von Benjamin, es stammt aus einem Briefwechsel zwischen Scholem und Benjamin und ist von Scholem&#8230;.sorry</p>
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		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2007 21:10:44 +0000</pubDate>
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		<description>ich lese walter benjamin &#252;ber kafka und dort ist ein gedicht von benjamin, ich denke es passt ganz gut zu dem was Du gesagt hast



Sind wir ganz von dir geschieden?
Ist uns, Gott, in solcher Nacht
nicht ein Hauch von deinem Frieden,
deiner Botschaft zugedacht?

Kann dein Wort denn so verklungen
in der Leere Zion sein-
oder gar nicht eingedrungen
in dies Zauberreich aus Schein?

Schier vollendet bis zum Dache
ist der gro&#223;e Wehbetrug.
Gib denn, Gott, da&#223; der erwache,
den dein Nichtsdurchschlug.

So allein strahlt Offenbarung
in die Zeit, die dich verwarf.
Nur dein Nichts ist die Erfahrung,
die sie von dir haben darf.

So allein tritt ins Ged&#228;chtnis
Lehre, die den Schein durchbricht
das gewisseste Verm&#228;chtnis
vom verborgenen Gericht.

Haargenau auf Hiobs Waage
ward gemessen unser Stand, 
trostlos wie am j&#252;ngsten Tag
sind wir durch und durch erkannt.

In unendlichen Instanzen
reflektiert sich was wir sind.
Niemand kennt den Weg im ganzen,
jedes St&#252;ck schon macht uns blind.

Keinem kann Erl&#246;sung frommen,
diese Stern steht viel zu hoch,
w&#228;rst du auch dort angekommen,
st&#252;ndst du selbst im Weg dir noch.

Preisgegeben an Gewalten,
die Beschw&#246;rung nicht mehr zwingt,
kann kein Leben sich entfalten,
das nicht in sich selbst versinkt.

Aus dem Zentrum der Vernichtung,
bricht zu Zeiten wohl ein Strahl,
aber keiner weist die Richtung,
die uns das Gesetz befahl.

Seit dies trauervolle Wissen
unantastbar vor uns steht,
ist ein Schleier j&#228;h zerissen,
Gott, vor deiner Majest&#228;t.

Dein Proze&#223; begann auf Erden;
endet er vor deinem Thron?
Du kannst nicht verteidigt werden,
hier gilt keine Illusion.

Wer ist hier der Angeklagte?
Du oder die Kreatur?
Wenn dich einer drum befragte,
du vers&#228;nkst in Schweigen nur.

Kann solch Frage sich erheben?
Ist die Antwort unbestimmt?
Ach, wir m&#252;ssen dennoch leben,
bis uns dein Gericht vernimmt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich lese walter benjamin &#252;ber kafka und dort ist ein gedicht von benjamin, ich denke es passt ganz gut zu dem was Du gesagt hast</p>
<p>Sind wir ganz von dir geschieden?<br />
Ist uns, Gott, in solcher Nacht<br />
nicht ein Hauch von deinem Frieden,<br />
deiner Botschaft zugedacht?</p>
<p>Kann dein Wort denn so verklungen<br />
in der Leere Zion sein-<br />
oder gar nicht eingedrungen<br />
in dies Zauberreich aus Schein?</p>
<p>Schier vollendet bis zum Dache<br />
ist der gro&#223;e Wehbetrug.<br />
Gib denn, Gott, da&#223; der erwache,<br />
den dein Nichtsdurchschlug.</p>
<p>So allein strahlt Offenbarung<br />
in die Zeit, die dich verwarf.<br />
Nur dein Nichts ist die Erfahrung,<br />
die sie von dir haben darf.</p>
<p>So allein tritt ins Ged&#228;chtnis<br />
Lehre, die den Schein durchbricht<br />
das gewisseste Verm&#228;chtnis<br />
vom verborgenen Gericht.</p>
<p>Haargenau auf Hiobs Waage<br />
ward gemessen unser Stand,<br />
trostlos wie am j&#252;ngsten Tag<br />
sind wir durch und durch erkannt.</p>
<p>In unendlichen Instanzen<br />
reflektiert sich was wir sind.<br />
Niemand kennt den Weg im ganzen,<br />
jedes St&#252;ck schon macht uns blind.</p>
<p>Keinem kann Erl&#246;sung frommen,<br />
diese Stern steht viel zu hoch,<br />
w&#228;rst du auch dort angekommen,<br />
st&#252;ndst du selbst im Weg dir noch.</p>
<p>Preisgegeben an Gewalten,<br />
die Beschw&#246;rung nicht mehr zwingt,<br />
kann kein Leben sich entfalten,<br />
das nicht in sich selbst versinkt.</p>
<p>Aus dem Zentrum der Vernichtung,<br />
bricht zu Zeiten wohl ein Strahl,<br />
aber keiner weist die Richtung,<br />
die uns das Gesetz befahl.</p>
<p>Seit dies trauervolle Wissen<br />
unantastbar vor uns steht,<br />
ist ein Schleier j&#228;h zerissen,<br />
Gott, vor deiner Majest&#228;t.</p>
<p>Dein Proze&#223; begann auf Erden;<br />
endet er vor deinem Thron?<br />
Du kannst nicht verteidigt werden,<br />
hier gilt keine Illusion.</p>
<p>Wer ist hier der Angeklagte?<br />
Du oder die Kreatur?<br />
Wenn dich einer drum befragte,<br />
du vers&#228;nkst in Schweigen nur.</p>
<p>Kann solch Frage sich erheben?<br />
Ist die Antwort unbestimmt?<br />
Ach, wir m&#252;ssen dennoch leben,<br />
bis uns dein Gericht vernimmt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
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		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2007 21:46:31 +0000</pubDate>
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		<description>Das Du ist mir sehr recht. Ich habe mich nur so heimisch gef&#252;hlt in den zuletzt besuchten "literarischen Salons", dass ich neue Besucher - zu denen Du ja unterdessen nicht mehr z&#228;hlst - gern mit Sie begr&#252;ssen m&#246;chte. Wie so vieles in diesem Blog wird auch das noch seinen Weg finden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Du ist mir sehr recht. Ich habe mich nur so heimisch gef&#252;hlt in den zuletzt besuchten &#8220;literarischen Salons&#8221;, dass ich neue Besucher - zu denen Du ja unterdessen nicht mehr z&#228;hlst - gern mit Sie begr&#252;ssen m&#246;chte. Wie so vieles in diesem Blog wird auch das noch seinen Weg finden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2007 13:17:27 +0000</pubDate>
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		<description>Was mich w&#228;hrend des Krieges in Bosnien besonders ersch&#252;ttert hat war dieses Schweigen. Ich hatte es damals und sehr gerne mit Linken zu tun, mit Hausbesetzern, mit Menschen die f&#252;r mich f&#252;r ein ganz anderes Leben standen. 
Als der Krieg in Jugoslwien anfing, fing ich an sie nicht mehr zu begreifen. Die Sprache eines Karadzics war zu klar, zu nah an dem was f&#252;r "uns" immer ein Grund war auf die Strasse zu gehen um gegen die Faschisten zu demonstrieren, ich habe nie verstanden warum man nicht hinh&#246;rte, was hie&#223; den "ethnische S&#228;uberung" zwei W&#246;rter die zusammengefasst so schrecklich klingen wie jedes dass den V&#246;lkermord beschreibt, den Genozid, wie auch immer. 
Ja, Sie (oder Du) haben es beschrieben wie man es besser nicht beschreiben kann, wir haben versagt, nicht Gott. 
Wir k&#246;nnen wenig tun, denn wo sitzen wir schon, zwischen den Zimmern wo irgendwo ein Haust&#252;r ist, aber wenn man nicht mal das wenige tut dass man tun kann ist das schon ein bi&#223;chen wenig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was mich w&#228;hrend des Krieges in Bosnien besonders ersch&#252;ttert hat war dieses Schweigen. Ich hatte es damals und sehr gerne mit Linken zu tun, mit Hausbesetzern, mit Menschen die f&#252;r mich f&#252;r ein ganz anderes Leben standen.<br />
Als der Krieg in Jugoslwien anfing, fing ich an sie nicht mehr zu begreifen. Die Sprache eines Karadzics war zu klar, zu nah an dem was f&#252;r &#8220;uns&#8221; immer ein Grund war auf die Strasse zu gehen um gegen die Faschisten zu demonstrieren, ich habe nie verstanden warum man nicht hinh&#246;rte, was hie&#223; den &#8220;ethnische S&#228;uberung&#8221; zwei W&#246;rter die zusammengefasst so schrecklich klingen wie jedes dass den V&#246;lkermord beschreibt, den Genozid, wie auch immer.<br />
Ja, Sie (oder Du) haben es beschrieben wie man es besser nicht beschreiben kann, wir haben versagt, nicht Gott.<br />
Wir k&#246;nnen wenig tun, denn wo sitzen wir schon, zwischen den Zimmern wo irgendwo ein Haust&#252;r ist, aber wenn man nicht mal das wenige tut dass man tun kann ist das schon ein bi&#223;chen wenig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Benjamin Stein</title>
		<link>http://turmsegler.net/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Comments+on+Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fturmsegler.net%2F20070220%2Fende-august%2F%23comment-112&amp;seed_title=Ende+August/comment-page-1/#comment-112</link>
		<dc:creator>Benjamin Stein</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2007 13:00:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/20070220/ende-august/#comment-112</guid>
		<description>Ich bin immer sehr z&#246;gerlich, meine Meinung zu dieser Frage auszubreiten. Zu einem w&#228;re sie wohl sehr polarisierend. Zum anderen bin ich – wenn ich ehrlich bin – auch heute, also nach Jahren, mit dieser Frage nicht fertig. Einerseits bin ich &#252;berzeugt vom Wirken des Ewigen in der Geschichte. Andererseits gibt es den freien Willen des Menschen und damit keine „Leitungsverpflichtung“ einer externen Autorit&#228;t, auf die man sich herausreden k&#246;nnte.

Im Beitrag &#252;ber Jossel Rakover habe ich &#252;ber den Begriff „Hester Ponim“ geschrieben: Die Idee, der Ewige h&#228;tte f&#252;r einen Augenblick, diesen Augenblick von vielen Jahren, sein Angesicht verborgen, weggesehen. Wie wir mitunter wegsehen von Dingen, die nicht mitanzuschauen sind, doch die in die Verantwortung der Akteure geh&#246;ren – und seien es auch unsere Kinder.

Ich habe – das will ich nicht verschweigen – auch immer die klaren Aussagen der Torah im Ohr, die detaillierten Drohungen an das Volk (quasi in Sippenhaft), wenn es von seinem ewigen Auftrag abl&#228;sst. Das k&#246;nnte schwarze P&#228;dagogik sein, und wenn nicht, w&#252;rde es vielleicht eine zus&#228;tzliche Erkl&#228;rung geben, warum sich das Morden zur Bl&#252;te der deutschen Reformbewegung ereignet hat. Aber es erkl&#228;rt nicht das Massenmorden an Sinti und Roma in den KZ und an osteurop&#228;ischen Zivilisten im Zuge der Taktik der „verbrannten Erde“. Es erkl&#228;rt auch nicht die Pogrome der vorangegangenen 2000 Jahre. Nein, je l&#228;nger ich dieser Frage nachgehe, desto klarer wird mir, dass wir es nicht mit einer Strafe zu tun haben k&#246;nnen, sondern mit einem Menschheitsversagen.

Als w&#228;re es darum gegangen, uns klarzumachen, dass wir zust&#228;ndig sind f&#252;r den zivilisatorischen Zustand unserer Welt. Nicht der Sch&#246;pfer, sondern der m&#252;ndige Besitzer. Gerade vor diesem Hintergrund erschreckt mich Ihre Erz&#228;hlung aus Bosnien. Was dort geschehen ist, l&#228;sst vermuten, dass die Botschaft noch immer nicht angekommen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin immer sehr z&#246;gerlich, meine Meinung zu dieser Frage auszubreiten. Zu einem w&#228;re sie wohl sehr polarisierend. Zum anderen bin ich – wenn ich ehrlich bin – auch heute, also nach Jahren, mit dieser Frage nicht fertig. Einerseits bin ich &#252;berzeugt vom Wirken des Ewigen in der Geschichte. Andererseits gibt es den freien Willen des Menschen und damit keine „Leitungsverpflichtung“ einer externen Autorit&#228;t, auf die man sich herausreden k&#246;nnte.</p>
<p>Im Beitrag &#252;ber Jossel Rakover habe ich &#252;ber den Begriff „Hester Ponim“ geschrieben: Die Idee, der Ewige h&#228;tte f&#252;r einen Augenblick, diesen Augenblick von vielen Jahren, sein Angesicht verborgen, weggesehen. Wie wir mitunter wegsehen von Dingen, die nicht mitanzuschauen sind, doch die in die Verantwortung der Akteure geh&#246;ren – und seien es auch unsere Kinder.</p>
<p>Ich habe – das will ich nicht verschweigen – auch immer die klaren Aussagen der Torah im Ohr, die detaillierten Drohungen an das Volk (quasi in Sippenhaft), wenn es von seinem ewigen Auftrag abl&#228;sst. Das k&#246;nnte schwarze P&#228;dagogik sein, und wenn nicht, w&#252;rde es vielleicht eine zus&#228;tzliche Erkl&#228;rung geben, warum sich das Morden zur Bl&#252;te der deutschen Reformbewegung ereignet hat. Aber es erkl&#228;rt nicht das Massenmorden an Sinti und Roma in den KZ und an osteurop&#228;ischen Zivilisten im Zuge der Taktik der „verbrannten Erde“. Es erkl&#228;rt auch nicht die Pogrome der vorangegangenen 2000 Jahre. Nein, je l&#228;nger ich dieser Frage nachgehe, desto klarer wird mir, dass wir es nicht mit einer Strafe zu tun haben k&#246;nnen, sondern mit einem Menschheitsversagen.</p>
<p>Als w&#228;re es darum gegangen, uns klarzumachen, dass wir zust&#228;ndig sind f&#252;r den zivilisatorischen Zustand unserer Welt. Nicht der Sch&#246;pfer, sondern der m&#252;ndige Besitzer. Gerade vor diesem Hintergrund erschreckt mich Ihre Erz&#228;hlung aus Bosnien. Was dort geschehen ist, l&#228;sst vermuten, dass die Botschaft noch immer nicht angekommen ist.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hilbi</title>
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		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2007 10:19:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/20070220/ende-august/#comment-111</guid>
		<description>Die Frage mag vermessen klingen, was h&#228;tte Gott gegen die Shoa machen k&#246;nnen? Die einzigen die etwas h&#228;tten tun k&#246;nnen w&#228;ren die Menschen selber, nicht zu schauen zum Beispiel wie Menschen einfach verhaftet wurden. Wo man doch sonst &#252;berall hinsieht hat man ausgerechnet dass nicht gesehen, das kann mir keiner erz&#228;hlen. Das sind Fragen die man sich stellen muss. Gott konnte gar nichts tun, selbst wenn ich nicht an ihm glaube, glaube ich nicht dass er auch nur irgendeine Schuld am Dilemma der Menschheit hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage mag vermessen klingen, was h&#228;tte Gott gegen die Shoa machen k&#246;nnen? Die einzigen die etwas h&#228;tten tun k&#246;nnen w&#228;ren die Menschen selber, nicht zu schauen zum Beispiel wie Menschen einfach verhaftet wurden. Wo man doch sonst &#252;berall hinsieht hat man ausgerechnet dass nicht gesehen, das kann mir keiner erz&#228;hlen. Das sind Fragen die man sich stellen muss. Gott konnte gar nichts tun, selbst wenn ich nicht an ihm glaube, glaube ich nicht dass er auch nur irgendeine Schuld am Dilemma der Menschheit hat.</p>
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		<title>Von: Hilbi</title>
		<link>http://turmsegler.net/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Comments+on+Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fturmsegler.net%2F20070220%2Fende-august%2F%23comment-110&amp;seed_title=Ende+August/comment-page-1/#comment-110</link>
		<dc:creator>Hilbi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2007 10:15:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://turmsegler.net/20070220/ende-august/#comment-110</guid>
		<description>er ist schon sehr seltsam der glaube, gibt er den menschen einen halt, k&#246;nnte es wohl kaum jemanden geben der sich daran st&#246;rt, selbst wenn er nicht glaubt. in zenica /bosnien, gab es innerhalb von hundert metern vier m&#246;glichkeiten wo die leute sich aufhalten konnten, in einer moschee, in der katholischen und in der orthodoxen kirche oder in einem cafe. 
man braucht nicht raten wo die meisten sa&#223;en, zumal wenn es warm war und der wahnsinn noch nicht daran dachte die nationalisten zu wecken.
ich mag das gedicht von eich, es gleitet so daher und das bild mit der fussballmannschaft gef&#228;llt mir auch, ich selber qu&#228;le mich seit jahren mit eintracht frankfurt herum und es h&#246;rt einfach nicht auf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>er ist schon sehr seltsam der glaube, gibt er den menschen einen halt, k&#246;nnte es wohl kaum jemanden geben der sich daran st&#246;rt, selbst wenn er nicht glaubt. in zenica /bosnien, gab es innerhalb von hundert metern vier m&#246;glichkeiten wo die leute sich aufhalten konnten, in einer moschee, in der katholischen und in der orthodoxen kirche oder in einem cafe.<br />
man braucht nicht raten wo die meisten sa&#223;en, zumal wenn es warm war und der wahnsinn noch nicht daran dachte die nationalisten zu wecken.<br />
ich mag das gedicht von eich, es gleitet so daher und das bild mit der fussballmannschaft gef&#228;llt mir auch, ich selber qu&#228;le mich seit jahren mit eintracht frankfurt herum und es h&#246;rt einfach nicht auf.</p>
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